Ein Held geht von Bord

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Peter Held, seit 2011/12 Spielertrainer und Trainer beim SC Olching kündigt bereits jetzt schon seinen Abschied zum Saisonende an.

Olching – Peter Held, inzwischen 34 Jahre alt, zählte in seiner aktiven Zeit mit Sicherheit zu den besten Fußballern in der Region. Nachdem sich der technisch versierte Ballkünstler in der Winterpause 2014/15 entschied, nicht mehr als Spieler weiter zu machen, sondern nur noch als Trainer, erklärte der Erfolgstrainer des SC Olching nun völlig überraschend, dass er zum Saisonende seinen Abschied bei seinem Heimatverein nehmen werde.   

Überraschend sei seine Rücktrittsankündigung nur für die breite Öffentlichkeit, meinte Held bei Nachfrage des Kreisboten-Mitarbeiters, für die Verantwortlichen des Vereins dagegen nicht. Ursprünglich wollte Held, der seit der Saison 2011/12 die Mannschaft betreut, schon zum Ende der vergangenen Saison aufhören. Doch nach der überragenden Rückrunde in der Bezirksliga in der zurückliegenden Saison, die mit dem direkten Aufstieg in die Landesliga endete, habe er sich noch einmal überreden lassen und noch ein Jahr drangehängt.

 „Ich habe mir schon schwer getan bei meiner Entscheidung“, gestand Held ein. Aber nach dem tollen Erfolg als Meister und Aufsteiger hätte die Ankündigung eines Trainerwechsels zu diesem Zeitpunkt einfach nicht gepasst. „Die ganze Aufstiegs-Euphorie wäre womöglich hin gewesen. Drum haben wir uns geeinigt, die Bekanntgabe meiner Entscheidung noch ein wenig heraus zu schieben.“ Jetzt nach vier ungeschlagenen Spielen in der Landesliga sei die Zeit reif gewesen, so Held. „Denn allzu lange wollten wir auch nicht warten. Der Verein soll genügend Zeit haben, sich in aller Ruhe einen Nachfolger für mich zu suchen.“ Zu seiner sportlichen Zukunft wollte sich der gelernte Industriekaufmann nicht festlegen. „Da ich noch bis Ende Mai 2017 in Olching Trainer bin, mache ich mir jetzt noch keine Gedanken über meine sportliche Zukunft. Damit beschäftige ich mich ernsthaft in der Winterpause. Vielleicht lege ich auch mal eine Pause ein.“

 Mit Sicherheit wird sich der sympathische Fußballer vor Angeboten von anderen Vereinen nicht retten können. Held, der vornehmlich in Geiselbullach und Olching erfolgreich als Trainer und Spieler gewirkt hat, auch mit Geiselbullach schaffte er den Aufstieg in die Bezirksliga, hat auch einst für den SC Fürstenfeldbruck und 1860 München die Fußballschuhe geschnürt. Die Fußball-Experten im Landkreis sind sich aber sicher, dass Peter Held eine neue sportliche Herausforderung suchen und in der nächsten Saison am Spielfeldrand eines anderen Vereins in der Verantwortung stehen wird. Unumwunden gesteht Held ein, dass er sowohl in Geiselbullach, als auch in Olching viel Herzblut investiert habe. „In beiden Vereinen habe ich auch Drumherum viel bewegen können. Das habe ich immer gern gemacht. Ob das auch in einem anderen Verein möglich sein wird, wo ich nur als Trainer dann fungiere, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das muss man abwarten.“

 Angst, dass nach seiner Rücktrittsäußerung zum Saisonende die Olchinger Mannschaft jetzt Schaden nimmt, hat Held nicht. Er glaubt vielmehr, dass sich die Spieler weiterhin voll reinhängen werden. Schließlich verfolgen beide ein Ziel: die erstmals in der Vereinsgeschichte in Olching erreichte Landesliga soll auch noch in der nächsten Saison noch Bestand haben. „Ich möchte an meinen Nachfolger eine Landesliga-Mannschaft übergeben“, so Held.

Dieter Metzler

 

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