Eishockey: Die Mannschaft von Brucks Trainer Stefan Melcher unterlag im Freundschaftsspiel

Unterhaltsame Partie zwischen SC Riessersee und Gastgeber EV FFB

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Die Profis des Zweitligisten aus Riessersee und die Brucker Landesliga-Amateure (bunt gemischt) beim Erinnerungsfoto

Fürstenfeldbruck – Das Ergebnis spielte am dritten Dezember beim freundschaftlichen Vergleich zwischen dem Zweitligisten SC Riessersee (DEL 2) und den drei Klassen tiefer in der Landesliga angesiedelten Gastgebern vom EV Fürstenfeldbruck nur eine untergeordnete Rolle. Die 310 Zuschauer, die trotz Topzuschlag gekommen waren, erlebten im Brucker Freiluftstadion dennoch eine unterhaltsame Partie, auch wenn die Mannschaft von Brucks Trainer Stefan Melcher mit 0:13 (0:3, 0:5, 0:5) Toren verlor.

Mit einem Sieg hatte aber auch wohl niemand auf Seiten der Brucker ernsthaft gerechnet. Als „Spiel des Jahres“ bezeichnete EVF-Präsidentin Gabi Pannek bei der Begrüßung die Begegnung gegen den zehnfachen Deutschen Meister vergangener Tage, das der gemeinsame Sponsor der beiden Vereine, die König-Ludwig-Schlossbrauerei Kaltenberg, möglich machte. Zusätzlich für gute Stimmung sorgte SCR-Geschäftsführer Ralph Bader mit einer noblen Geste, als er dem EVF eine Spende von 500 Euro mitbrachte. Auch hielt der Zweitligist sein Versprechen ein, und trat mit seinem kompletten Zweitliga-Team an, darunter die fünf ausländischen Stars Robby Dee, Andy Bohmbach aus den USA, Lubor Dibelka, Jaroslav Kracik aus Tschechien und Morton Lie aus Dänemark. Sympathisch der Auftritt der Gästemannschaft aus Riessersee während des gesamten Spiels, das eine echte Werbung für den Eishockey darstellte. Der aktuelle Tabellensiebte der DEL 2 ließ sein Können aufblitzen, war technisch sehr visiert, auch wenn er nicht voll zur Sache ging und sich körperlich zurückhielt, spielte aber nicht überheblich oder führte die Gastgeber gar vor. Ein echtes Fairplay-Team. 

Nach der zweiten Drittelpause stellten sich mit Morton Lie, Andy Bohmbach und Bryan Hogan drei der Stars den Autogrammjägern zur Verfügung, die schon ungeduldig warteten. Fast wäre gleich zu Beginn nach dem 0:1-Rückstand Raphael Bschorr der Ausgleich gelungen. Doch der junge Brucker hatte Pech, als die Scheibe gegen die Torstange knallte. Er hätte mit einem Treffer den Gästen eine „Kabinenrunde“ beschert, denn wie Brucks Trainer Stefan Melcher zu berichten wusste, hatte Riessersee die Vorgabe von Trainer Toni Krinner mit auf den Weg bekommen, „der Block, der ein Gegentor zulässt, zahlt eine Kabinenrunde“. „Das ehrt uns natürlich“, meinte Melcher, „besagt es doch, dass Riessersee uns ernst genommen und nicht für Pappnasen gehalten hat.“ Zur Leistung seiner Jungs meinte Melcher, „man hat gesehen, dass meine Spieler alle heiß waren. Im ersten Drittel hat uns Riessersee wohl nicht ganz so ernst genommen.“

 Ausgerechnet das alte ehrwürdige Eisstadion präsentierte sich bei diesem Event nicht von seiner besten Seite. Krächzte anfangs die Lautsprecheranlage erbärmlich, so dass nur unverständliche Töne zu vernehmen waren, so fielen Mitte des zweiten Drittels plötzlich auch noch acht der insgesamt 16 Fluchtlichtlampen aus.

 Dieter Metzler

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