Der 30-jährige Florian Saller spielt seit dem 10. Lebensjahr beim SV Esting Volleyball

Estings Erfolgstrainer

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Florian Saller.

 Esting – Der 30-jährige Florian Saller spielt seit dem zehnten Lebensjahr beim SV Esting Volleyball und hat in diesen zwei Jahrzehnten alle sportlichen Höhen und Tiefen der Volleyballer des SVE hautnah miterlebt. Obwohl er noch einen gültigen Spielerpass besitzt, hat er sich seit der vergangenen Saison ausschließlich aufs Trainieren konzentriert.

 „Nur im Notfall wollte ich noch eingreifen“, so Saller. Doch das brauchte der Olchinger, der an der Hochschule München „Master Soziale Arbeit“ studiert, in der zurückliegenden Saison nicht einmal. So führte er als „Doppeltrainer“ in der unlängst zu Ende gegangenen Saison zunächst die zweite Mannschaft der Volleyballfrauen zur Meisterschaft in der Bezirksliga und damit zum Aufstieg in die Landesliga. Bereits im vergangenen Jahr gelang Saller mit dem Landesliga-Männerteam der Aufstieg in die Bayernliga.

Nach einem stotternden Start wusste sich der Aufsteiger zu steigern und rollte das Feld quasi von hinten auf. Am letzten Spieltag stand Esting als Zweiter fest. In der anschließenden Aufstiegs-Relegation in eigner Halle war die Mannschaft allerdings dem Nord-Zweiten TSV Eibelstadt in drei Sätzen klar unterlegen. Man habe zu Saisonbeginn kurzfristig daran gedacht, auf den Aufstieg zu verzichten, ließ Saller die Saison beim Männerteam Revue passieren.

Durch Auflösung der zweiten Mannschaft habe man aber mit Felix Müller-Spanka, Felix Saller und Danilo Tröbs zum Kader der fünf Spieler aus der vergangenen Saison (Michael Böllmann, Christof Schiffer, Veit Kohler, Philip Schultheiß, Jörg Fries) sowie sechs Neuzugängen quasi in letzter Minute einen ausreichenden Kader zusammenbekommen. „Unser Saisonziel als Aufsteiger konnte nur Klassenerhalt lauten“, gab Saller die Marschroute an. Und nach einem Auftaktsieg über Vaterstetten verlor die Mannschaft dann auch gleich viermal in Folge zu null. „Wichtig war, dass wir in dieser Phase nicht die Geduld verloren“, meinte Saller. „Immerhin hatte die Hälfte der Mannschaft noch nie so hochklassig gespielt.“

 Die Geduld und fleißiges intensives Training zahlten sich letztlich aus. Was folgte waren sieben Siege in Folge und bis zum Ende der Bayernliga-Saison kassierten die Saller-Jungs nur noch zwei Niederlagen gegen Herrsching II und Garching. Er sei nicht überrascht über den Erfolg der Mannschaft, denn er habe immer gewusst, dass die Spieler das Potential hat. „Auch wenn wir teilweise belächelt wurden, die Mannschaft hat sich den Erfolg verdient“, so Saller. „Ich glaube auch nicht, dass eine andere Bayernliga-Mannschaft stets zwölf Leute im Training hatte. So konnten wir stets gut arbeiten, und letztendlich hat sich der Aufwand gelohnt.“ Auch wenn es trotz einer top Vorbereitung am Ende nicht zum Aufstieg gereicht hat, so war die Erfahrung, die die junge Mannschaft gemacht hat, für alle Spieler und für Saller wertvoll. „Natürlich wollten wir das Relegationsspiel gewinnen und aufsteigen. Das haben wir leider nicht geschafft, aber deswegen geht die Welt für uns nicht unter.“

 Dieter Metzler

 

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