Wasserballer der Wasserratten FFB  - Zum Saisonende zwei deutliche Ergebnisse

 Saisonziel erreicht - Dritter

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Saisonziel erreicht - Wasserballer der Wasserratten FFB.

 Fürstenfeldbruck - Die Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserratten beenden die Oberliga-Saison als Dritter. In den beiden abschließenden Partien deklassierten sie zunächst Augsburg deutlich mit 21:6 (4:1, 4:1, 7:3, 6:2), gegen Meister SV Weiden II unterlagen die Brucker nach kämpferischer Leistung 5:15 (0:4, 1:3, 2:5, 2:3).

  „Wir haben erneut den dritten Platz erreichen und uns damit als erste Kraft hinter den überragenden Teams aus Weiden und Nürnberg behauptet. Die Mannschaft hat insgesamt eine tolle Saison gespielt“, findet Trainer Clemens Satzger. Gegen Augsburg gingen die Brucker als klarer Favorit ins Spiel. Die Fuggerstädter haben eine sehr erfahrene Mannschaft – die konditionell allerdings Defizite hat. Das zeigte sich dann auch in der Partie. Von Beginn an dominierten die Wasserratten und führten nach Toren von Fabian Kautz, Sven Kesberger und zwei Treffern von Satzger bereits nach dem ersten Viertel mit 4:1. Diesen Vorsprung bauten die Wasserratten kontinuierlich weiter aus. „Wenn wir am Tempo gedreht haben und die Konter konsequent geschwommen sind, hatte Augsburg schnell Probleme“, bilanziert Wasserratten Vizepräsident Thorsten Schulz, der sich in dieser Phase allerdings über die fahrige Chancenverwertung der Mannschaft ärgerte. An der erfolgreichen Spieltaktik änderten die Gastgeber logischerweise auch in den weiteren Vierteln nichts und gewannen so letztendlich auch in dieser Höhe verdient mit 21:6-Toren. „Wir hätten das Ergebnis sicherlich noch deutlicher gestalten können, wenn wir in der einen oder anderen Situation konzentrierter gewesen wären.

 Aber letztendlich hat die Mannschaft das sehr souverän gespielt“, bilanziert Schulz. Auffällig war dabei erneut die sehr geschlossene Leistung des Teams. Außer Tormann Axel Steinbach traf jeder der zwölf Spieler. „Wir haben über die Saison als Mannschaft immer besser zusammengefunden. Die Geschlossenheit ist sicherlich eine unserer Stärken, indem es nicht den einen alles überragenden Spieler gibt, sondern mehrere von uns Treffer erzielen können“, so Satzger. Ein Sonderlob von Trainer Schulz erhielt Jugendspieler Fredi Heusmann. Der 16-Jährige erzielte einen Treffer selbst und bereitete mehrere Tore vor. „Fredi war sehr präsent, hat sich gezeigt und den Ball gut verteilt“, resümiert der Münchner Anwalt. Eine gänzlich andere Ausgangslage erwartete die Brucker am Sonntag beim Gastspiel in Weiden. Der Gegner ist die Reservemannschaft des Bundesliga-Absteigers und dominierte die Oberliga nach Belieben. Die Brucker dagegen konnten nur auf acht Spieler zurückgreifen. „Das Spiel sollte eigentlich Ende April stattfinden.

An dem Termin wären wir auch komplett gewesen. Wegen eines Trainingslagers hat Weiden das aber einfach spontan abgesagt und verschoben. Mit der Konsequenz, dass wir leider sehr ersatzgeschwächt anreisen mussten“, ärgert sich Wasserballwart Christian Bews. Dennoch zogen sich die acht Wasserratten bei der 5:15-Niederlage sehr achtbar aus der Affäre. „Wenn man bedenkt, dass Augsburg in Weiden mit 4:37 versenkt wurde und München mit kompletter Mannschaft ein 3:21 kassiert hat, dann war das richtig stark von uns“, bilanzierte ein sichtlich erschöpfter Bews nach dem Spiel. Denn aufgrund der dünnen Personaldecke mussten Bews, Andreas Peters, Markus Hillmeier und Fabian Kautz sogar durchspielen. „Ein komplettes Spiel ohne Pause gegen eine Bundesliga-Reserve, die sau schnell umschaltet und jeden Konter schwimmt – das ist schon eine sehr spezielle Erfahrung“, schnauft Kautz. Herausragende Wasserratten-Akteure am Sonntag waren Schlussmann Axel Steinbach und der Landsberieder Markus Hillmeier. „Dass Axel heute Gelegenheit erhalten würde, um sich auszuzeichnen, war schon vorher klar. Aber er hat das prima genutzt.

Da waren schon eine ganze Reihe starker Paraden dabei“, lobt Bews. Hillmeier dagegen unterstütze die Mannschaft im Feld, erkämpfte in der Abwehr mehrere wichtige Bälle, keuchte bei nahezu jedem Angriff ganz nach vorne, war dort eine wichtige Anspielstation und erzielte zudem einen der Treffer. Auch Philipp Tomac präsentierte sich stark, erarbeitete gegen den guten Gegner mehrere Tormöglichkeiten von denen er eine selbst nutzte. „So ist es halt im Sport. Mal gewinnst du deutlich – und mal verlierst du halt dann auch“, sagt Bews nach den beiden Partien. Das deutlich wichtigere Spiel für die Wasserratten war dabei aber der Kantersieg gegen Augsburg. Denn nach dieser Partie stand der dritte Tabellenplatz bereits fest. „Dritter in der Oberliga Bayern zu bleiben ist schon eine gute Leistung von dem Team. Ich bin mit der Saison insgesamt sehr zufrieden“, resümiert Satzger. Vizepräsident Schulz findet, „dass sich unsere jungen Mannschaft im Saisonverlauf in mehreren Punkten gesteigert hat.

Wenn wir nun noch einen Schritt nach vorne machen, ist in der kommenden Saison vielleicht sogar noch mehr drin.“ SVFW vs. SV Augsburg: Steinbach, Müller (2), Peters (2), Knall (1), Kesberger (3), Heusmann (1), Satzger (3), Kautz (1), Hillmeier (3), Tomac (1), Bews (2), Strecker (2) SVFW vs. SV Weiden II: Steinbach, Hillmeier (1), Kautz (2), Heusmann, Peters (1), Sandor, Tomac (1), Bews

Fabian Kautz

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