EVF gewinnt erst in der Verlängerung mit 3:2 gegen Tabellenschlusslicht

Füssen tut sich gegen Weiden schwer

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Der Kapitän des EV Füssen, Eric Nadeau (links), startet einen Angriff auf das Gehäuse der Blue Devils aus Weiden.

Füssen – Mit den Blue Devils Weiden und den Selber Wölfen hatte es der EV Füssen am Wochenende mit zwei sehr unterschiedlichen Gegnern zu tun. Während Weiden als Tabellenletzter am Kobelhang antrat, will Selb als Tabellen-Vierter noch in den Kampf um den zweiten Platz eingreifen.

Eines hatten beide Spiele jedoch am Ende gemeinsam: Der große Befreiungsschlag ist für die Leoparden ausgeblieben. Zwar verkauften sie sich beim Favoriten aus Oberfranken sehr gut und unterlagen nur knapp mit 3:4, beim Heimspiel gegen die Blue Devils hatten sie mehr Mühen als erwartet und siegten erst in der Verlängerung mit 3:2. 

Da der Tabellenletzte ersatzgeschwächt mit einem kleinen Kader angetreten war, lag die Favoritenrolle in dieser Begegnung eigentlich klar bei den Füssenern. Doch es zeigte sich schnell, warum die Leoparden die ersten drei Partien gegen die Oberpfälzer verloren hatten. Mit gutem Defensivspiel und schnellen Kontern stellten die Gäste den EV Füssen immer wieder vor Probleme. Der war spielbestimmend und machte mit vier Sturmreihen immer wieder Tempo, vor dem gegnerischen Tor blieb jedoch vieles Stückwerk. 

Die Chancenverwertung ließ wieder einmal zu wünschen übrig. So wirkte der Führungstreffer durch Vladimir Kames (Burnell, Kink) in der 15. Minute wie eine Erleichterung für das Team von Markus Gmeiner. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts vergab jedoch der spielfreudigste EVF-Stürmer Sascha Golts die große Chance zum zweiten Treffer. Und der 42-jährige Routinier stand auch im zweiten Drittel im Blickpunkt. Zuerst scheiterte er erneut aus kurzer Distanz am gegnerischen Torhüter, zwei Minuten später dann auch noch am Torpfosten. Auf der Gegenseite visierte Weidens Topscorer Waldowsky ebenfalls das Gestänge an. 

Es sollte bereits ein erster Warnschuss sein, denn die Gäste kamen nun vermehrt zu Chancen. Nachdem es den Füssener nicht gelang die Scheibe vor dem Tor zu klären, erzielte Firsanov in der 37. Spielminute per Abstauber den Ausgleich. Die Leoparden waren nun deutlich verunsichert. Das zeigte sich kurz vor Ende des Drittels, als es Waldowsky in Füssener Überzahl gelang einen Fehlpass aufzunehmen, und den Alleingang zum 2:1 abzuschließen. 

Eine kalte Dusche für die heimische Vertretung, die sich noch weit in den letzten Abschnitt hinein bemerkbar machen sollte. Denn zwar drängten die Schwarz-Gelben ständig auf das gegnerische Tor, zündende Ideen blieben jedoch im Abschluss Mangelware. Erst eine ganze Reihe von Strafzeiten gegen die nun kräftemäßig abbauenden Gäste brachte doch noch den Ausgleich. 

In der 57. Minute nutzte George Kink (Josh Burnell, Eric Nadeau) die dritte Strafe in Folge gegen Weiden zum 2:2. Damit blieb es bis zum regulären Ende der Partie. Und hier erzielte Torjäger Burnell bei einem schnellen Angriff nach zwei Minuten auf Zuspiel von Nadeau und Vladimir Kames doch noch den Siegtreffer. 

Zwei Zähler brachte das Spiel für die Füssener und die Erkenntnis, dass man gegen Weiden gewinnen kann. Der mögliche Gegner in den Play-Downs kann jedoch sehr unangenehm werden. In Selb gerieten die Füssener durch zwei Tore in Unterzahl mit 0:2 in Rückstand. Diesem liefen sie das ganze restliche Spiel hinterher und schafften dreimal auch den Anschluss, aber nicht den Ausgleich. 

Martin Pfohmann, Josh Burnell und Sascha Golts mit seinem ersten Treffer in dieser Saison waren für die Leoparden erfolgreich. Am kommenden Wochenende gibt es nun zwei weitere Kräftemessen mit den Topteams der Liga. So geht es am Freitag, 30. Januar, zum Tabellenführer EHC Freiburg ehe am Sonntag, 1. Februar, der Tabellenzweite Regensburg in Füssen gastieren wird.

mil

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