EV Füssen scheitert in den Play-offs

Sechs verletzte Stammspieler hat zur Zeit der EV Füssen. Gegen die Selber hatten die Füssener damit im letzten Play-off-Spiel keine Chance. Foto: Archiv

Selb – Mit einer 4:11-Niederlage in Selb hat der EV Füssen am Freitag das fünfte und letzte Play-off-Spiel verloren. Die Saison 2012/2013 ist damit für die Leoparden beendet. Rund 2500 Zuschauer sahen ein ereignisreiches Spiel.

Nach nur 16 Sekunden ging Selb schon in Führung. Der Treffer durch Achim Moosberger fiel, nachdem es Füssen fünf Sekunden vorher nicht gelang die Möglichkeit zur Führung zu nutzen.  In der sechsten Minute hatte Selb Pech mit einem Pfostenschuss. Die zweite Strafzeit gegen Füssen nutzten sie dann zum 2:0 in der 10. Minute. Nach einem Foul an Marius Nägele hatte Füssen einen Verletzen mehr. Der Verdacht auf Innenbandriss ließ keinen Einsatz mehr zu. Aber nicht erst nach dieser Strafe zeigte Marko Suvelo im Tor der Selber seine Klasse. In der 14. Minute musste er sich dann aber doch geschlagen geben, als Sascha Holz (Eric Nadeau, Sebastian Wolsch) den Anschlusstreffer erzielte. Doch es dauerte nicht einmal eine Minute, da gelang  Förderlizenzspieler Achim Moosberger aus Bietigheim im Nachschuss sein zweites Tor. Daraufhin verließ der Füssener Torwart Andre Irrgang sein Gehäuse. Doch schon nach knapp vier Minuten musste sich Goalie Andreas Jorde bei einem Penalty durch Moosberger geschlagen geben. Im zweiten Abschnitt kam Füssen besser ins Spiel, scheiterte aber immer wieder an Suvelo. Erst als Sascha Holz ausgebremst wurde, nutzte er den Penalty zum zweiten Füssener Treffer. Doch schon zwei Minuten später schoss Kyle Piwowarczyk das 5:2 für die Wölfe. Das kurioseste Tor an diesem Abend fiel dann bei einer gegen Selb angezeigten Strafe. Andi Jorde ging für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Kapitän Eric Nadeau spielte die Scheibe zur blauen Linie zurück, doch dort stand wider Erwarten keiner seiner Mitspieler, so dass die Scheibe über das ganze Spielfeld in sein eigenes Tor trudelte. Der Schiedsrichter erklärte diesen Treffer für gültig. Eine frühere Regel, dass bei einer gegen eine Mannschaft angezeigten Strafe dieser kein Treffer zugesprochen werden kann, wurde laut dem Schiedsrichterbeobachter vor ein paar Jahren geändert. Nachdem als Letzter vor Eric Nadeau der Selber Suvelo am Puck war, wurde dieser als Torschütze vermerkt, da es im Eishockey kein offizielles Eigentor gibt. In der 36. Minute kam Dennis Schiener zum siebten Treffer. Füssen gelang es hingegen nicht den Torhüter Suvelo zu überwinden. Anschließend erzielte der flinke Jared Mudryk den achten Treffer für Selb. Ein wenig Hoffnung keimt bei den Fans auf, als Dominik Meisinger (Peter Meier) kurz darauf den dritten Treffer der Füssener erzielte, doch Peter Hendrikson schockte die Füssener mit dem neunten Tor. In der 53. Minute kam Meisinger (Meier und Matthis Ziegler) zu seinem zweiten Tor, doch nur zwei Minuten später erhöhte Eric Neuman mit einem „Shorthander“ die Selber Führung. Als Füssen wegen zwei Strafen gegen Mayr und Linden in doppelter Unterzahl auf dem Eis stand, stillten die Selber ihren Torhunger mit dem elften Treffer in der 60. Minute. Nach dem Spiel meinte der Selber Trainer Cory Holden, „dass das Spiel nicht so einfach war wie das nach dem Ergebnis zu vermuten ist. Torwart Suvelo war der Garant für unseren Sieg. Auch konnte ich erstmals auf vier Reihen zurückgreifen.“ Heute ging „alles schief, was nur schief laufen konnte“, meinte der Füssener Coach, Dave Rich. „Ein solcher Treffer wie der sechste ins eigene Tor habe ich noch nie gesehen. Sechs Stammspieler sind einfach nicht zu ersetzen. Gerade in den Play-off hast du mit so vielen Verletzten letztendlich keine Chance, im übrigen sind wir immer wieder an Top-Torwart Suvelo gescheitert.“ Auf die Frage, ob die Gerüchte stimmen, dass er nächste Saison nicht mehr Trainer in Füssen sein werde, antwortete Dave Rich nur, dass er einen Vertrag habe. Weiter wolle er sich zu diesem Thema nicht äußern. dg

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