Royal Bavarians gewinnen 19:5 gegen die Ulm Falcons

Die Offensive schwächelt

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Kai Bindemann schlägt den Ball im zweiten Spiel gegen Ulm weit über die Outfieldbegrenzung. Damit sorgt er für eine 2:0-Führung der Füssener.

Füssen – Am Sonntag traten die Füssen Royal Bavarians bei den Ulm Falcons zum Schwaben-Duell an. Während sie das erste Spiel locker mit 19:5 gewannen, taten sie sich in der zweiten Parie enorm gegen den linkshändigen Werfer Bela Cluse schwer.

Am Ende mussten sie sich knapp mit 4:5 geschlagen geben. Lange Zeit sah es nach einem Regen-Aus aus, doch am Ende spielte das Wetter soweit mit, dass beide Spiele ohne Unterbrechung durchgespielt werden konnten.Ohne Alexander Howard, der berufsbedingt fehlte, musste Coach Bindemann seinen „Pitching-Plan“ (Wurf-Plan) anpassen und schickte James Starek im ersten Spiel auf den Werferhügel. Er musste gegen Ulms Nummer eins Andy Orfanakos ran. Beide gaben sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Regen und Wind machte es beiden Defensiven nicht einfach den Ball unter Kontrolle zu bringen und so schlichen sich unerwartet oft Fehler auf beiden Seiten ein. 

Der Knoten platzt 

Erst im sechsten „Inning” (Spielabschnitt) konnten die Allgäuer erstmals mit zwei „Runs” (Punkten) Vorsprung in Führung gehen, so dass es 6:4 stand. Im siebten Inning platzte dann aber endgültig der Knoten bei den Füssener Schlagleuten. Es setzte einen hart geschlagenen Ball nach dem anderen. Orfanakos wurde erst von Georg Oberst abgelöst, der Füssen aber auch nicht stoppen konnte. Am Ende musste sogar Trainer Senad Sekic auf den Werferhügel. Erst er konnte nach Müh und Not seine Männer aus dem Inning bringen. Fazit des Innings waren 13 Runs für Füssen. 

Starek blieb dann auch im siebten Inning auf dem Werferhügel und fuhr den Sieg sicher nach Hause – Endstand 19:5. „Wir haben anfangs alles andere als gut gespielt, aber wir haben gekämpft und sind dran geblieben, das lobe ich mir. Am Ende wurden wir dafür belohnt“, ist Coach Kai Bindemann mit dem Ausgang des Spiels zufrieden. 

Im zweiten Spiel gegen Ulm bekam Thomas Haf das Vertrauen der Coaches, um den fehlenden Alexander Howard zu vertreten. Bereits im ersten Inning drosch der wohl gefürchtetste Schlagmann der Liga, Kai Bindemann, den Ball weit über die „Outfieldbegrenzung“ (Outfield: Außenverteidigung) zu einem „Zwei-Run-Homerun“ und brachte sein Team mit 2:0 in Führung. Haf machte seine Sache sehr gut und musste erst im dritten und vierten Inning insgesamt fünf Runs abgeben. 

Füssen tut sich schwer 

Füssen verkürzte zunächst auf 3:5, tat sich aber weiterhin gegen den linkshändigen Werfer Bela Cluse enorm schwer. Zudem landeten viele Bälle direkt in den Handschuhen der Ulmer Verteidigung. So auch im siebten Inning. „Lead-Off“ Alp Dagistans hart geschlagener Ball im Handschuh des „Leftfielders“ landete. Simon Lechner und Paul Phillips kamen danach mit „Basehits“ (Schlag des Batters, der damit das erste Base erreicht) auf „Base“ (sicherer Standpunkt). 

Ein weiterer Schlag von Zacek wurde erneut gefangen, sorgte aber für den 4:5-Anschluss. Bindemann bekam daraufhin seinen dritten intentional „Walk“, d.h. die Ulmer haben ihn aus taktischen Gründen kostenfrei auf Base gelassen. Ein gut getroffener Ball von Cedric Igelspacher wurde von Ulm erneut in ein „Aus“ verwandelt und beendete die Partie mit einer knappen, unglücklichen 4:5-Niederlage der Füssen Royal Bavarians. 

„Ulm hat gut gespielt, aber wir müssen trotzdem gewinnen. Wir haben es in sieben Innings nicht geschafft uns auf den Pitcher einzustellen, das ist nicht akzeptabel“, zeigte sich Bindemann nach dem Spiel nicht zufrieden mit der Offensivleistung seiner Mannschaft. An diesem Wochenende haben die Royals spielfrei, ehe es am Samstag, 16. Mai, zum zweiten Liga Absteiger nach Baldham geht. Das nächste Heimspiel der Füssen Royal Bavarians findet am Sonntag, 7. Juni, gegen die München-Haar Disciples II statt. Das erste Spiel beginnt um 13 Uhr, das zweite um 15.30 Uhr.

kb

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