Deutsches U18-Team verpasst Aufstieg

Larissa Swikull aus Pfronten bleibt heiße Kandidatin fürs deutsche Frauen-Team. F: cf

Füssen – Die Mädels des U18-Eishockeyteams  mussten sich bei der B-WM in der Füssener Arena mit Bronze zufrieden geben. Der 2:1-Overtime-Sieg gegen die Schweiz war zu wenig, um den Aufstieg nach dem 2:3 gegen die Französinnen doch noch zu sichern. Die Schweiz steigt auf, Frankreich holte Silber.

Es gab Tränen nach der ersten deutschen Niederlage. Die Französinnen und ihre zahlreichen Fans feierten in der Arena am Mittwochabend den knappen Erfolg gegen das deutsche Team. Damit hatten sich die Französinnen den Klassenerhalt gesichert. Damit, dass sie am Ende nach einem 5:0 gegen Norwegen sogar Zweiter werden würden, rechnete zu diesem Zeitpunkt niemand. Abgestiegen sind die vom deutschen Team mit 10:0 geschlagenen Britinnen. Die deutschen Mädels konnten Trost bei den Eltern finden, die nach Füssen zur WM gekommen waren und ihnen gegen die Französinnen die Daumen drückten. „Ihr schafft das“, munterte Dirk Swikull seine Töchter im Nationaltrikot kurz nach der 2:3-Frankreich-Niederlage auf. 

Gegen die Französinnen hatten sich die Pfrontener Swikull-Schwestern und ihre Partnerinnen in der Sturmreihe viele gute Chancen herausgespielt, doch im Tor der Gegnerinnen stand die beste Spielerin am Mittwochabend. Außerdem wirkten die kampfstarken und schnellen Französinnen frischer. „Unsere Mädels waren nach dem knappen Sieg am Dienstag gegen die Slowakei müde“, versuchte Goalie-Trainer Andreas Jorde die klare Dominanz der Französinnen zu erklären. 

„Essen, trinken, schlafen: Erholung“, so beschrieb Trainer Benjamin Hinterstocker das lockere Programm vor dem Finale am Freitag gegen die Schweizerinnen. Diese für das deutsche Team fünfte Begegnung war das letzte Spiel im WM-Turnier. Die deutschen Mädels brauchten gegen die Schweizerinnen einen Sieg, um in Füssen die Mission „Wiederaufstieg“ mit Erfolg abzuschließen. „Wir greifen an“, erklärte Coach Benjamin Hinterstocker. Deutschland musste hier in der regulären Spielzeit gewinnen, um als Aufsteiger festzustehen, und machte daher sofort Druck. Folge war das 1:0 durch die Berlinerin Emily Nix. Ein Überzahlspiel verhalf der Schweiz zum 1:1-Ausgleich durch ihren Star Janine Müller. 

Das zweite Drittel blieb torlos. Im dritten Drittel wurde das Spiel dann dramatisch. Alena-Laura Hahn brachte Deutschland kurz vor Schluss mit 2:1 in Führung. Die Schweiz aber schaffte in der regulären Spielzeit noch den Ausgleich. Dieses Mal war es Alina Müller, die Deutschlands jetzt ins Mark traf. Das 3:2 durch Nicola Eisenschmid vom ECDC Memmingen machte Deutschland zwar zum Sieger und doch kam bei den Spielerinnen und den Trainern natürlich keine Freude auf: beim Aufstieg musste das deutsche Team den Schweizerinnen den Vortritt lassen. cf

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