EV Füssen besiegt den EV Pfronten mit 7:4 und den SC Forst mit 6:0

Hart umkämpfter Sieg zum Saisonauftakt

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Die Füssener versuchen sich am Pfrontener Tor durchzusetzen.

Pfronten – Mit Nachbarschaftsderby sind der EV Pfronten und der EV Füssen in die Landesligasaison gestartet. Das wollten sich 1300 Zuschauer nicht entgehen lassen. Diese bekamen ein spannendes Spiel zu sehen, das am Ende der EV Füssen mit 7:4 für sich entschied.

Das Nachbarschaftsderby war bereits seit Wochen ausverkauft, an der Abendkasse gab es nur noch Restkarten. So vermeldete der Stadionsprecher im Laufe des Abends 1300 Zuschauer. Zwar favorisiert, waren die Füssener doch durch Sperren und angeschlagene Spieler etwas geschwächt. So bekamen die Zuschauer ein schnelles, spannendes und teilweise auch körperbetontes Derby zu sehen. Die Gäste vom Kobelhang begannen sofort druckvoll und suchten den Torerfolg. Bereits nach vier Minuten überwand Marc Besl (Krötz/Oppenberger) Pfrontens Torhüter Andi Jorde zum ersten Mal. Und es ging Schlag auf Schlag weiter.

In der fünften Minute nutzte Füssen eine Überzahlsituation, und erneut war es Marc Besl (Krötz/Bühler), der auf 2:0 erhöhte. Allerdings hatten die Falcons die passende Antwort parat. Nur 44 Sekunden später verkürzte Thomas Böck (Poloczek/Ziegler) auf 1:2. Doch nur 41 Sekunden später stellte Florian Simon mit seinem glücklichen Treffer zum 3:1 den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Der Puck rutschte im Gewühl vor dem Pfrontener Gehäuse durch die Schoner von Andi Jorde. So fielen in zwei Minuten und 51 Sekunden insgesamt vier Tore.

EVP gelingt Ausgleich

Anschließend fingen sich allmählich beide Defensivabteilungen, so dass der nächste Treffer erst in der 14. Minute fiel. Timo Stammler erkämpfte sich an der eigenen blauen Linie den Puck, saß Joel Titsch mitgehen, passte auf dessen Schläger, so dass Titsch auf 2:3 verkürzen konnte. Bereits in der 22. Minute erhöhte Füssen allerdings auf 4:2. Vincent Wiedemann hieß der durchaus glückliche Torschütze.

Doch anschließend häuften sich die Strafzeiten. Eine solche nutzte Pfrontens Florian Häfele in der 30. Minute zum schön herausgespielten 3:4-Anschlusstreffer. Und in der 39. Minute folgte dann der Paukenschlag: Nach zwei abgelaufenen Strafzeiten wegen „übertriebener Härte“ für jeweils beide Mannschaften erkämpfte sich Pfrontens Stürmer Thomas Böck an der eigenen blauen Linie den Puck, sprintete seinem Gegenspieler Marc Besl davon und verwandelte zum 4:4-Ausgleichstreffer.

In der darauffolgenden Drittelpause sah man im Stadion zwei grundverschiedene Gesichtsausdrücke: Freudig-erwartungsvoll bei den Pfrontener Anhängern und ungläubig-betrübt bei den EVF-Fans. Doch die hatten kurz nach Wiederanpfiff einen Grund zum Jubeln. Erneut war es Marc Besl (Nadeau), der Andi Jorde in der 45. Minute überwand.

Eine Minute später kam es wohl zur spielentscheidenden Szene. Pfrontens Yannick Poloczek fuhr Füssens Prantl übermotiviert in die Bande und erhielt dafür Fünf-Strafminuten-Plus-Spieldauer wegen Checks von hinten. Der EV Füssen ließ sich diese Chance nicht entgehen und Mauro Seider stocherte in der 48. Minute den Puck zum 6:4 ins Tor, nachdem er von seinem Mitspieler Prantl angeschossen wurde.

Und auch die nächste Überzahlsituation ließen die Gäste nicht ungenutzt. Pfrontens Fabian Weißenberger hatte sich gerade auf die Strafbank gesetzt, als Füssens Marvin Schmid die Scheibe zum 7:4-Endstand im Pfrontener Gehäuse unterbrachte. Es war ein friedliches und spannendes Eishockeyfest ohne größere Probleme. Nur bei der Pressekonferenz kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen einigen Zuschauern.

Schwerer Start für EVF

Während der EV Pfronten erst am kommenden Freitag, 14. Oktober, gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm ran muss, fuhr der EVF bereits am Sonntag nach Peißenberg, um gegen den SC Forst anzutreten. Die Füssener taten sich in dieser Partie vor 250 Zuschauern zunächst ziemlich schwer und hatten Probleme mit dem intensiven Forechecking der Gastgeber. Die erste Torchance gehörte dadurch auch den „Nature Boyz“. Füssen fand nur schwer ins Spiel, und vergab zunächst drei Überzahlsituationen.

Nach der Führung in der 14. Minute wurden die Aktionen der Gäste aber immer sicherer. Mit schnellen Angriffen stellte Füssen im zweiten Drittel die Forster vor immer größere Probleme. Nach einem Doppelpack stand es schnell 3:0 für Füssen. In der Folge scheiterte der klar überlegene EVF aber immer wieder am starken gegnerischen Torhüter, der einige Paraden auspackte. Erst vier Sekunden vor Drittelende gelang in Überzahl das überfällige 4:0.

Im letzten Abschnitt legten die Füssener noch zwei weitere Treffer, einen davon in Überzahl, zum 6:0-Endstand nach. Ansonsten gab es nur noch einige Härten, die dafür sorgten, dass beide Strafbänke nur selten verwaist waren. Mit einem starken „Save” kurz vor Spielende verdiente sich Fabian Schütze im Füssener Tor auch seinen „Shutout” redlich. Die Tore für den EV Füssen erzielten Marc Besl und Nikolas Oppenberger, die jeweils zwei Mal trafen, sowie Ron Newhook und André Bühler.

Marcell Felske/Michael Lang

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