FC Füssen rückt dem Aufstieg näher

Matthias Günes irritiert die Heimertinger Abwehr entscheidend, so dass Sebastian Wörle kurz darauf das Tor zum 1:0 einleiten kann. Foto: Peter Roth

Ronsberg – Der FC Füssen ist weiter auf Aufstiegskurs: Einen 1:0-Sieg haben die Schwarz-Gelben am Mittwoch gegen Heimertingen eingefahren. Das Tor bereitete Sebastian Wörle vor. Sein Freistoß in der 84. Minute fand dank der gegnerischen Hilfe den Weg ins Tor der Heimertinger.

Zuvor verlief die Partie aber weitgehend ausgeglichen. Mit mehr Glück und besserer Konzentration hätte auch Heimertingen vor 500 Zuschauern zum Erfolg kommen können. Für den Zweiten aus der Kreisliga Mitte ist der Zug in Richtung Bezirksliga Süd jetzt bereits abgefahren. Die Füssener Mannschaft aber steht schon im Halbfinale, das am Samstag auf neutralem, Platz in Heimertingen ausgetragen wird. Gegner ist der TSV Nördlingen II. Nach dem umjubelten 1:0-Heimsieg der Füssener gegen den SC Ronsberg zum Saisonende, war vor dem FC Clubheim oft der Satz zu hören: „Wir sehen uns Dienstag im Günztalstadion.“ Damit spielten die Gäste, die dem Abstieg entronnen sind, nicht auf eine Revanche an. 

Umstellung klappt 

Sie wollten an diesem Abend miterleben, wie sich Füssen in der Relegation gegen den FC Heimertingen präsentieren würde. Für den Zweiten der Kreisliga Mitte sprach vor allem das Torverhältnis von 85:35. Der FC Füssen verfügt dagegen über eine variable Abwehrkette, die es dem gegnerischen Sturm schwer macht, einen Torerfolg zu feiern. Trainer Uygur musste gegen Heimertingen allerdings Stammspieler Lukas Ilg und dazu im Sturm Lucas Jansen ersetzen. Denn der Beruf ging vor. Doch die Umstellung funktionierte. „Jeder unserer Spieler war klasse. Jeder hat in diesem 96 Minuten dauernden Kampfspiel für seinen vorbildlichen Einsatz ein Kompliment verdient“, so Vorsitzender Rudolf Vieweger. „Die Mannschaft hat Siegeswillen gezeigt – dafür wurde sie belohnt. Wir sind stolz auf diese Leistung nach den englischen Wochen.” 

Pünktlich zur Relegation konnte auch Stefan Schenk sein Können voll abrufen. Gegen Heimertingen feierte er ein gutes Comeback in der Defensive. „Sehr souverän“, kommentierte Manuel Günes den Einsatz von Schenk in der Abwehrreihe. „Seine große Erfahrung kommt der Mannschaft definitiv jetzt zugute“, meinte der Spielausschussvorsitzende. Wie schnell und Ball gewandt er ist, zeigte Talent Daniel Raschke aus den Reihen der A-Junioren vor allem bei den Angriffen in der zweiten Halbzeit, als Füssen immer stärker dominierte und die Entscheidung suchte, die noch vor den sechs Minuten Nachspielzeit fallen sollte. Beim harten Kern der Fans des FC Füssen kam diese Einstellung gut an. 

Beim Spiel am Samstag sollten die Schwarz-Gelben ihre Torchancen allerdings bessern nutzen als zuletzt. Große Möglichkeiten gab es für beide Teams, in dem hart, aber fair geführten Match. Dabei zeigte auch der Unparteiische eine gute Leistung. Er zog konsequent die gelbe Karte: fünf für Füssen und fünf für Heimertingen. 

„Kompliment an Ronsberg, das sich hier als Austragungsort eine Bestnote verdient hat“, erklärte Vieweger im Gespräch mit dem Kreisboten. „Für uns war ganz wichtig, dass unsere Physiotherapeutin beim erst zweiten Einsatz ihre Arbeit wirklich sehr gut gemacht hat. Der Relegationsauftakt forderte unseren Spielern alles ab.” 

Ruhig kommentierte Coach Uygur den Sieg seiner Mannschaft: „Die Umstellung nach den ersten 45 Minuten hat sich ausgezahlt. Wir bekamen dadurch die zweite Luft, machten viel Druck und der gute Gegner hielt konditionell nicht mehr mit.“ Ob der FC weiter auf Aufstiegskurs bleibt, wird sich am Samstag,  30. Mai, um 16 Uhr in Heimertingen zeigen. kb

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