Bayerische Florettmeisterschaft: Nach schwacher Vorrunde siegt Vreni Bruckdorfer im Finale

Bruckdorfer verteidigt Titel

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Heiße Kämpfe liefern sich die bayerischen Fechter bei der Meisterschaft in Füssen.

Füssen – Sehr gut lief die bayerische Florettmeisterschaft am Wochenende für eine elfjährige Schülerin der TSG Füssen: Vreni Bruckdorfer verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr dank einer Leistungssteigerung nach eher schwachen Vorrunden-Gefechten.

Die TSG Füssen richtete die Meisterschaft heuer in der Turnhalle des Gymnasiums aus, die organisatorisch gut ablief. Für Freude und sogar Jubel im Füssener Lager mit den beiden Trainerinnen Gabriele Weber und Angelika Wiesmüller sorgte bei dem zweitägigen Turnier auch der Bronze-Gewinn von Lukas Böck.

Große Leistungsdichte

 Nach Angaben des Veranstalters beteiligten sich 173 Fechterinnen und Fechter aus 29 Vereinen an der bayerischen Meisterschaft. „Die Titelgefechte der Sportlerinnen und Sportler wurden in unterschiedlichen Altersklassen ausgetragen“ erklärte Trainerin Wiesmüller gegenüber dem Kreisboten. „Unsere Meisterin Vreni Bruckdorfer gehört zum ältesten Jahrgang der Schülerinnen“, so Wiesmüller weiter. „Die Leistungsdichte ist groß“, hatte Gabriele Weber in der Vorrunde beobachtet.

Dass ihre Gegnerinnen richtig starke Fechterinnen sind, bekam die amtierende bayerische Meisterin Vreni Bruckdorfer ganz schnell zu spüren. Die Füssener Florettfechterin musste sich in der Vorrunde gleich zwei Mal geschlagen geben. Zwei Siege aber zeigten, dass sie ihre Meisterschaftsträume nicht vorschnell aufgeben sollte.

Top in Form und konzentriert setzte sie sich schließlich im Finalgefecht durch. Sie besiegte mit 10:1 Filippa Gagern von der KTF Luitpold München. Für Lukas Böck aus Weißensee wäre sogar noch mehr möglich gewesen als der Gewinn der Bronzemedaille. Doch er zeigte zu viel Respekt vor einem körperlich viel größeren Gegner, der zudem als Linkshänder für das Füssener Fechtertalent eine Herausforderung darstellte. Es gelang ihm nicht, diese zu Beginn des Gefechts zu meistern, aber er zeigte bald sein Kämpferherz.

Am Ende musste er sich Liam Junge vom TSV Bad Kissingen mit 1:10 geschlagen geben. Junge setzte sich auch anschließend im Finale gegen Max Klostermann von KTF Luitpold München mit 10:3 durch und sicherte sich damit den Meistertitel bei den U12 im Einzel.

Ansprechende Leistungen 

„Im Fechten lernt man immer noch dazu“, erklärte Angelika Wiesmüller aus dem Trainerteam. Bei der TSG Füssen gab es auch viel Lob für die Schülerinnen und Schüler, die es trotz ihrer ansprechenden Leistungen nicht bis hinauf aufs Siegertreppchen geschafft hatten. Den neunten Platz erreichte Severin Schön. Er verlor im Gefecht zum Finaleinzug knapp mit 9:10.

Beim B-Jugend Damenflorett nahm mit Clara Griegel eine Füssener Debütantin teil. Sie erreichte am Ende den siebten Platz. Im A-Jugend Damenflorett erkämpfte sich Katrin Ritter den achten Platz. Eine Füssener Hoffnung – Anna-Maria Weber – musste ihre Teilnahme am Turnier kurzfristig absagen. Sie war leicht erkrankt. Weiter meldete die TSG Füssen als Veranstalter bei der A-Jugend im Herrenflorett den zwölften Platz von Christian Meile.

Im Herrenflorett landete am Ende Markus Münz auf den 20. Platz. Bei den Damen verzeichnet der Schlussbericht: Zwölfter Platz Kerstin Münz, 20. Platz Alina Lobe, 21. Platz Katrin Ritter und 22. Platz Angelika Wiesmüller.

Chris Friedrich

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