Landesligasaison beginnt mit Derby

EVF ist heiß auf die Saison

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Mit diesem zum Teil neu zusammen gestellten Landesliga-Kader will der EV Füssen in der neuen Saison den Aufstieg schaffen. Zum Auftakt müssen die Lechstädter ausgerechnet zum Derby beim EV Pfronten.

Füssen – Mit dem Derby am Freitag, 7. Oktober, beim EV Pfronten startet der EV Füssen in das Abenteuer Landesliga. Dabei kann Trainer Thomas Zellhuber auf einen bewährten Kader zurückgreifen, um das Ziel Aufstieg zu erreichen.

Trotz seines Status als Aufsteiger gilt der EV Füssen als einer der Favoriten in der neuen Landesliga-Runde. Der erfolgreiche Bezirksligakader blieb im Stamm zusammen und wurde punktuell noch verstärkt. In der neuen Spielklasse gibt es zunächst eine regionale Achtergruppe, aus der sich die vier besten Teams für eine Zwischenrunde mit zwei Vertretern aus einer der beiden anderen Vorgruppen qualifizieren. Aus dieser neuen Sechsergruppe bilden sich die vier Teilnehmer für die Aufstiegsplayoffs, die im Modus Best-of-Three gespielt werden. Jeweils zwei Siege sind also zum Erreichen der nächsten Runde notwendig. Der Sieger steigt direkt in die höchste Bayerische Spielklasse, die Bayernliga, auf. Der Zweitplatzierte hat noch die Chance, sich durch Qualifikationsspiele einen Platz in der höheren Liga zu sichern.

Neben den bewährten Spielern setzt der EVF in der Landesliga auf einen Kader aus jungen und sehr talentierten Nachwuchsspielern sowie erfahrenen Stützen, die auch schon höherklassig gespielt haben. Diese Mischung hebt sich deutlich von den Kadern der anderen Teams ab, die meistens als Auffangbecken für Akteure aus der jeweiligen Region dienen, die aus verschiedenen Gründen kein höherklassiges Eishockey spielen können. Dadurch bietet die Landesliga ein deutlich höheres Niveau wie die Bezirksliga und ist gerade für die jungen Cracks im EVF-Team eine neue Herausforderung.

Gute Ergebnisse in der Vorbereitung 

Dass der Verein diese durchaus positiv angehen kann, haben die bisherigen Vorbereitungsspiele gezeigt. Obwohl es bereits so früh in der Saison einige Verletzte gibt, konnte das Team in den Tests sehr gute Ergebnisse gegen klassenhöhere Bayernligisten erzielen, und glänzte vor allem mit Einsatzbereitschaft und Spieltempo. Der Tenor in der Mannschaft ist nicht nur deswegen klar: Das Ziel ist der Aufstieg in die Bayernliga.

Dieses Unterfangen wird mit dem gleichen Torhüterteam wie im Vorjahr angegangen. Florian Glaswinkler (24) und Fabian Schütze (20) bilden dabei trotz ihrer Jugend bereits die erfahrene Abteilung mit Oberligaeinsätzen. Benedikt Hötzinger (19) und Maximilian Meier (16) sorgen für einen gesunden Konkurrenzkampf im Tor des EVF und pushen sich gegenseitig zu besten Leistungen. Die Abteilung Defensive soll erneut Christian Krötz (31) anführen. Er war bereits in der abgelaufenen Saison der klare Abwehrchef im Team und erhält nun deutliche Verstärkung: Leopold Prantl, 26 Jahre alt und ein Eigengewächs, kehrt an den Kobelhang zurück. Der Verteidiger war die letzten drei Jahre inaktiv und spielte zuvor für den EV Regensburg in der Oberliga.

Ebenfalls ein Rückkehrer ist Kontingentspieler Ladislav Hruska (24). Der Tscheche spielte für den EVF bereits in der Oberliga, und stand zuletzt im Kader des Nachbarn EV Pfronten. Während Omar Rona (33) ein weiterer erfahrener Spieler im Abwehrverbund ist, stellen Andreas Schorer (19), Tobias Dressel (20), Nicolas Neuber (18) und Andre Bühler (17) die junge Fraktion in der Defensive.

Viel Erfahrung im Angriff 

Führungsspieler und hochtalentierte Nachwuchscracks sind auch im Sturm in der neuen Saison die Devise beim EV Füssen. Angeführt vom 42-jährigen Kapitän Eric Nadeau bietet der Angriff Spieler mit höherklassiger Erfahrung wie Andrej Naumann (38) oder Florian Simon (29), die bereits in der Oberliga für Füssen stürmten. Mit dem Deutschkanadier Ron Newhook (39) aus Sonthofen wurde zudem ein weiterer Stützpfeiler verpflichtet, der gerade im Überzahlspiel seine Stärken als Spielmacher zeigen soll.

Chance für eigenen Nachwuchs

Der zweite Neuzugang im Angriff ist Nikolas Oppenberger. Der 27-Jährige war letzte Saison der Topscorer vom Ligakonkurrent ESC Kempten, und soll seine Klasse nun auch am Kobelhang zeigen. Neben diesen Stützen baut der EVF auf jede Menge talentierte junge Spieler, die sich alle noch weiterentwickeln werden. Vincent Wiedemann, der aus dem Nachwuchs des ESV Kaufbeuren nach Füssen kam, sowie Mauro Seider und Marius Keller gehören mit ihren 20 Jahren dabei schon bereits zu den eher älteren Spielern.

Marc Besl (18), Marvin Schmid (17), Tobias Meier (16), Kevin Steiner (19) oder Lukas Baader (18) aus dem Füssener DNL2-Team sollen mehr oder weniger häufig in der ersten Mannschaft eingesetzt werden, und können somit bereits wertvolle Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln.

Insgesamt steht Trainer Thomas Zellhuber ein sehr interessanter Kader zur Verfügung, welcher das Abenteuer Landesliga angehen wird. Beim Verein hofft man dabei, dass man gerade durch die interessanten Derbys wie gegen Pfronten oder Kempten den Zuschauerschnitt von 1140 aus dem Vorjahr nochmals überbieten kann. Dass dabei am Koblhang sehenswertes Eishockey geboten wird, haben die Spieler bereits im Vorjahr sowie in der bisherigen Vorbereitung gezeigt. Der Eissportverein Füssen ist bereit für die neuen Herausforderungen.

Michael Lang

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