Am Freitag top, am Sonntag ein Flop

Neuzugang Christian Mayr (links) tritt im Spiel gegen Erding zum Bully an. Foto: Köhntopp

Füssen – Ein durchwachsenes Spielwochenende hat der EV Füssen hinter sich. Während er am Freitag die Erding Gladiators mit 7:3 besiegte, musste er sich am Sonntag ersatzgeschwächt dem Tabellenersten aus Peiting mit 1:7 geschlagen geben.

Durch die Neuverpflichtung von Christian Mayr (siehe eigener Bericht auf dieser Seite) stellte der Füssener Trainer Dave Rich im Spiel gegen die Erding Gladiators die Reihen um. Mayr mit Sascha Golts und Andrej Naumann, Peter Meier in die dritte Reihe zu Matthias Ziegler und Dominik Meisinger. Die beiden ersten Minuten war es ein munteres Spiel mit leichten Vorteilen für den EVF. In der dritten Minute hatten die Gäste die erste Angriffschance mit einem Konter und erzielte daraus überraschend die 1:0-Führung. Erst in der 17. Minute gelang Füssen nach vorherigen guten Gelegenheiten der Ausgleich durch Lukas Jentsch (Sascha Golts, John Gordon). Nach einem Durcheinander vor dem Erdinger Tor kam die Scheibe über Robbie McFeeters zu  Mayr, der sie an Golts weiterleitete. Dieser bedankte sich mit der 2:1-Führung knapp 30 Sekunden vor dem Drittelende. Erding war damit noch gut bedient, da Füssen nach dem Treffer der Erdinger das Spiel dominierte. Eine Kombination über Naumann und Mayr führte zum zweiten Treffer von Sascha Golts zur 3:1-Führung. Nachdem Erding kurz darauf das leere Tor verfehlte, was es wieder Sascha Golts (John Gordon, Yannik Bayer), der es in der 28. Minute mit dem 4:1 besser machte. Die Pause tat den Gästen offensichtlich besser, denn in der 35. Minute verkürzten sie durch Lars Bernhardt auf 4:2. Als Andrej Naumann Richtung Erdinger Tor unterwegs war, bremste ihn ein Erdinger hart aus. Naumann musste verletzt vom Eis und wird dem Verein in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Schiedsrichter schickten daraufhin den Erdinger mit einer 5+Spieldauerstrafe in die Kabine. Den Füssenern gelang es anschließend nicht die Strafe gegen Erding zu nutzen. Als die Leoparden im letzten Drittel eine Strafe wegen  unerlaubter Überzahl bekamen und somit wieder zahlenmäßig Gleichstand herrschte, foppte John Gordon gleich mehrere Spieler mit einem Lupfer Richtung gegnerisches Tor. Als Erdings Torwart die auf ihn zurollende Scheibe klären wollte, unterschätzte er die Geschwindigkeit von Eric Nadeau, der vor ihm die Scheibe sicherte und ins leere Tor zum 5:2 schoss. Nicht einmal 60 Sekunden später krönte Sascha Golts (Daniel Stiefenhofer, Dominik Meisinger) seine Leistung mit dem 6:2. Die Erdinger gaben nicht auf und verzeichneten einen Schuss an die Latte. Doch Füssen dominierte, scheiterte aber ein ums andere Mal an Erdings Torwart Patrick Ashton. In der 58. Minute war dann Mayr mit seinem ersten Tor für Füssen erfolgreich, assistiert von Marius Nägele und Peter Meier. 34 Sekunden vor Ende der Partie traf Erding zum 3:7. 

Der EV Füssen ist zu Gast bei Peiting 

Am Sonntag gegen Peiting musste Trainer Dave Rich auf einige Spieler verzichten: Naumann und Schöpf, die für längere Zeit ausfallen werden, Meisinger, Jentsch und Gschmeißner, alle bei der DNL im Einsatz, sowie den erkrankten Matthias Mayr und den ebenfalls erkrankten André Irrgang für den Jannis Ersel mit dabei war. John Gordon spielte zwar mit, aber eine Erkrankung hinderte ihn daran, sein volles Potential abzurufen, wobei noch dazu kam, dass schon Mitte des ersten Drittels ein Kufe brach und die Ersatzkufe nicht auf gewünschte Weise funktionierte. Auch Verteidiger Kilian Keller musste nach einer ungeahndeten Verletzung behandelt werden. Er stand zwar nach einigen Minuten wieder auf dem Eis, konnte aber nicht so agieren wie sonst. Diese Ausfälle verkraftete die Füssener Mannschaft nicht gegen eine fast vollzählig aufgestellte Truppe des Tabellenführers. So ging Peiting bereits im ersten Drittel mit vier Toren in Führung. Im zweiten Abschnitt ließen die Füssener aber kein Tor zu. Hier spielten sie konzentrierter und Peter Meier gelang es auf Zuspiel von Sascha Golts und zur Freunde der vielen Füssener Fans in der 38. Minute zu verkürzen. Zu diesem Zeitpunkt war aber der Peitinger Trainer Peppi Heiß mit seinem Team unzufrieden. „Im zweiten Drittel hat mir nicht gefallen, dass einige Spieler sich ausgeruht haben. Das habe ich in der zweiten Drittelpause deutlich angesprochen und dann war die Freude am Spiel wieder da.“ Das merkte man den Spielern auch an, die drei weitere Toren einnetzten. Nach dem Spiel meinte Trainer Dave Rich: „Wir waren heute nicht gut im ersten Drittel, wir haben teilweise geschlafen. Der Ausfall von fünf Spielern war nicht zu verkraften. Trotzdem: Peiting hat verdient gewonnen.“ Allerdings waren die Leoparden nicht chancenlos. Es fehlte ihnen aber meist zum richtigen Zeitpunkt der letzte Einsatz und wenn der da war, war Peitings Torwart Florian Hechenrieder auf dem Posten. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch. Trotz der Niederlage feuerten die Füssener Fans ihre Mannschaft bis zum Schluss lautstark an. Allerdings muss sich das Füssener Team am kommenden Freitag, 18. Januar, in Weiden und am Sonntag, 20. Januar, um 18 Uhr, zuhause gegen Schweinfurt steigern, um die Hoffnung auf einen Play-Off-Platz aufrecht zu erhalten. dg

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