EVF kassiert drei Gegentore in drei Minuten

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Vor dem Tor der Regensburger versucht ein Füssener Spieler den Puck zu behalten und sich in eine gute Schussposition zu bringen. F: Köhntopp

Füssen – Mit einem Sieg und einer Niederlage hat der EV Füssen vor kurzem sein schweres Weihnachtsprogramm beendet. Mit den drei Punkten kann er zufrieden sein, nicht aber mit dem Zustandekommen. Denn während der EVF beim Tabellenführer gewann, vergab er kurz vor Schluss den Sieg gegen Regensburg. 

Mit dem 17-jährigen Daniel Fießinger im Tor beendeten die Leoparden ausgerechnet beim Ligen-Primus Selb ihre elf Spiele andauernde Niederlagenserie auf fremdem Eis. Fießinger hielt bravourös und die ganze Mannschaft bot eine starke Defensivleistung. Außerdem sorgte das Team vorne zu wichtigen Zeitpunkten für Tore. 

Nach der Führung durch Andrej Naumann traf im zweiten Drittel zunächst der von der Strafbank kommende Eric Nadeau, bevor in der letzten Minute dieses Abschnitts Sascha Golts einen Alleingang verwandelte. Naumann stellte kurz vor Spielende mit seinem zweiten Treffer den nicht für möglich gehaltenen 4:0-Endstand her, womit die Leoparden Selb sogar von der Tabellenspitze stürzten. 

Anschließend trat Füssen gegen die zuletzt stark aufkommenden Regensburger an. Die Zeichen für einen Sieg standen gut, denn immerhin hatte Füssen in elf Heimspielen in Folge immer gepunktet. Doch in diesem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel brach auch diese Serie. 2:4 hieß es am Ende gegen die Gäste aus der Domstadt. Auf Füssener Seite konnte man danach nicht so recht verstehen, warum die Punkte nicht am Kobelhang geblieben waren. Denn zwei Drittel lang hatten die Leoparden den Gegner gut im Griff, ein deutliches Plus an Torchancen, doch die Ausbeute von nur zwei Treffern war einfach zu wenig. 

Sascha Golts hatte bei doppelter Überzahl für die Führung gesorgt, nach dem überraschenden Ausgleich der Gäste traf John Gordon umgehend zum 2:1 für die Hausherren. Auch eine doppelte Überzahl zu Beginn des Schlussabschnitts konnten sie trotz großer Chancen nicht für ein drittes Tor nutzen. 

Die Gäste wurden im Anschluss immer stärker, während sich die Füssener auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs verlegten und auf Konterangriffe lauerten. Die spielten die Füssener jedoch zu schwach zu Ende. Knapp drei Minuten vor Spielende lief ausgerechnet die erfahrenste Reihe des EVF selbst in einen Konter zum 2:2. Als dann auch noch eine halbe Minute später John Gordon als letzter Mann ausrutschte und die Gäste unbedrängt zu zweit auf das Tor des erneut starken Fießinger zuliefen, war das Spiel entschieden, zumal den Gästen auch noch ein Treffer ins leere Füssener Tor gelang. 

Das Spiel in Selb hatte den  Leoparden am Ende zu viel Kraft gekostet. Damit rutschten die Schwarz-Gelben auf den achten Tabellenplatz ab. Jetzt müssen sich die Leoparden wieder aufrichten für das Spiel am morgigen Sonntag, 12. Januar, gegen den Tabellenvorletzten in Weiden. mil

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