Rallye Opatija: Kößler und Poschner holen mit Reifenschaden Podestplätze

Starke Premiere

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Mit dem Subaru Impreza R4 holt sich Kößler bei der Rallye Opatija einen Reifenschaden. Doch am Ende fährt er trotzdem zwei Podestplätze ein.

Füssen – Strahlende Gesichter im Ziel der Rallye Opatija: Das Rallyeteam Kößler hatte bei seinem ersten Einsatz an der Adria gleich doppelten Grund zur Freude: Die Subaru-Piloten Manuel Kößler und Marcus Poschner holten sich den zweiten Platz im Mitropa Cup und landeten trotz Reifenschadens auch im Gesamtklassement auf dem Siegerpodest.

„Die unbekannten Prüfungen sind für mich kein Problem, ich gewöhne mich sehr schnell an neue Bedingungen“, hatte Manuel Kößler in den Tagen vor dem Start der Rallye Opatija erklärt. Und der 27-Jährige aus Füssen sollte Recht behalten: Bei seinem ersten Einsatz auf kroatischem Boden mischte das Füssener Rallyeteam Kößler ab dem ersten Meter in der Spitzengruppe mit. Nach den beiden Freitagsprüfungen auf der Bergrennstrecke „Breza“ wurde der Subaru Impreza R4 von Kößler und Copilot Marcus Poschner bereits auf Gesamtrang vier geführt. Vor den deutschen Neulingen lagen nur Alfonso di Benedetto (Peugeot 207 S2000), Vorjahressieger Krisztian Hideg und Juraj Sebalj (beide Mitsubishi Lancer Evo IX R4).

Letzterer hat die Asphaltrallye auf der Halbinsel Istrien schon mehrfach für sich entschieden. Der Samstag begann gleich mit einem Kracher: der 23,4 Kilometer langen Prüfung „Brest“ tief im Hinterland von Opatija, die fast bis an die slowenische Grenze führte. Hier verabschiedete sich Di Benedetto aus dem Rennen und das Team Kößler rückte auf Platz drei vor. Zur Mittagspause schien sogar der zweite Gesamtrang in Schlagdistanz, Kößler/Poschner lagen vor der letzten Schleife nur 13,6 Sekunden hinter Mitsubishi-Pilot Juraj Sebalj. Der Angriff wurde jedoch durch ein Unwetter im Keim erstickt: Als die mit Slicks bereiften Autos auf den Start der WP „Brest 2“ warteten, ergoss sich ein heftiges Gewitter über dem kroatischen Bergland.

Die Bedingungen waren deshalb so tückisch, dass sich einige Fahrer weigerten, die Prüfung in Wertung zu befahren. „Für uns war die Absage schon etwas ärgerlich. Manuel liegen solche Bedingungen, wir hätten hier vielleicht die entscheidende Attacke fahren können“, erklärt Marcus Poschner. „Insgesamt war die Entscheidung aber nachvollziehbar. Wenn man mit 200 km/h unterwegs ist und mit Slicks im Regen plötzlich Aquaplaning bekommt, ist das schon gefährlich.“

Reifen platzt

 Der Kampf um Platz zwei war also gelaufen, zumal sich die Füssener auf der folgenden WP auch noch einen Reifenschaden einfingen. „An einer Straßenkante hat es den Reifen von der Felge gezogen“, berichtet Manuel Kößler, der dieses Schicksal aber mit vielen anderen Fahrern teilte. „Als wir den Reifen im Ziel gewechselt haben, kamen reihenweise Autos mit Plattfuß vorne rechts an.

Das ist alles an derselben Stelle passiert“, erinnert er sich. Trotz des Reifenschadens behauptete das Rallyeteam Kößler seinen Podestplatz sowie den zweiten Rang in der Mitropa-Cup-Wertung. „Ein Super-Ergebnis. Das ist mehr als wir bei unserer ersten Rallye an der Adria erwartet hätten“, strahlte Marcus Poschner deshalb im Ziel. „Das war unsere beste Leistung in diesem Jahr und wir freuen uns auf mehr!“

kb

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