EV Füssen geht mit 2:10 in Regensburg unter

Dritte Niederlage in Folge

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Füssens Kapitän Eric Nadeau (links) kämpft mit Jannik Herm vom EHC Freiburg um den Puck.

Füssen – Zwei weitere Niederlagen hat der EV Füssen am Wochenende kassiert. Und doch waren es zwei Spiele, die so unterschiedlich wie Tag und Nacht waren.

Völlig chancenlos zeigten sich die Leoparden zunächst am Freitag bei der 2:10-Niederlage gegen den EV Regensburg. Kampfgeist bewiesen sie allerdings am Sonntag gegen Freiburg, doch auch hier verloren sie mit 2:3. 

Von Anfang an bekamen die Füssener am Freitag die beiden Ausländer der Regensburger, den Kanadier Louke Oakley sowie den Tschechen David Stieler, nicht in den Griff. Während Oakley beim 10:2-Kantersieg fünfmal ins Schwarze traf, bereitete Stieler sieben Treffer vor. Schon nach dem ersten Drittel war das Spiel mit 6:0 entschieden. Eine insgesamt indiskutable Leistung der Füssener, die in der Abwehr zu weit weg von ihren Gegnern waren, und nach vorne jegliche Präzision vermissen ließen.

Erst im Schlussabschnitt gelang durch die Treffer von Eric Nadeau (in Unterzahl) und Stefan Goller noch etwas Ergebniskosmetik. 

Von jeglicher Kritik sprach Trainer Wolfgang Koziol seine beiden eingesetzten Torhüter frei, und kündigte Änderungen an. „Wir haben uns bereits zusammengesetzt und erörtert, was machbar ist. Wir werden handeln, allerdings keine Schnellschüsse machen“, deutete er personelle Konsequenzen an, sprach sich jedoch auch gegen unangebrachten Aktionismus aus: „Wir müssen die Situation mit Ruhe und Bedacht analysieren, denn auch wenn es bisher schlecht lief, so sind doch erst drei Spiele absolviert.“ 

Das vierte folgte am Sonntag, und obwohl es gegen einen der Meisterschaftsfavoriten, die Wölfe Freiburg, beim 2:3 die nächste Niederlage setzte, so gab dieses Spiel doch ein wenig Anlass zu hoffen. Denn diesmal stimmte zumindest der Kampfgeist der Schwarz-Gelben, die so bis in die Schlussphase das Ergebnis offen halten konnten. Freiburg erwies sich als gewohnt scheibensicher, und nutzte ein Überzahlspiel in der elften Minute zur Führung durch Tobias Kunz. 

Nur 90 Sekunden später überraschte Jannik Herm EVF-Goalie Andre Irrgang mit einem Lupfer ins lange Eck. Schien dieses Tor nicht unhaltbar zu sein, so zeigte „Masche“ kurze Zeit später eine unglaubliche Parade, und rettete den Zwei-Tore-Rückstand. Füssen fand danach immer besser ins Spiel, glänzte mit Einsatzwillen und Kampfkraft, wobei der erstmals für den EVF auflaufende Förderlizenzspieler Simon Mayr vom SC Riessersee herausstach. „Für mich war das heute der beste Spieler auf dem Eis – und das als Jahrgang 1995“, zollte Koziol dem jungen Akteur Respekt. Im zweiten Abschnitt verlor sein Team jedoch etwas den Faden, und landete zu oft auf der Strafbank. 

Doch auch dank Irrgang gelang Freiburg nur ein Treffer durch Chris Billich zum 0:3. Anschließend entschied Schiedsrichter Niejodek, dem Freiburger Linsenmaier nur eine Zwei-Minuten-Strafe zu geben, nachdem er Ladislav Hruska von hinten niedergestreckt hatte, und dieser zunächst verletzt passen musste. In Überzahl traf dann Pavel Mojtek kurz vor dem Pausenpfiff auf Zuspiel von Simon Klingler und Hubert Schöpf zum ersten Mal für den EVF. Als der Kanadier Josh Burnell (Klingler/Mayr Ch.) in der 48. Spielminute mit einem sehenswerten Schuss den Anschluss herstellte, begann die Freiburger Scheibensicherheit etwas zu bröckeln.

Trotz aller Anstrengungen wollte der Anschluss aber nicht mehr gelingen, auch weil die Schwarz-Gelben durch zwei aus Füssener Sicht unglückliche Strafzeiten vier der letzten fünf Spielminuten in Unterzahl agieren musste. Trotz der Leistungssteigerung gibt es aber noch viel zu tun für den EVF. Am Freitag, 10. Oktober, kommt es um 19.30 Uhr zum nächsten Heimspiel gegen den Deggendorfer SC. Am Sonntag, 12. Oktober, gastiert Füssen in Erding.

mil

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