Der EV Füssen verliert zehnten Tabellenplatz nach Niederlagen gegen Bayreuth und Selb

Keine Chance gegen die Favoriten

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Vladimir Kames verteidigt das Tor des EV Füssens gegen Selb. Auch seine Teamkameraden kämpften. Doch am Ende war Füssen chancenlos und verlor mit 1:6.

Füssen – Am Ende der Hauptrunde der Oberliga Süd hat es für den zehnten Tabellenplatz nicht gereicht.

Sah es vor Wochenfrist noch danach aus, als könnte der EV Füssen mit Heimrecht gegen die Erding Gladiators in die Play-Downs starten, so wurde dieser Plan am Wochenende überraschenderweise durchkreuzt. Denn Erding gewann zwei Mal, Füssen musste dagegen zwei Niederlagen einstecken. 

Erding bezwang den Tabellenzweiten Regensburg mit 6:4, und konnte Zuhause auch den Tabellenführer Freiburg mit 7:6 im Penaltyschießen bezwingen. Dadurch zogen die Herzogstädter wieder am EVF vorbei, der seinen beiden schweren Aufgaben zum Abschluss der Hauptrunde nicht gewachsen war. 1:5 hieß es am Ende in Bayreuth, zuhause gab es ein 1:6 gegen den Tabellenzweiten Selb. 

Damit haben die Gladiators den zehnten Platz wieder zurückerobert und damit auch den psychologischen Vorteil vor dem ersten Spiel am Freitag, 6. März, um 20 Uhr in Erding auf ihrer Seite. Die Playdown-Serie wird im Modus „Best-of-Five“ gespielt, womit drei Siege zum Gewinn und sicheren Klassenerhalt notwendig sind. Es war klar, dass der EVF am vergangenen Wochenende drei Zähler benötigte, um sicher den zehnten Rang zu festigen. Doch nach drei Siegen in Folge stellten sich die Aufgaben einfach als zu schwer heraus. 

In Bayreuth gelang Füssen zwar bereits nach vier Minuten der Führungstreffer durch Josh Burnell, doch im Mitteldrittel zeigten die Tigers dann, warum in der Tabelle über fünfzig Punkte Abstand zwischen beiden Teams herrschen. Zwei Überzahltreffer sowie ein Tor bei einem Konter direkt nach eigener überstandener Strafzeit brachten Bayreuth auf die Siegerstraße. Am Ende hatten die Füssener nichts mehr entgegen zu setzen, um das Spiel doch noch zu drehen. Die Hoffnungen lagen nun auf dem Heimspiel gegen Selb, doch der Tabellenzweite musste unbedingt gewinnen, um seinen Platz in der Endabrechung zu verteidigen. 

Genauso dominant traten die Wölfe auch am Kobelhang auf. Obwohl sich das Krankenlager auf Seiten des EVF mit der Rückkehr von Christian „Butzi“ Mayr, Hubert Schöpf und Martin Pfohmann deutlich gelichtet hatte, bestimmten die Gäste von Anfang an die Partie, so dass dem EVF oftmals nur die unliebsame Rolle des Zuschauers blieb. Der Einsatz passte zwar, und nach dem ersten Abschnitt hieß es nur 0:1, doch durch einen Überzahltreffer in der 29. Spielminute stellte Selb die Weichen gegen die harmlosen Füssener endgültig auf Sieg. 

Bilanz spricht für EVF 

Der einzige Treffer gelang im letzten Abschnitt Steffen Kirsch zum zwischenzeitlichen 1:3, doch der Sieg der Wölfe geriet nie in Gefahr. Zu dominant trat die Mannschaft von Cory Holden auch in der Folgezeit auf. Drei weitere Treffer sorgten am Ende für ein deutliches 1:6. Für den EV Füssen gilt es nun, diese negativen Ergebnisse schnellstens zu verarbeiten, um in der Abstiegsrunde gegen Erding wieder topfit am Start zu sein. Der Verlust des Heimrechts bedeutet auf jeden Fall, dass Füssen mindestens ein Auswärtsspiel gewinnen muss. 

Das einzige sicher feststehende Heimspiel am Sonntag, 8. März, um 18 Uhr müssen die Leoparden dagegen fast schon positiv gestalten, um eine Chance in der Serie zu haben. Positiv ist auf jeden Fall die bisherige Bilanz gegen Erding zu sehen. Vier Spiele, vier Siege für die Leoparden. Die Karten werden zwar nun neu gemischt, doch vielleicht könnte gerade diese Bilanz dem Gegner entscheidend Kopfzerbrechen bereiten.

mil

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