HC Füssen gewinnt internationales Pokalturnier für Hobbyeishockeyteams am Kobelhang

Vom letzten auf den ersten Platz

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Sieger im internationalen Eishockeyturnier, organisiert von Thomas Hoppe (stehend, links) ist der HC Füssen mit Kapitän Bobby Albrecht (kniend rechts).

Füssen – Im vergangenen Jahr noch Letzter, heuer Erster: Die Lokalmatadoren des HC Füssen haben jetzt das internationale Eishockeyturnier für Hobby-Spieler von Thomas Hoppe gewonnen.

Dritter wurde das Team aus Tölz vor den Rehbock Hunters, ein Team aus Füssener und Nesselwanger Hobbyspielern. Die zweitplatzierten Österreicher wurden dagegen disqualifiziert, weil sie gegen das Reglement verstießen: Sie waren mit aktiven Eishockeyspielern angetreten.

Kapitän Bobby Albrecht und sein Team HC Füssen waren top. 2015 noch Letzter gewannen sie jetzt das internationale Eishockeyturnier für Hobby-Spieler auf heimischen Eis. Zwölf Teams aus Sportlern, die in ihrer Freizeit gern dem Puck nachjagen, waren der Einladung von Thomas Hoppe zum internationalen Pokalturnier am Kobelhang gefolgt.

Die Spieler des HC Füssen hatten letztlich die Nase vorn und ließen sich mit der gewonnenen Trophäe lautstark feiern. „Wir sind der Überraschungssieger“, so HC-Kapitän Albrecht„Voriges Jahr waren wir Letzter.“ Als Dritter im fair verlaufenden Turnier wurden die wackeren Tölzer ausgezeichnet.

Die Rehbock Hunters mit Spielern aus Füssen und Nesselwang schossen sich an den beiden Turniertagen noch hoch auf den vierten Platz.

Team wird disqualifiziert

Der zweite Platz wurde dagegen nicht vergeben. „Ich bleibe meiner Linie absolut treu und schütze die anderen elf Teams vor einer Mannschaft, die im Spielbetrieb gemeldet ist. Sie musste deswegen disqualifiziert werden“, so Hoppe bei der Siegerehrung. Im Turnier hatte sich nach Kantensiegen wie ein 9:0 herausgestellt, dass die überlegenen Österreicher gegen das Reglement verstoßen hatten. Sie waren ausschließlich mit Aktiven auf dem Eis.

Bei der Siegerehrung, bei der es aus diesem Grund nur elf Kapitäne mit Pokal in Händen gab, hat diese Profi-Truppe niemand vermisst. Pokale gab es für alle Teilnehmer. Eine besondere Auszeichnung holten sich aber die Füssener Freezers. Im integrierten Stadtmeisterschaftsturnier sicherten sie sich dieses Mal den originell aus Glas gestalteten Wanderpokal.

Profieishockey ab 1977 

Im Anschluss an die Siegerehrung war der extra aus Schwenningen angereiste Schirmherr Matthias Hoppe insbesondere bei den polnischen und slowakischen Cracks ein gefragter Mann. Der 1958 geborene Bruder von Thomas Hoppe startete seine Karriere beim EV. Was der Bundesliga-Rekordtorwart – in den Teams von Mannheim, Berlin und den Wild Wings Schwenningen – und auch 25-facher Nationalkeeper über das internationale Eishockey ab 1977 erzählte, war spannend anzuhören.

Dolmetschen sorgte dafür, dass jeder auch praktisch alles verstehen konnte. Der slowakische Kapitän Ivo Mika, der mit seiner Mannschaft diesmal Sechster wurde, kündigte wie der Pole Stefan Werner an: ihre Teams kommen 2017 „wahrscheinlich wieder zum Turnier“. Die Polen – im Schnitt über 50, wie sie stolz erwähnten – erholten sich bei der Siegesfeier nach dem von ihnen bejubelten siebten Platz.

Am Ende bedankten sich die 160 zum Teil hunderte Kilometer angereisten Füssener Gäste und die Lokalmatadoren bei den Turnierverantwortlichen Thomas Hoppe und seinen Sohn Tiago. Thomas Hoppe freut sich schon auf den Hobby-Cup, der ab 10. November in Füssener Eisstadion bereits zum 27. Mal stattfinden wird.

cf

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