Trotz guter Leistung kassiert der EV Füssen ein 3:4 gegen Bayreuth und ein 2:4 gegen Weiden

Leoparden rutschen in Tabellenkeller ab

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Florian Simon (Mitte) versucht in der Partie gegen den Tabellendritten aus Bayreuth ein Tor für den EV Füssen zu erzielen.

Füssen – Der EV Füssen tritt weiterhin auf der Stelle. Lob vom Gegner, aber keine Punkte – unter diesem Motto ist das Team von Markus Gmeiner nach einer Nullrunde am vergangenen Wochenende erstmals seit Wochen wieder auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.

Mit 3:4 verloren die Schwarz-Gelben am Freitag gegen den EHC Bayreuth, bevor sie sich am Sonntag mit 2:4 dem Tabellenschlusslicht Weiden geschlagen geben mussten. 

Zwar sind in der Hauptrunde immer noch 48 Punkte zu vergeben, doch realistisch gesehen gelingt es Füssen schon seit Wochen nicht, trotz guter Leistungen den Abstand zum achten Platz, der den direkten Klassenerhalt bedeuten würde, zu verringern. 18 Punkte beträgt dieser auch weiterhin. Beim EV Regensburg glänzten die schwarzgelben Kufencracks zunächst noch mit einem gelungenen Auftritt. 

Hätte jemand vor dem Spiel gesagt, dass die Leoparden bei den Donaustädtern einen Punkt ergattern können, dann wäre wohl jeder froh darüber gewesen. Im Nachhinein gesehen war der eine Zähler beim 4:5 nach Verlängerung (1:2, 1:1, 2:1, 0:1) aber dann fast zu wenig. Zu spät fiel der Ausgleich für die Hausherren, zu viele Chancen ließen sie gerade im letzten Abschnitt liegen und zu leicht fiel der Siegtreffer für den EVR in der Verlängerung. Für die EVF-Tore zeigten sich Lukas Gohlke, Eric Nadeau, Josh Burnell und George Kink verantwortlich. Letzterer erkrankte dann kurzfristig und war gegen Bayreuth und Weiden ebenso nicht einsatzfähig wie Pavel Mojtek. 

Zum Heimspiel gegen die Wagnerstädter kamen 1400 Zuschauer, und sie sahen im ersten Abschnitt zunächst tonangebende Gäste. Bei mehreren Hinausstellungen gegen den EHC, davon eine Spieldauerstrafe, hätte jedoch bereits eine Vorentscheidung zugunsten der Leoparden fallen können. Im Endeffekt war es entscheidend, dass bei über dreiminütiger doppelter sowie fast sechsminütiger einfacher Überzahl der Füssener nur die 1:0-Führung durch Seppi Huber (Mayr, Krötz) fiel. Den Gästen gelang bei der zweiten Strafzeit gegen Füssen dagegen bereits nach 13 Sekunden der Ausgleich durch ihren neuen Kanadier Ben Warda. 

Burnell und Kirsch drehen das Spiel 

Im zweiten Drittel brachten die Füssener dagegen fast kein Bein mehr aufs Eis, waren immer langsamer als der Gegner, und kassierten dennoch nur einen Gegentreffer zum 1:2 in der 22. Minute durch Kouba. Wie schnell es im Eishockey zugehen kann, zeigte dann der Rest des Spiels. Mit zwei Kontertoren drehten Josh Burnell (Nadeau, Schöpf) und Steffen Kirsch (Gohlke, Goller) das Spiel. 3:2 für Füssen hieß es nach dem zweiten Abschnitt. Im letzten Drittel war der EVF wieder voll da, und hatte eigentlich alles im Griff. Wie aus dem Nichts gelang Gästestürmer Marsall aber aus spitzem Winkel der Ausgleich in der 46. Minute. Danach waren eigentlich die Füssener einem vierten Treffer näher, die beste Chance hatten Kapitän Eric Nadeau und Josh Burnell bei einem Unterzahlkonter, scheiterten aber knapp. 

Kaum wieder komplett kam auch noch Björn Friedl völlig frei vor dem Tor an die Scheibe, aber auch er vergab. Sekunden später griff Füssens junger Goalie Daniel Fießinger bei einem Weitschuss dann auch einmal daneben, und das 4:3 durch Müller war in der 59. Spielminute perfekt. Riesenpech hatte der EVF dann noch kurz darauf, als die Scheibe bei einer Chance von Nadeau auf der Linie doch noch geklärt werden konnte. Damit standen die Leoparden beim Schlusslicht Weiden, das am Freitag in Peiting erfolgreichen war, unter Druck. Denn mit einem Sieg konnten die Blue Devils den letzten Tabellenplatz wieder ins Allgäu abgeben, und genau das taten sie mit einem 4:2-Sieg (1:1, 1:1, 2:0) auch. Nachdem der EV Füssen zuletzt ständig mit den stärksten Teams der Liga auf Augenhöhe war, bedeutet dieses Ergebnis einen herben Rückschlag für die Leoparden. 

In einer kampfbetonten Partie waren zwei eigene Treffer durch Björn Friedl (Burnell, Kames) und Lukas Gohlke (Kirsch, Krötz) einfach zu wenig, um den wichtigen Sieg zu erringen. Im Auswärtsspiel in Sonthofen am morgigen Sonntag, 11. Januar, um 18 Uhr haben die Leoparden nun erneut die Chance, durch Siege eine Verbesserung der Tabellenposition zu erreichen. Sollte sie aber erneut leer ausgehen, dürfte es noch eine schwierige Restsaison werden.

mil

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