Füssener Altstadtkriterium: Florian Scheit siegt mit zwölf Punkten Vorsprung

Souveräner Auftritt

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Mit um die 50 km/h rasen die Radrennfahrer beim Altstadtkriterium durch Füssens Gassen. Dieses Spektakel schauten sich viele Zuschauer an.

Füssen – Florian Scheit aus dem Team Baier Landshut hat am Wochenende das achte Altstadt-Kriterium in der Füssener Innenstadt gewonnen. Er sammelte Punkt für Punkt und sicherte sich mit einem deutlichen Vorsprung den Sieg. „Der Beste hat sich hier den Sieg geholt“, so Marcel Fischer von den Racing Students.

Fischer war mit Platz zwei in dem ebenso spannend wie fair verlaufenden 70-Runden- Duell hochzufrieden. Das Resultat für ihn waren elf Punkte. Mit seinen 23 Punkten war Scheit mehr als einen Tick besser. Den Pokal erhielt der Sieger vom Dritten Füssener Bürgermeister, Andreas Ulrich (FWF).

Auf Nachfrage des Kreisbote erklärte der Sieger: „Als ich die erste Wertung gewinnen konnte, wusste ich schon, dass meine Beine heute so schnell sind, dass es hier für den Sieg reichen könnte.“ Auf dem dritten Platz landete Jonas Schmeiser vom RSC Kempten mit neun Punkten.

Vorjahressieger Oliver Mattheis aus Pfronten, der ebenfalls fürs Kemptener Team angetreten war, musste sich mit einem Platz unter den Medaillenrängen begnügen. Das galt ebenso für Hannes Baumgarten im Landshuter Team. Er hatte sich 2013 auf der Kopfsteinpflaster-Strecke den Sieg verdient und war in den Jahren danach immer vorn mit dabei. Baumgarten warf 21 Runden vor der Zieleinfahrt ein kleiner technischer Defekt zurück.

Kraftvoll machte er sich wieder auf den 800-Meter langen Weg von der Fußgängerzone über die Ritterstraße und Luitpoldstraße in Richtung Ausgangspunkt. Obwohl sie von einem Pokalgewinn sehr weit entfernt waren, wollen die vier Fahrer aus dem Team Magnesium „auf jeden Fall 2017 wieder antreten“, unterstrich Andreas Batzek mit der Startnummer 44. In Füssen müsse man dabei sein, „schon wegen der super Stimmung“, so Batzek.

Strecke für Spezialisten 

Anders als für die Münchner Mannschaft liegt Füssen für manche teilnehmenden Teams, die auch aus Prag, Wien und Erfurt kamen, nicht gerade vor der Haustür. Es mag an den gefährlichen Kurven gelegen haben, dass die Gästeteams –darunter Profi Jiri Nesvada aus Tschechien – hinter den Erwartungen weit zurück blieben. „Die Strecke ist etwas für Spezialisten“, so Rennleiter Paul Hofstetten aus Hopferau.

Selbst Tour-de-France-Teilnehmer würden in Füssen in Schwierigkeiten kommen. Daheim auf der Radrennstrecke, die nach dem gewaltigen Gewitter am Nachmittag befahrbar war, ist das „team erdgas schwaben“. Dessen Manager Hofstetten hatte einmal mehr in Füssen die Rennleitung inne, unterstützt wurde er von Helfern wie Walter Uhl von der RSG Ostallgäu. Zum Lokalmatadoren-Team „erdgas“ gehört mit vier Kollegen Timon Loderer, der 2015 eine tolle Mannschaftsleistung bot. „Das war von uns auch wieder ganz okay“, kommentiert er den Rennverlauf.

Relativ gute äußere Bedingungen

 „Gott sei Danke war die Strecke trocken. Das war nach dem Regenguss eigentlich kaum zu erwarten. Die äußeren Bedingungen waren nicht kritisch. Also konnten wir loslegen“, so der 25-Jährige am Ziel. Schon drei Stunden nach dem Wasserguss auf die Altstadtgassen drehten die über 60 Elite-Fahrer etliche Runden, um die Beine für den anstehenden Wettkampf zu lockern.

„Das läuft hier spannend ab“, meinte nach der Hälfte der 70 Runden nicht nur der frühere Radamateur Siegfried Ellmauer. Man sei „so nah dran, dass der Fahrtwind spürbar ist“, heißt es in den Zuschauerkreisen, die nicht nur bei Start/Ziel in ansehnlicher Schar das Rennen verfolgen.

Viele postierten sich auch in der Kurve von der Bahnhofstraße zur Fußgängerzone und am Mädchenbrunnen. Dass eine Dame mit Hündchen die Sicherheitsvorkehrungen ignorierte und vor dem mit etwa 50 Stundenkilometern heranbrausenden Feld beim Hotel Sonne in Richtung Hypobank schritt, war eine überflüssige Schrecksekunde für die Fahrer und ihr Publikum in Hochstimmung.

Chris Friedrich

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