Käß dominiert den Breitenberg

Erhöhte Vorsicht: Die Abfahrt vom Breitenberg hat es für die Fahrer in sich. Foto: Sommer

Pfronten – Bei bestem Radler-Wetter ist die elfte Auflage des Pfrontener Mountainbikemarathons zu Ende gegangen. Sieger über die Extremstrecke wurde am Sonntag Jochen Käß vom Team „Centurion Vaude“, beste Frau wurde die Kemptenerin Florentine Striegl.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die vier verschiedenen Wettbewerbe nicht nur im Tal, sondern auch auf dem Breitenberg und feuerten die Athleten an. Die manchmal noch ein extra „Doping“ bekamen oder die Strecke zu Fuß zurücklegten. Für eine neue Bestzeit reichte es beim 11. Pfrontener Mountainbikemarathon heuer nicht. In bemerkenswerten 3:16,25 bewältigte Jochen Käß die 70 Kilometer und 2600 Höhenmeter aber als Schnellster. 

Eine knappe Stunde „langsamer“ war die beste Frau über die gewaltige Strecke, Florentine Striegl, die für RSC Auto Brosch Kempten startete, fuhr nach 4:12,25 Stunden über die Ziellinie. Zum zweiten Mal in der elfjährigen Geschichte war diese – ebenso wie der Start – an der Zentralschule Pfronten. Von dort ging es, je nach Strecke, über das Vilstal und die verschiedene Ortsteile Pfrontens schlussendlich hinauf auf den Breitenberg mit 1670 Höhenmetern. Für die Extrembiker hieß das, diesen Pass gleich zwei Mal zu überqueren. 

Doppelter Plattfuß 

Für die Teilnehmer der Klapprad-WM hieß es hingegen, vom Start bis zur Talstation der Breitenbergbahn und dann hinauf bis zur Bergstation der Bahn. 

Ein Klapprad allerdings nahm dann noch den umgekehrten Weg hinab ins Tal. Markus Schöllhorn vom Team „Naturbauforum Nesselwang“ hatte sich das Klapprad kurzerhand ausgeborgt, um das Rennen zu Ende zu fahren. Bei der Abfahrt am Breitenberg hatte sich der Nesselwanger aber einen doppelten Plattfuß eingefahren und erreichte die Bergstation nur schiebend. Kurzerhand tauschte der Marathonteilnehmer sein Bike und radelte weiter, immerhin kam er so noch auf Platz 129 von 468. Trotz Kuss-Dopings seitens seiner Partnerin reichte es für die Startnummer 1351 letztlich nur zu einem Platz unter den ersten 250. 

Alle Ergebnisse des Mountainbike-Marathons mit den Resultaten der Kurz- und Marathonstrecke sowie dem Extremlauf finden sich auch im Internet auf der Seite www.mtb-marathon-pfronten.de

Optimale Bedingungen 

Mit etwas mehr als 1000 gemeldeten Fahren, von denen schließlich 927 letztlich an den Start gingen (912 Finisher), war der elfte Pfrontener Mountainbikemarathon in etwa so erfolgreich wie bereits in den Vorjahren. Wobei heuer das Wetter ideal für das Extrem-Radbergrennen war. Zwar wehte ein kühler Wind, insgesamt war es aber nicht zu heiß für die zahlreichen Renn-Teilnehmer. Außerdem blieb die Strecke, die die Fahrer in weiten Teilen über loses Geröll und Steine führt, während des Rennens trocken. gau

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