Der 43-Jährige will beim Neuaufbau des EVF helfen

Sascha Golts bleibt dem EV Füssen treu

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Sascha Golts wird auch in der kommenden Saison für den EV Füssen auf dem Eis stehen.

Füssen – Der Kader des neuen Eissportvereins Füssen wächst weiter. Jetzt hat auch Stürmer Sascha Golts beschlossen beim EVF zu bleiben. „Ich freue mich sehr über den Neuanfang beim EV Füssen und habe Thomas Zellhuber sowie Max Holzmann meine Unterstützung zugesagt, sofern es der Beruf zulässt“, erklärte Golts.

Seine Erfahrung kann er unter anderem an drei Feldspieler aus dem Füssener DNL2-Team weitergeben, die in der anstehenden neuen Saison zum ersten Mal für die EVF-Senioren auflaufen werden. „Sascha war einer der Ersten, den wir kontaktiert haben. Er hat gleich gesagt, dass er gern helfen würde, wenn es zeitlich und beruflich geht”, erklärte Trainer Thomas Zellhuber die Zusammenarbeit mit Golts. „Wir bauen ihn ein, wann immer es möglich ist und sind sicher, dass gerade unser fester Stamm an jungen, entwicklungsfähigen Spielern enorm von seiner Erfahrung profitiert”, so Coach Zellhuber. 

Meistertitel in Russland 

Sascha Golts verkörpert Eishockey-Erfahrung auf höchstem sportlichem Niveau. Den Großteil seiner Karriere spielte er in Russland, unter anderem für Magnitogorsk, St. Petersburg und Nizhny Novgorod. 1999 wurde er Europapokalsieger, 2001 Meister in Russland, ebenfalls mit Magnitogorsk. Golts war zudem Torschützenkönig der russischen Top-Liga und Nationalspieler sowie WM-Teilnehmer. Bereits in den Spielzeiten 1996 bis 1997 und 1999 bis 2000 lief er in Deutschland für den EVF auf und wurde zum Publikumsliebling. 2010 zog er dann komplett nach Füssen und spielte in der Folge fest für den Verein in der Oberliga. 

Dabei kam er in 201 Partien auf 304 Scorer-Punkte, war insgesamt schon sechsmal Topscorer des EV Füssen. Zudem überzeugte Golts bei allen Clubs in seiner langen Eishockey-Laufbahn mit starken Leistungen auf dem Eis, Torinstinkt und Einsatzwillen. Der Linksaußen ist ein perfekter Skater, der mit Spielintelligenz und Übersicht viele Chancen kreieren kann. Über 500 Spiele in der höchsten russischen Liga machen ihn zu einem besonders erfahrenen Stürmer, der auch noch im Alter von 43 Jahren seine Klasse zeigen kann.

 Abgestimmt auf die berufliche Situation wird Golts am Training sowie den Spielen in der Bezirksliga teilnehmen. Max Holzmann, sportlicher Leiter des EVF, ergänzte: „Wie schon in der Vergangenheit werden unsere jungen Spieler jede Menge von Sascha lernen können. Je nach seinem beruflichen Alltag bauen wir ihn mit ins Team ein und freuen uns über seine Bereitschaft zu helfen und das Zeichen zur Unterstützung des Neuanfangs.“ 

Vom der DNL2 zu Senioren 

Neben erfahrenen Spielern baut der Verein auf seinen Nachwuchs. Nach den fünf Torhütertalenten werden nun auch drei Feldspieler aus dem eigenen DNL2-Team für die anstehende Bezirksliga-Saison lizenziert. Damit bekommt Zellhubers Mannschaft immer mehr die angedachte Zusammensetzung aus erfahrenen Führungsspielern und jungen Talenten. Die sollen ihre Chance im Seniorenbereich erhalten, um Erfahrungen zu sammeln und sich weiterentwickeln zu können. Auf diese Weise soll auch der Übergang zwischen der Nachwuchsarbeit und der ersten Mannschaft fließend gestaltet werden. 

So wird Maximilian Schorer in der kommenden Saison bei den Senioren spielen. 

Der 19-Jährige stand im Vorjahr bei 39 DNL2-Spielen auf dem Eis und erzielte dabei 27 Tore und 20 Vorlagen. „Max kann sowohl in der Abwehr als auch im Angriff spielen. Er hat einen sehr guten Schuss, ist schnell auf den Schlittschuhen unterwegs und technisch stark an der Scheibe. In dieser Kombination ist Max ein Spieler mit tollem Potential”, erklärte Franz-Josef Baader, Trainer der DNL2. „Ich setze ihn hauptsächlich als Stürmer ein. 

Seit Januar waren seine Sturmpartner Marc Besl undMarius Keller– das hat super gepasst.“ Auch diese beiden Stürmer werden zukünftig die Senioren unterstützen. Der 18-jährige Marius Keller war im Vorjahr in 36 DNL2-Spielen im Einsatz und schoss dabei neun Tore und legte 18 Mal vor. „Marius stand schon für einige Spiele im Oberligakader und kann jetzt noch mehr Erfahrungen im Senioren-Bereich sammeln. Er ist ein sehr schneller Stürmer, der zudem immer Drang zum Tor zeigt und dabei seine Scoring-Qualitäten unter Beweis stellt”, erklärt Baader. „Wir werden an Marius noch viel Freude haben, wenn er seinen Weg konsequent weitergeht”, meint er. 

Auch in dessen Sturmpartner Mark Besl sieht Trainer Baader Potential. Der 17-Jährige erzielte in der vergangenen Saison in insgesamt 40 DNL2-Spielen 22 Tore und 25 Vorlagen. „Marc hat auf dem Eis immer einen Plan. Er spielt einen schnellen Mittelstürmer, agiert dabei abgezockt und frech”, so Baader. „Marc verfügt auch über gute Schussfähigkeiten und spielt einen sauberen, schnellen Pass. Er probiert öfters mal was Überraschendes aus.“ Alle drei Spieler werden in der kommenden Saison ausreichend Eiszeit erhalten, erklärt der Verein.

mil

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