Leoparden holen einen Punkt

Christian Mayr (links) überwältigt einen Weidener Verteidiger kurz bevor er den überraschenden Ausgleich für Füssen in der achten Minute erzielt. Foto: Köhntopp

Füssen – Die Ausbeute blieb am Wochenende für den EV Füssen mit nur einem Punkt überschaubar. Gegen den Favoriten Selb verloren die Leoparden mit 2:6. Nach einer schlechten Chancenverwertung musste Füssen gegen Weiden ins Penaltyschießen und unterlag dort mit 6:7.

Der EV Füssen war beim Auswärtsspiel in Selb großer Außenseiter, und am Ende gewann der Favorit auch mit 6:2. Dennoch konnten die Leoparden erhobenen Hauptes aus der Partie gehen, hielten sie das Spiel doch fast bis zur Hälfte offen, und waren selbst sogar zweimal durch Josh Burnell und Björn Friedl in Führung gegangen. Mehr war für die kämpfenden Schwarzgelben nicht drin, zumal neben dem Langzeitverletzten George King auch noch Christian Krötz und Florian Simon verletzt fehlten, außerdem standen sämtliche Förderlizenzspieler nicht zur Verfügung. 

Personell änderte sich am Sonntag im Heimspiel gegen Weiden nur, dass Verteidiger Krötz wieder ins Team zurückkehrte. Die Füssener wollten trotzdem Revanche für das hohe 3:9 im ersten Aufeinandertreffen, hatten es jedoch von Anfang an schwer mit dem starken ersten Block des Gegners. Nachdem eine frühe Überzahl für den EVF nichts eingebracht hatte, nutzen die Gäste die erste Strafzeit gegen Füssen zum 1:0 durch Craig Voakes, der Andre Irrgang mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. 

Weiden blieb auch danach am Drücker, doch bei einer weiteren Strafzeit gegen Füssen unterlief ihnen in der achten Minute einen Unachtsamkeit, die Christian Mayr zum überraschenden Ausgleich nutzte. Das Spiel blieb auch danach mit einigen Strafzeiten zerfahren. Kurz vor Drittelende war es erneut Voakes, der die Scheibe erneut in Überzahl im kurzen Toreck unterbrachte. EVF-Trainer Wolfgang Koziol wechselte daraufhin Daniel Fießinger für Irrgang ein. 

Die ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts waren dann wohl die besten der Leoparden in der bisherigen Spielzeit. Den Füssenern gelang es die Weidener immer häufiger unter Druck zu setzen. Innerhalb von nur knapp vier Minuten trafen Björn Friedl, Josh Burnell und Josef Huber zum 4:2 für den EVF. Danach gab es weitere Chancen für die Hausherren. Doch wieder einmal nutzten die Füssener ihre Chancen nicht, ganz im Gegenteil war es zum dritten Mal Craig Voakes mit einem Handgelenkschuss, der in der 37. Minute den Anschlusstreffer herstellte. Der kam für die spielbestimmenden Füssener wie aus heiterem Himmel, und Unsicherheit machte sich breit. Ein Foulspiel der Füssener nutzten die Blue Devils dann zum Ausgleich. 

Fehler bringen Gegner zurück ins Spiel 

Mit 4:4 ging es in den letzten Abschnitt, wo zunächst erneut Füssen tonangebend war. Eine Strafzeit gegen die Gäste nutzte Björn Friedl zur erneuten Führung, und als in der 55. Spielminute Josh Burnell ebenfalls seinen zweiten Treffer an diesem Abend markierte, schien das Spiel entschieden zu sein. 

Doch die Füssener schafften es mit haarsträubenden Fehlern den Gegner wieder ins Spiel zu bringen. Erst zeigte die Mannschaft nach einem Bully im eigenen Drittel eine katastrophale Deckungsarbeit, die Weidens Verteidiger Marius Pöpel völlig ungedeckt zum Anschlusstreffer nutzte. Nach einem Fehlpass eines Mitspielers musste sich Burnell nur 34 Sekunden später auf die Strafbank begeben, und 47 Sekunden vor Spielende nutzte Gästestürmer Jirik das Powerplay zum Ausgleich. Während sich in der Verlängerung nichts mehr ergab, holten sich die Weidener im Penaltyschießen den Zusatzpunkt.

Neuzugang Vladimir Kames bot beim EVF ein starkes Debüt: Er verbuchte in beiden Spielen fünf Scorerpunkte für sich. So eine Leistung wird auch nötig sein, um am Freitag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr in Bad Tölz sowie am Sonntag, 26. Oktober, um 18 Uhr im Heimspiel gegen Klostersee zu punkten. mil

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