Aufholjagd verpasst

Riessersee unterliegt gegen Ravensburg mit 2:3

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Ohne Punkte ging Axel Kammerer nach dem Spiel enttäuscht in die Kabine.

GAP – Der SC Riessersee konnte am Wochenende nicht die nötige Aufholjagd starten. Erst fiel das Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren aus, dann gab es gegen Ravensburg eine 2:3-Niederlage. Im Allgäu konnte aus Sicherheitsgründen nicht gespielt werden, da die Schneelast auf dem Hallendach zu hoch war. 

Beim Ein-Euro-Spiel kamen über 4000 Zuschauer ins Olympia-Eissportzentrum. Michael Kreitl brachte die Gastgeber zum Ende des ersten Drittels in Front. Innerhalb von 81 Sekunde am Ende des Mittelabschnitts drehten die Gäste das Spiel durch Treffer von Marko Friedrich und Adam Hall. Friedrich erhöhte in der 44. Minute auf 3:1. Mehr als der Anschlusstreffer durch Martin Pfohmann gelang dem SCR nicht mehr. „Wir sind sehr schwer in das Spiel reingekommen. Es ist für die Spieler schwer im Kopf, wenn man beim Letztplatzierten spielt“, sagte Ravensburgs Trainer Petri Kujala. „Da meint man, dass man die gegnerische Mannschaft vom Eis fegen muss. Irgendwann wacht man dann auf und merkt, dass das dann doch nicht so einfach ist. Das haben wir dann im zweiten Drittel gemerkt und im letzten Drittel ist Garmsich dann nochmal ran gekommen, auch weil unser Torhüter beim zweiten Gegentreffer etwas unglücklich ausgesehen hat.“ Sein Kollege Axel Kammerer meinte: „Heute bin ich der Meinung, dass wir das Spiel hätten gewinnen können. Natürlich hat Ravensburg die bessere Mannschaft. Aber heute hatten wir selber die Chancen, auch zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe immer gesagt, wenn man eine top besetzte und erfahrene Mannschaft schlagen will, dann braucht man auch einen günstigen Spielverlauf. Der war heute da. Wir haben mit 1:0 geführt und hatten dann sehr gute Chancen. Ravensburg hatte auch Chancen, da hatten wir auch das Glück. Aber dann machen wir zu leichte Fehler. Beim 1:1 machen wir einen völlig unnötigen Wechselfehler. Dann das 1:2 kurze Zeit später. Beim dritten Gegentreffer haben wir eigentlich schon die Scheibe am eigenen Schläger. Dann schießen wir einen an und kassieren das Tor. Der Wille ist schon da, so ist es nicht. Die Mannschaft hat nochmal alles versucht. Heute ist es sehr ärgerlich, denn heute wäre es möglich gewesen, dass wir auch eine Topmannschaft zu Hause schlagen vor einer guten Kulisse, die uns gut unterstützt hat. Wir müssen den Kopf hoch nehmen und weiter fighten.“ Nach zehn Spielen verabschiedete sich NHL-Spieler EricCondra: „Es war ein Traum mit ihm zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass er nochmal zurück kommt. Er war wie ein ganz normaler Ausländer, nicht wie ein NHL-Star. Er hat sich mit uns gefreut und ärgerte sich mit uns genauso. Er war zu 100 Prozent mit dabei. Er hatte eine super schnelle Auffassungsgabe. Es war ein Genuss mit ihm zusammen zu arbeiten“, sagte Kammerer über den Stürmer, der in zehn Spielen zehn Treffer schoss und fünf weitere vorbereitet hatte. Weiter geht es für den SCR am Freitag um 17 Uhr in Bremerhaven. tf

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