Tumulte vor dem Spiel

Joker halten gut dagegen

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Gut dagegen gehalten. Am Ende verlieren die Joker 0:4 gegen die Augsburger Panther.

Kaufbeuren – Es war eine tolle Kulisse und ein ansprechendes Eishockeymatch am Freitagabend in Kaufbeuren. Zwar siegte der klassenhöhere Gast aus Augsburg mit 4:0 Toren, doch die Joker hielten bei dem Freundschaftsspiel achtbar dagegen. Das ganze hatte schon einen gewissen Derbycharakter, immerhin kamen 1846 Zuschauer trotz Hitze an den Berliner Platz.

Tumulte vor dem Spiel

Unrühmlich führten sich laut Polizei jeweils circa 50 bis 60 Kaufbeurer und Augsburger Ultras schon vor dem Spiel auf. Diese stürmten bereits vor dem Spielbeginn im Stadion aufeinander los. Dies hatte einen größeren Polizeieinsatz zur Folge. Traurige Bilanz: Ein Polizeibeamter sowie ein Ultra-Fan mussten im Krankenhaus wegen Verletzungen ärztlich versorgt werden, zudem wurden mehrere Ordner und ein Polizeibeamter leicht verletzt. Die Polizei hat aufgrund der Ausschreitungen die Ermittlungen diesbezüglich aufgenommen. Erkannte Ultras sollen laut Polizei in enger Abstimmung mit dem ESVK für den Rest der Saison aus dem Stadion verbannt werden.

Toller Sport

Dagegen boten die Akteure beider Teams ein schnelles, rassiges und auch faires Spiel. Der klassenhöhere Gast aus Augsburg bestimmte das Match, aber gerade in Überzahl zeigten die Joker ein starkes Spiel, das aber leider nicht durch Tore belohnt wurde. Die skandinavische erste Reihe des ESVK hielt gegen den Erstligisten gut mit und erarbeitete sich auch sonst einige gute Chancen.

In der zweiten Reihe wirbelte der Kanadier Branden Gracel und sorgte gut eingesetzt von seinen Nebenleuten Fröhlich und Schmidle durch seine enorme Schnelligkeit für viel Gefahr, aber AEV-Torhüter Boutin hatte wieder einmal einen starken Abend. Jeweils ein Treffer der Augsburger im ersten und im zweiten Drittel, danach zu Beginn des letzten Abschnittes noch zwei schnelle Tore und fertig war der Endstand zum 0:4.

Während beim ESVK Anton Pertl und Daniel Oppolzer erst gar nicht mit von der Partie waren, schieden im Laufe des Spieles Ondrej Pozivil, Michael Fröhlich und letztendlich auch noch Max Schmidle vorzeitig verletzt aus. ESVK-Coach Andreas Brockmann war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Wir haben gegen einen Starken Gegner ein gutes Spiel gezeigt und uns gute Chancen erarbeitet. Leider hat es nicht für einen eigenen Treffer gereicht. Am Schluss sind uns auch aber sichtbar die Kräfte ausgegangen“.

Einen Hauch von Nostalgie in dem schwäbischen Derby erzeugten auch die Joker in den Retrotrikots, angelehnt an die 1960er Jahre.

Freitag kommen die Ingolstädter Panther

Das nächste Highlight in der Vorbereitung des ESVK auf die neue Saison folgt schon diesen Freitag. Dann gibt nämlich der Erstligist und Kooperationspartner des ESVK, der ERC Ingolstadt seine Visitenkarte in Kaufbeuren ab. Trainer der Panther ist seit dieser Saison der 56-jährige Schwede Tommy Sammuelsson, der hier in Deutschland Neuland betritt. Als Aktiver hat er eine große Karriere hinter sich, spielte bei neun großen Turnieren für das schwedische Nationalteam. Nach einer doch enttäuschenden letzten Saison peilen die Ingolstädter heuer wieder den direkten Einzug in die Playoffs an. Interessant ist sicherlich auch die Vergabe der Förderlizenzen für den ESVK. Der junge Verteidiger Simon Schütz kämpft nach einer starken letzten Saison im Trikot der Joker nun um einen festen Platz im Pantherteam. Stürmer Marc Schmidpeter ist eventuell auch für diese Saison eine Option. Sicher beim ESVK wird dagegen der erst 18-jährige Christoph Kiefersauer auflaufen. Der Tölzer kann sich mit guten Leistungen für höhere Aufgaben hier im Allgäu empfehlen.

Samstag geht es nach Peiting

Gute 14 Stunden später gastieren die Kaufbeurer Joker beim Nachbarn und Oberligisten EC Peiting. Spielbeginn ist dort am Samstag, 3. September, schon um 15 Uhr.

von Werner Mayr

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