Andreas Sauer vom TSV Westendorf ist Bayerns Kampfrichterchef

Mit Herz und Seele Kampfrichter

+
ampfrichter Andreas Sauer ist gerade in den Wettkampfmonaten September bis Dezember Wochenende für Wochenende im Dauereinsatz.

Westendorf – Wochenende für Wochenende sind sie im Einsatz, um angefangen auf Bezirks- bis hinauf zur Bundesligaebene, ihre Wettkämpfe zu leiten. Der Bayerische Ringer-Verband hat für die ersten und zweiten Bundesligen allein acht qualifizierte Mattenleiter. Einer von ihnen ist Andreas Sauer vom TSV Westendorf. Er ist neben seiner Kampfrichtertätigkeit zugleich Kampfrichterchef in Bayern.

Seit 1994 übt er dieses „besondere Hobby“ aus. Im Dezember dieses Jahres feiert Sauer zudem sein 20-jähriges Jubiläum. 1995 erwarb er die Landeslizenz in Hessen. Seine Bundeslizenz wurde ihm im Jahr 2000 zugesprochen. Den ersten Kampf in der ersten Liga leitete er im Jahr 2011. Seit zwei Jahren hat er außerdem die Fila-Lizenz. 

Doch warum ist Andreas Sauer eigentlich Kampfrichter geworden? „Als aktiver Ringer habe ich keine Perspektiven mehr nach oben gesehen. Als dann im Verein angefragt wurde, entschied ich mich Kampfrichter zu werden.“ Der 36-jährige Familienvater wollte unbedingt der Sportart die Treue halten. „Wir sind eine Ringerfamilie“, ergänzt er. Dass er mittlerweile international unterwegs sei, als Kampfrichterobmann von Bayern fungiere, hätte er damals überhaupt nicht für möglich gehalten. Zudem pfiff er zum ersten Mal bei einer Militär-WM in Fort Dix (New Jersey/USA). „So verbinde ich sogar das Berufliche mit meinem Hobby.“ 

Kampfrichter sein bedeutet für Sauer, der sich seit vielen Jahren dem TSV Westendorf angeschlossen hat, in einem Höchstmaß an Verantwortung, zwei Sportler gegeneinander antreten zu lassen, „und nach bestem Wissen und Gewissen den richtigen Sieger zu finden“. Ein sogenanntes Schlüsselerlebnis auf der Matte hatte er zwar nicht, das ihm in Erinnerung geblieben ist, doch vielmehr seien es die positiven und vor allem negativen Erlebnisse, welchen einen in den vielen Jahren begleiten und somit die Karriere prägen. Für ihn macht das Niveau der Sportler einen Kampf erst interessant. Das kann ein Einzelkampf, aber auch den kompletten Mannschaftskampf betreffen. Dabei spielt die Liga für ihn überhaupt keine Rolle. 

Ob es dann doch zu einem besonderen Kampf kommt, liegt in erster Linie auch an der Stimmung in der Halle. „Die mitfiebernden Fans und Zuschauer sind in Zukunft nicht aus unseren Hallen wegzudenken“, so Andreas Sauer, der sich abschließend an seine Förderer zuwendet: „Mein besonderer Dank geht an alle, die in mich dieses große Vertrauen setzen. Insbesondere danke ich meiner Frau, die all die Jahre trotz der vielen Abwesenheiten immer noch hinter mir steht und dadurch mein Hobby tatkräftig unterstützt“. Von Stefan Günter

Meistgelesene Artikel

Nervenstärke des Favoriten

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat sich zum dritten Mal in Folge für die Endrunde zur Schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft qualifiziert. …
Nervenstärke des Favoriten

Gas geben

Marktoberdorf – Wenn am kommenden Samstag die vierwöchige Pause für die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen-Marktoberdorf vorbei ist, will …
Gas geben

Zweimal erfolgreich

Der Neugablonzer Alexander Günter hat mit der Bayernauswahl den Titel beim DFB-Länderpokal in Duisburg nur knapp verpasst.
Zweimal erfolgreich

Kommentare