Viele Verletzte in den Reihen des ESVK

Joker in Bremerhaven ohne Fortuna

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Viele Spieler sind verletzt, eine Stresssituation auch für ESVK-Trainer Kari Rauhanen.

Kaufbeuren – Eine weite Fahrt bis an die Nordseeküste mussten die Kaufbeurer Joker am Dienstag, den 30. Dezember, zum letzten Spiel des Jahres 2014 unternehmen. Dort warteten die Fischtown Pinguins immer noch als amtierender Zweitligameister auf die Allgäuer.

Vor 4367 Zuschauern in der relativ neuen Eishalle tasteten sich beide Teams noch ab. Dann aber legten die Gastgeber furios los und überrumpelten die Kaufbeurer, denn innerhalb von nur 141 Sekunden trafen sie dreimal ins Gästetor. Nach diesen gespielten genau zehn Spielminuten nahm ESVK-Coach Kari Rauhanen daraufhin Torhüter Maximilian Sigl aus dem Tor und brachte den noch jüngeren, erst 17-jährigen Bastian Kucis. Das Eigengewächs des ESVK  konnte sich im Anschluss darauf gleich mehrmals auszeichnen. 

Zu Beginn des zweiten Drittels kamen die Joker durch Brad Snetsinger zu ihrer ersten echten Chance, doch Pinguins Torhüter Meisner ließ sich noch nicht überwinden. Zur Hälfte der Partie erhöhten die Gastgeber auf 4:0, damit schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch der ESVK besann sich auf seine kämpferischen Fähigkeiten und kam durch Kapitän Daniel Menge zum Anschlusstreffer. 

Michael Kreitl besorgte noch im gleichen Spieldrittel in Überzahl den zweiten Treffer. Eine weitere Überzahlsituation in der fairen Partie (10 Strafminuten gegen die Pinguins und nur vier gegen die Joker) nutzte diesmal Matt Marquardt in der 45. Spielminute zum Treffer zum 4:3.

Jetzt mobilisierten die Kaufbeurer nochmals alle Kraftreserven, doch in den verbleibenden fünfzehn Spielminuten traf kein Team mehr ins Tor und so blieb es bei dem schmeichelhaften 4:3-Erfolg der Pinguins und die Joker gingen wieder einmal leer aus und dies trotz ansprechender Leistung. 

In Bremerhaven fehlten neben Torhüter Stefan Vajs (Gehirnerschütterung) noch die Verteidiger Gregor Stein (Hüftverletzung), Alexander Winkler (gesperrt), die Stürmer Michael Fröhlich (Mittelfußbruch), Manuel Wiederer (U-20 WM in Kanada) und Stefan Loibl. Dazu musste noch Verteidiger Martin Heider nach einem Bandencheck im zweiten Drittel ebenfalls passen.

Weitere Spiele

Am heutigen Freitag spielen die Joker um 20 Uhr in Crimmitschau gegen die Eispiraten. Am Sonntag, 4. Januar, findet um 18.30 zuhause das Spiel gegen die Bietigheim Steelers statt und am Dienstag, 6. Januar, um 17 Uhr ein Auswärtsspiel gegen Starbulls Rosenheim.

Zum zweiten Aufeinandertreffen in der Sparkassen Arena Kaufbeuren kommen am Freitag, 9. Januar, die Frankfurter Löwen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Beim ersten Gastspiel siegten die Hessen mit 7:3 Toren. Die Frankfurter sind als Aufsteiger nun im oberen Tabellenfeld der zweiten Liga zu finden. 

Mit einem Zuschauerschnitt von 4700 Besuchern pro Heimspiel sind sie der Ligakrösus und haben somit auch ganz andere finanzielle Möglichkeiten als die Joker. Verletzungsbedingte Ausfälle wurden immer umgehend neu besetzt. Deshalb kann Coach Tim Kehler immer mit einem großen Kader anreisen. Die Hoffnungen der Kaufbeurer beruhen darauf, dass ihre Verletzten möglichst schnell wieder ins Team zurückkehren. von Werner Mayr

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