Judoka Tobias Bergmeier schied bei der EM U18 vorzeitig aus

"Er hat sich gut verkauft"

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Tobias Bergmeier und Abteilungsleiter Dieter Zimmermann bei der U18-EM in Sofia.

Kaufbeuren/Sofia – „Er hat sich gut verkauft. Mit etwas Glück wäre sogar mehr drin gewesen“, so das positive Fazit von TVK-Judo-Abteilungsleiter Dieter Zimmermann trotz des vorzeitigen Aus von Tobias Bergmeier bei der U18-Europameisterschaft im bulgarischen Sofia.

Für den Aitranger war es übrigens seine erste EM. Bergmeier hatte kein Losglück und hatte schwere Gegner in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm vor der Brust. Mit einem Freilos startete der 17-Jährige ins Turniergeschehen. In seinem ersten Duell traf er auf Hasil Jafarov. Gegen den Aserbaidschaner lag der Ostallgäuer schon mit 0:8 zurück, ehe er eine fulminante Aufholjagd startete und den Kampf noch mit 10:8 drehte und zu seinen Gunsten entschied. 

Der Georgier Dudashvili Lasha dürfte sich wohl noch sehr lange an Tobias Bergmeier erinnern. Denn dieser erwies sich bei einem weiteren Kampf als „unangenehmer“ Gegner im positiven Sinne, sodass er seinem Gegenüber schon drei Verwarnungen wegen Passivität aufdrückte, ehe der Georgier dann doch mit einem blauen Auge davonkam und den Kampf mit viel Glück über die Zeit brachte. „Sein Gegner war so kaputt, weil Tobias ihn mächtig unter Druck gesetzt hat“, erzählt Dieter Zimmermann. Weil Dudashvili Poolsieger wurde, war Bergmeier noch weiter in der Trost- beziehungsweise Hoffnungsrunde mit dabei. Doch der Pole Przemyslaw Czuborski war zu stark und für Bergmeier war das Turnier somit vorzeitig beendet. 

Im Kampf gegen den Georgier zog er sich eine Schulterverletzung zu, sodass er sehr eingeschränkt gegen den Polen zu Werke ging. Im Teamwettbewerb reichte es noch zu Platz neun. Den EM-Titel holte sich Georgien im Finale gegen die Niederlande. Dritter wurde Frankreich. 

Grünes Licht 

David Karle kann wohl dagegen wieder hoffen und aufatmen. Nach knapp einem halben Jahr wartet der Kaufbeurer auf einen Einsatz beim European-Cup im polnischen Wroclaw am 18. und 19. Juli. Knieprobleme zwangen ihn zu einer mehrmonatigen Pause. Wenn die Ärzte grünes Licht geben, steht einem Einsatz in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm nichts mehr entgegen: „David hat sich den European-Cup so gewünscht“, hofft Dieter Zimmermann. 

Eine nächste Hiobsbotschaft suchte unlängst Lisa Dollinger in Spanien heim. Die 19-Jährige zog sich im Trainingslager mit der Nationalmannschaft einen Bänderanriss am rechten Knie zu. EM oder sogar doch die Teilnahme an einer WM? Mitte September treffen sich Europas beste Judokas in Österreich (Oberwart). Ob Dollinger dort oder dann doch bei der WM in Abu Dhabi (23. bis 27. Oktober) gesetzt sein wird, werden die Bundestrainer in Kürze bekanntgeben. Bis dahin dürfte Dollinger aber nach bisheriger Einschätzung wieder fit sein. von Stefan Günter

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