"Dieses Team ist untrainierbar"

BSK Olympia: Trainer Miroci wirft hin

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Rrust Miroci hört auf.

Kaufbeuren – „Was in der Rückrunde passiert, habe ich noch nicht erlebt“! – Fußball-Coach Rrust Miroci ist bedient und mächtig sauer auf die Leistung seiner Mannschaft. Deshalb beendet er die Zusammenarbeit mit dem Verein.

Während der BSK Olympia Neugablonz auf dem fünften Platz überwinterte und eine tolle Vorrunde spielte, sieht die aktuelle Situation bei den Schmuckstädtern ganz und gar nicht rosig aus. Der BSK liegt auf dem 11. Tabellenplatz, nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Jüngst verlor Neugablonz am Wochenende sein Heimspiel gegen den SV Egg a. d. Günz mit 0:1. Die negative Bilanz nach der Winterpause: sechs Niederlagen, vier Unentschieden und nur ein Sieg. 

„Wir hatten nach der Vorrunde eine Aufbruchstimmung und 15 Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz“, kann Rrust Miroci aktuell vieles nicht nachvollziehen, was sich in seinem Umfeld ereignet hat. Schon gegen Egg spielte Neugablonz auf ein Tor und am Ende wird der BSK mit einer weiteren Niederlage bestraft. „Diese Situation geht mir sehr an die Substanz“, hatte sich der Übungsleiter doch mehr erhofft, als jetzt nur gegen den Abstieg zu spielen. „Wir werden bestraft, weil einige Spieler nicht trainieren“, hat Miroci den Kampf gegen seine Spieler verloren. 

Es sei ein Kampf, den schon einst Antonio Pisanu nicht gewinnen konnte. „Du kannst die Mentalität und die Einstellung bei den Spielern in Neugablonz nicht ändern. Pisanu hatte recht: dieses Team ist untrainierbar“, macht er seinen Ärger Luft. 

Rrust Miroci ist ein ehrgeiziger und akribischer Trainer, der weiß was er will – und zwar den Erfolg. In der Vorrunde war die Welt beim BSK Olympia Neugablonz noch in Ordnung, allerdings bis zum Beginn der Vorbereitungsphase nach der Winterpause. Hier konnte Miroci nicht mit allen Spielern trainieren. Ein Akteur, der aber an seinem neuen Verein hängt, ist Martin Hennebach, der vom Lokalrivalen SVK nach Neugablonz wechselte. Auch er möchte in der jetzigen Situation nichts schönreden. „Es schaut nicht gut aus, aber wir haben es noch selbst in der Hand“, so Hennebach. Dass es nun mit dem BSK in der Tabelle bergab geht, sei zwar aus seiner Sicht sehr unglücklich, doch wolle er auch bei einem möglichen Abstieg in die Kreisliga Neugablonz auch dort die Treue halten. „Ich fühle mich hier richtig wohl“. 

Trainer wirft hin 

Während sich Hennebach weiterhin für den Verein ausgesprochen hat, kehrt Miroci zum Ende der Saison dem BSK den Rücken zu. „Wir haben in der Rückrunde nichts mehr getan“. Das eigentliche Problem für ihn sei, dass sich die Spieler selbst die Schuld an der derzeitigen Situation zuschieben. „Der Verein steht hinter mir, aber ich kann so nicht mehr weiter arbeiten“, meint Miroci. Martin Hennebach bedauert indes den Schritt seines Trainers: „Er ist ein guter Coach. Es ist schade, dass er aufhört. Für Neugablonz ist dies ein herber Verlust“, wirkt er ziemlich ratlos. Der Fußball-Bezirksligist biegt in die Zielgerade der Saison 2012/2013 ein. Am kommenden Samstag, 18. Mai, erwartet der BSK noch den FC Stätzling. Anfang Mai gab es auswärts eine klare 0:4-Niederlage. Eine Woche später treten die Schmuckstädter ihre letzte Fahrt zum FC Füssen an. von Stefan Günter

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