Kein Losglück

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Für Christian Stühle (Mitte) war nach einem Kampf in Freiburg leider schon das Turnier beendet.

Westendorf – Nach nur einem Kampf war Schluss: Für den Westendorfer Ringer Christian Stühle sind die Deutschen Meisterschaften im freien Stil in Freiburg leider anders verlaufen als erhofft. Der 26-Jährige verlor sein einziges Duell gegen Gennadij Cudinovic deutlich mit 0:11-Punkten.

Weil der Köllerbacher aber nicht das Finale erreichte, blieb es für den TSV‘ler bei nur einem einzigen Auftritt im Halbschwergewicht. Es war schlicht ein unglückliches Los für Stühle, der mit Cudinovic gleich zu Beginn in der Gewichtsklasse bis 97 Kilogramm auf einen Spitzenringer traf. Schließlich wurde der erst 22-Jährige in den Jahren 2014 und 2015 Deutscher Vizemeister im Herrenbereich. 

„Es ist natürlich sehr bitter und schade zugleich“, zeigt sich Stühle von seinem einzigen Auftritt in Südbaden sichtlich enttäuscht. Es sei schwer gewesen, gegen ihn zu bestehen. Zur Pause lag der Westendorfer nur mit 0:2-Wertungspunkten zurück. Um aber gegen den Saarländer in irgendeiner Weise bestehen zu können, musste er alles in eine Waagschale werfen. „Ich habe es probiert, aber es hat nicht funktioniert. Cudinovic hat den Kampf super ausgerungen und verdient gewonnen“, so Stühles nüchterne Erkenntnis. 

Im Anschluss musste der TSV‘ler knapp neun Stunden warten, ehe er dann über sein bitteres Turnierende Bescheid wusste. Im Halbfinale verlor nämlich Cudinovic gegen den DRB-Athleten Erik Thiele (KFC Leipzig) deutlich mit 0:9-Punkten, was bedeutete, dass Stühle auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde ins Geschehen beziehungsweise auch um die Medaillen eingreifen konnte. „Ich hätte noch gerne gerungen, weil ich nach Freiburg gefahren bin, um zu sehen, wie mein Leistungsstand wirklich ist. Ich habe noch mehr drauf, das wollte ich allen und natürlich mir besonders zeigen“, hadert Stühle mit seinem Schicksal. 

Aus bayerischer Sicht konnte nur der Unterföhringer Andreas Walter am Ende wirklich glänzen. Er holte mit Platz drei die einzige Medaille für das Team des Bayerischen Ringer-Verbandes. Alle anderen Athleten im insgesamt achtköpfigen Aufgebot bezahlten bei den nationalen Titelkämpfen in Freiburg ausschließlich Lehrgeld. 

Besser wollen es am kommenden Wochenende, 10. bis 12. Juni, die beiden Westendorfer Christopher Kraemer (59 Kilogramm) und Maximilian Goßner (66 Kilogramm) machen, wenn sie bei den Titelkämpfen im griechisch-römischen Stil in Saarbrücken auf die Matten gehen.

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