ESVK-Trainer Uli Egen und sportlicher Leiter Dieter Hegen im Kreisbote-Interview

"Es tangiert mich jetzt nicht mehr"

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ESVK-Trainer Uli Egen (links) und sportlicher Leiter Dieter Hegen sind mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern enthoben.

Die Vorstandschaft des ESV Kaufbeuren hat nach einer Serie von 14 verlorenen Spielen die Reißleine gezogen. Sowohl Headcoach Uli Egen als auch der sportliche Leiter Dieter Hegen sind am Montagvormittag von ihren Aufgaben entbunden worden.

Bis ein neuer Trainer verpflicht wird, leitet Nachwuchkoordinator Juha Nokeleinen das Training der Ersten Mannschaft. Wie es in der Pressemitteilung heißt, werde der Posten des sportlichen Leiters vorerst nicht besetzt. Der Kreisbote sprach mit Didi Hegen und Uli Egen über ihren Rauswurf beim ESVK. 

Herr Egen, wie groß ist denn die Enttäuschung? 

Egen: "Natürlich bin ich enttäuscht. Wir haben die letzte Partien auf viele verletzte Cracks verzichten müssen. Neue Stammspieler sind keine hinzugekommen. Sicherlich hatten wir auch knappe Ergebnisse. Wir wollten uns mit dem kleinen Kader in die Deutschland-Cup-Pause retten. Jetzt kommen so langsam die Verletzten wieder zurück. In bin überzeugt, dass wir wieder eine super Mannschaft hätten. Aber es tangiert mich jetzt nicht mehr. Die Erfolge kommen mit Sicherheit wieder". 

Wie haben Sie von Ihrer plötzlichen Kündigung erfahren? 

Egen: "Am Montagvormittag bin ich telefonisch von Vorstand Andreas Settele in Kenntnis gesetzt worden, dass ich mit sofortiger Wirkung freigestellt bin". 

Sie haben sich nicht persönlich getroffen?

Egen: "Was soll ich dazu jetzt sagen. Es ist natürlich nicht prickelnd. Es ist eine Entscheidung, die der Vorstand eben getroffen hat. Ich bin jetzt auch nicht der Typ, der jetzt herumdiskutiert". 

Herr Hegen, was sagen Sie zu ihrer Freistellung? 

Hegen: "Das ist das Geschäft. Wir haben schon wie in der Vorsaison das Pech mit den verletzten Spielern. Zudem waren wir leider nicht in der Lage, es zu kompensieren. Der Kader war eh schon klein. Das ist ja auch das Schwierige gegen Topmannschaften in der Liga bestehen zu können beziehungsweise auch zu gewinnen". 

Also hatte der Rumpfkader gar keine reelle Chance optimale Ergebnisse zu erzielen und sich zu beweisen? 

Hegen: "Viele Spieler kann man nicht durch Cracks aus der DNL austauschen. Das ist eine schwierige Situation. Es gibt auch keinen Verein in der Liga, der acht verletzte Spieler kompensieren muss. Wenn Leistungsträger ausfallen, kann man sie nicht einfach ersetzen". 

Hätten Sie sich nicht mehr Verständnis und auch Rückendeckung von der Vorstandschaft gewünscht? 

Hegen: "Sicherlich. Wir konnten es leider mit den DNL-Spielern nicht ausgleichen. Wir haben im Verein gute Talente, aber sie gehören langsam herangeführt an die DEL2. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen. Dazu braucht es eben Geduld, die der Verein in der jetzigen Situation eben nicht hat". 

Dass bei einer sportlichen Talfahrt zuerst der Trainer in Frage gestellt wird, ist einleuchtend. Doch warum hat sich der ESVK auch noch von Ihnen als sportlichen Leiter getrennt? 

Hegen: "Ich muss diese Entscheidung des Vereins akzeptieren, ob ich es verstehe oder nicht. Das Warum steht auf einem anderen Blatt Papier". von Stefan Günter

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