Joker unterliegen zweimal

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Josh Burnell traf am Sonntag zur 2:3-Führung der Joker, dennoch kassierte die Mannschaft am Ende eine 6:3-Niederlage gegen den amtierenden Meister Bietigheim.

Kaufbeuren – Zweimal gut dagegen gehalten und dennoch mussten die Kaufbeurer Joker jedes Mal als Verlierer die Eisfläche verlassen. Ohne ihre Leistungsträger St. Jacques, Versteeg, Baindl und Heider, dazu Torhüter Stefan Vajs zur Sicherheit nur auf der Bank, gingen die Joker in das Match gegen den hohen Favoriten in Frankfurt.

Nach sechzig Minuten dann doch ein klarer 10:3-Erfolg der Frankfurter Löwen. Zwei Tage später ging die ersatzgeschwächte Kaufbeurer Truppe dann in Bietigheim gegen den amtierenden Meister ins Spiel. Auch dort hielten die Joker lange Zeit mit und führten bis ins letzte Drittel, mussten sich dann letztendlich doch mit 6:3 geschlagen geben. Durch diese zwei Niederlagen rutschte der ESVK auf Rang elf der DEL 2 ab. 

Chancenlos in Frankfurt 

Gegen das hochkarätig besetzte Spitzenteam der Frankfurter Löwen waren die Joker auf dem verlorenen Posten. Im Tor stand Marc-Michael Henne, der sich über Arbeit sicher nicht beschweren konnte. Mit zahlreichen Paraden hielt er die Joker im Spiel. 

Nach der Anfangsoffensive der Löwen kamen die Kaufbeurer besser ins Spiel und hatten ihrerseits Chancen. Die Gastgeber trafen zweimal vor der Pause, allerdings konnte ESVK-Stürmer Florian Thomas noch den Anschlusstreffer erzielen. 

Der zweite Spielabschnitt bescherte den Löwen nochmals zwei Tore. Richtig ins Hintertreffen kam der ESVK dann im Schlussdrittel. Da schraubten die Löwen vor 4016 Zuschauern das Endergebnis auf 10:3. Max Schmidle und Daniel Menge schossen die weiteren zwei Tore für den ESVK. 

Beim Meister teuer verkauft 

Zwei Tage später dann das nächste Auswärtsmatch, diesmal in Bietigheim. Wieder stark ersatzgeschwächt zeigten die Joker erneut eine gute Anfangsleistung. Mit dem gleichen dezimierten Kader aus dem Freitagsspiel, diesmal noch zusätzlich ohne Verteidiger Gregor Stein und erstmals mit Korbinian Sertl vom Oberliga-Kooperationspartner ERC Sonthofen im Tor, ging es vor 2513 Zuschauern ins Match. Die Joker gingen durch einen Treffer von Max Lukes nach drei Minuten in Überzahl in Führung. Zehn Minuten später glich der Topscorer der Steelers McKnight zum 1:1 aus. 

Im zweiten Drittel wagten sich die defensiv eingestellten Joker öfter aus ihrer Verteidigungszone. Der Lohn war die erneute Führung durch Jannik Woidtke. Selbst der Ausgleichstreffer der Gastgeber ließ die Kaufbeurer nicht aus ihrem Konzept bringen und Josh Burnell traf zur 2:3-Führung noch vor der zweiten Pause. 

Auch im letzten Durchgang hielt die Abwehrleistung der Joker, doch nach 50 Minuten nahm das Unheil seinen Lauf. Zuerst der Ausgleich, dann folgten noch drei Gegentore. So wurde der ESVK wieder einmal unter Wert geschlagen, doch die Leistung lässt für die nächsten Partien hoffen.

 ESVK-Coach Mike Muller zum Spiel: „Ich bin heute total stolz auf meine Mannschaft. Wir mussten auf sechs wichtige Spieler verzichten und die Jungs auf dem Eis haben dem Meister einen tollen Fight geliefert!“ 

Donnerstag nach Freiburg 

Am Donnerstag geht es nach Freiburg. Der Tabellenvorletzte verlor am Sonntag zuhause im Kellerderby gegen die Heilbronner Falken mit 2:3 Toren und steht damit unter Erfolgsdruck. Eine Maßnahme dazu soll die Neuverpflichtung des vertragslosen Torhüters Jonathan Boutin sein. 

DNL-Team gewinnt beide Spiele 

Zweimal standen bayerische Gegner auf dem Spielplan des ESVK-Teams. Volle Punktzahl holten die Kaufbeurer, sowohl am Samstag beim 3:2-Erfolg in Landshut, als auch zuhause am Sonntag mit einem 4:1-Sieg über die Starbulls aus Rosenheim. Dadurch belegen die Kaufbeurer Youngsters mit 39 Punkten aus 16 Spielen weiterhin Rang drei in der DNL hinter Mannheim und Köln. 

Beim 3:2 in Landshut waren die Kaufbeurer zweimal in Rückstand, konnten aber dann das letzte Drittel für sich entscheiden und siegten durch Tore von Gerbold, Gasser und Kramer. Anders dann beim Heimspiel am Sonntag gegen die Starbulls aus Rosenheim. Hier führten die Kaufbeurer vor 183 Zuschauern durch Treffer von Fetschele, Gasser, Wolter und Schirrmacher schon mit vier Toren Vorsprung, ehe die Gäste drei Minuten vor Ende noch den Ehrentreffer erzielten.

von Werner Mayr

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