ESVK gewinnt in Landshut mit 5:4 nach Verlängerung – 2:3-Niederlage daheim

Landshut beendet Heimsieg-Serie

+
Zwar seien die Gäste aus Landshut das reifere Team gewesen, dennoch war ESVK-Coach Uli Egen mit der Moral seiner Truppe zufrieden.

Kaufbeuren – Nach sieben Heimsiegen mussten sich die Joker nun wieder einmal geschlagen geben. Zwar war das Kaufbeurer Stadion endlich wieder einmal gut gefüllt, jedoch mussten die heimischen Fans statt einem Sieg dem 2:3-Verlust gegen Landshut beiwohnen. Zwei Tage zuvor im Hinspiel waren die Kaufbeurer dagegen erfolgreich.

Siebenmal in Folge entpuppte sich der Berliner Platz als Festung und die Kaufbeurer Joker verließen jeweils als Sieger das heimische Eis. Doch ausgerechnet als endlich mal wieder eine stattliche Kulisse am Sonntagabend das alte Eisstadion bevölkerte, mussten sich die Joker dem an diesem Abend spielerisch stärkeren Gast aus Landshut mit 2:3 geschlagen geben. Dabei überraschten die Kaufbeurer am Freitagabend noch, als sie nach einem wahren Eishockeykrimi in Landshut mit 5:4 Toren nach Verlängerung siegreich die Heimreise ins Allgäu antreten konnten. 

Dabei hätten die Joker Punkte gut machen können, denn die direkten Konkurrenten hatten allesamt verloren. Mit 53 Punkten ist der ESVK auf Rang zehn vier Punkte hinter den Roten Teufeln aus Bad Nauheim und weiterhin zehn Punkte hinter dem Achten aus Weißwasser platziert. 

Irres Match in Landshut 

Dabei fing das Wochenende gut an. Bei zuletzt sportlich auf Talfahrt befindlichen Landshutern machten die Kaufbeurer Joker beim 5:4 nach Verlängerung ein gutes Spiel und entführten zwei Punkte. Den Führungstreffer der Landshuter wandelten Schmidle und Schultz in eine 1:2-Führung zur ersten Pause. Die nun das Match an sich reißenden Gastgeber glichen aus und bis zur 52. Minute erhöhten sie den Vorsprung auf 4:2. Doch die Joker gaben nicht auf und Näätänen erzielte den Anschluss- treffer. Dramatik dann in der letzten Spielminute. ESVK-Trainer Uli Egen nahm eine Auszeit und für den stark haltenden Keeper Johannes Wiedemann kam ein sechster Feldspieler auf das Eis. Fünf Sekunden vor Ende nutzte Sami Ryhänen einen Abpraller und markierte das 4:4-Unentschieden. Das 5:4 in der Verlängerung durch seinen Landsmann Tähtinen beendete einen furiosen Eis- hockeyabend zugunsten der Joker. 

Revanche 

Der Spielplan wollte es so, dass zwei Tage später das Rückspiel in Kaufbeuren stattfindet. Bedingt durch die letzten Erfolge der Joker passierten am Sonntagabend 1809 Zuschauer die Drehkreuze am Berliner Platz. Sie sahen von Beginn an einen verbissen agierenden EV Landshut. Es hatte den Anschein, dass die Niederbayern unbedingt die Scharte vom Freitag ausbügeln wollten. Mit viel Druck schnürten sie die Joker in deren eigenen Drittel ein. Beim ESVK schienen die Kräfte zu schwinden. Sie konnten nie richtig Paroli bieten. 

Sehenswert der erste Treffer der Gäste, als nach einem Traumpass ein schneller Konter unhaltbar für den nach langer Verletzungspause wieder zwischen den Pfosten stehenden Stefan Vajs verwandelt wurde. Nach dem 0:2 keimte noch einmal Hoffnung auf, als Alex Thiel kurz vor der ersten Pause der Anschlusstreffer gelang. Eine Vorentscheidung dann in der 36. Minute, als die Gäste auf 1:3 davonzogen. Hitzig wurde es noch kurz vor den des zweiten Drittels, als der nicht immer souverän wirkende Hauptschiedsrichter gleich zwei Kaufbeurer auf die Strafbank schickte. Doch mit Glück und Geschick überstanden die Joker die ersten Minuten im letzten Drittel in doppelter Unterzahl. 

Die folgenden Minuten verrannen, ohne dass sich etwas Entscheidendes tat. Erst nach dem Treffer zum 2:3 durch Matti Näätänen, 129 Sekunden vor Ende, keimte nochmals Hoffnung im Lager der Joker auf. Doch diesmal gab es kein Happyend und die Niederbayern entführten verdientermaßen diesmal drei Punkte. Ein spannendes und vielleicht noch wegweisendes Match steht dem ESVK am Freitag in der Lausitz gegen die von Verletzungssorgen geplagten Füchse bevor. 

DNL-Team chancenlos 

Zweimal hieß es am letzten Wochenende beim Topfavoriten in Mannheim anzutreten. Sowohl am Samstag beim 0:4, sowie auch am Sonntagmittag beim 1:8 hatten die Kaufbeurer kaum eine Chance auf einen Punktgewinn. Da stand es schon 0:6, ehe Jonas Lautenbacher in der 46. Minute wenigstens den Ehrentreffer für das Kaufbeurer DNL-Team erzielen konnte. Die Jungadler Mannheim führen nun die Tabelle souverän mit 83 Punkten vor den Eisbären Berlin mit 73 Punkten an. Die Kaufbeurer bleiben dagegen Vorletzter mit 37 Punkten, sechs Punkte hinter dem Achtplatzierten und auf noch auf dem letzten Play-Off-Rang rangierenden Krefelder EV. von Werner Mayr

Meistgelesene Artikel

Nervenstärke des Favoriten

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat sich zum dritten Mal in Folge für die Endrunde zur Schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft qualifiziert. …
Nervenstärke des Favoriten

Gas geben

Marktoberdorf – Wenn am kommenden Samstag die vierwöchige Pause für die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen-Marktoberdorf vorbei ist, will …
Gas geben

Zweimal erfolgreich

Der Neugablonzer Alexander Günter hat mit der Bayernauswahl den Titel beim DFB-Länderpokal in Duisburg nur knapp verpasst.
Zweimal erfolgreich

Kommentare