9:2-Niederlage gegen Landshut fällt zu hoch aus – Leistungssteigerung gegen Ravensburg

Verletzungspech beim ESVK hält an

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Gegen Ravensburg sah ESVK-Trainer Juha Nokelainen ein sehr gutes erstes Drittel seines Teams mit viel Kampfgeist und guten Chancen.

Kaufbeuren – Kurz vor Schließung der Transferliste im deutschen Eishockey konnten die Klubverantwortlichen des ESV Kaufbeuren einen dringend benötigten Verteidiger an die Wertach lotsen. Mit dem 32-jährigen Matthias Bergmann wechselt ein erfahrener Blueliner vom Ligakonkurrenten Kassel Huskies zum ESVK.

Dank zusätzlicher Sponsoren, in Form von C. Hübner GmbH, dem Landgasthof Hubertus Apfeltrang und der Ernst Höbel GmbH konnte diese Verpflichtung noch realisiert werden. Im Gegenzug verließ Verteidiger und Förderlizenzspieler Mathias Müller den ESVK, da die Straubing Tigers den Vertrag mit ihm auflösten und Müller nun bei den Kassel Huskies um die Meisterschaft spielen möchte. 

Zwei Tage vorher konnte der ESVK schon die Verpflichtung des Kanadiers Josh Lunden bekannt geben. Der 28-jährige Stürmer (1,88 Meter groß und 92 Kilogramm schwer) spielte wie sein Landsmann Jordan Knackstedt davor in der zweiten russischen Liga. Zuvor schon hatte der Kanadier schon über 100 Einsätze in der kanadischen Liga AHL. Momentan stehen auch die beiden Straubinger Förderlizenzspieler Stefan Loibl und Manuel Wiederer dem ESVK nicht zur Verfügung. Beide weilen mit der deutschen U 19- Nationalmannschaft bei einem Fünf-Nationenturnier in Göteborg in Schweden. Während Wiederer noch sechs Punktspiele für den ESVK absolvieren müsste, um die erforderliche Anzahl von 20 Hauptrundenspielen für den Kooperationspartner zu erreichen, wären es bei Loibl nur noch deren zwei. Die Hauptrunde der DEL 2 endet bekanntlich schon am ersten März. Diese Woche wird Stürmer Marcel Brandt von den Tigers für die Joker abgestellt. 

ESVK kämpft vergebens 

Nicht in Punkten gelohnt hat sich der aufopferungsvolle Einsatz der ESVK-Akteure am Freitagabend im Heimspiel gegen die Ravensburger Towerstars. Endlich konnten auch die Joker wieder einmal eine relativ gut besetzte Spielerbank aufweisen. Neben dem gesperrten Gregor Stein fehlten nur noch Torhüter Vajs, Michael Fröhlich und leider auch schon Neuzugang Jordan Knackstedt, der mit einer Schulterverletzung zu kämpfen hat. Die nur 1249 Zuschauer sahen im ersten Drittel einen spielstarken und schnell operierenden ESVK. Der Lohn war eine hochverdiente 2:0 Pausenführung durch Treffer von Jonas Lautenbacher und Daniel Menge. Wäre der Pfostenschuss von Verteidiger Rob Kwiet zu Beginn des zweiten Drittels ins gegnerische Tor gegangen, dann hätte es vielleicht ein positives Ende für den ESVK geben können. So kamen die Ravensburger immer besser ins Spiel und siegten am Ende knapp mit 4:3 Toren, wobei Daniel Menge der Torschütze des dritten Jokertreffers war. 

9:2-Packung in Landshut. 

Deprimierend das Ergebnis vom Sonntagsmatch beim EV Landshut. Trotz dreier Neuzugänge brachten die Joker nur 14 Feldspielern mit nach Landshut. Es fehlten Vajs, Fröhlich, Stein, Messing, Pfaffengut, Lautenbacher, Weingärtner und Knackstedt. Im ersten Drittel hielten die Joker vor 3751 Zuschauer in Landshut noch mit und dank des Treffers von Max Schmidle stand es zur Pause 1:1 Unentschieden. Der Einbruch kam dann in der 35. Minute. Beim Treffer zum 3:1 der Gastgeber verletzte sich Kaufbeurens Torhüter Pasi Häkkinen und wurde durch seinen Vertreter Maximilian Sigl ersetzt. Der EVL drückte weiterhin und schraubte das Ergebnis gar auf den Endstand von 9:2, wobei drei Tore in nur 65 Sekunden fielen. Der zweite Treffer der Joker durch Josh Lunden erzielt. Riessersee wartet Schon am kommenden Freitag, 6. Februar, folgt das nächste Heimspiel der Joker. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena. Somit bleiben gerade mal drei Tage, um nach dem Dienstagheimspiel gegen Weißwasser wieder zu Kräften zu kommen. Der Gegner am Freitag, der SCR hat sportlich momentan auch Mühe, die angestrebte Play-Off-Runde zu sichern. Dazu kommt noch die ungeklärte Trainerfrage, denn die Kündigung von Ex-Trainer Toni Krinner ist vom Arbeitsgericht als nichtig erklärt worden. Krinner stand ja ein paar Tage später schon an der Bande seines neuen Arbeitgebers Landshut. Dort darf aber Krinner nach dem Urteil des Arbeitsgerichts Weilheim nicht arbeiten. In Garmisch hat nun Trainer Maurizio Mansi als Trainer angeheuert. 

DNL-Team chancenlos gegen Mannheim 

Zweimal hatte das Kaufbeurer DNL-Team die Mannheimer Jungadler am vergangenen Wochenende in der Sparkassen Arena zu Gast. Leider gab es für die Kaufbeurer nichts zu holen, denn die Gäste scheinen sich nach gewissen Startschwierigkeiten in der Meisterrunde (bisher erst 14 Punkte) noch doch zu stabilisieren und der ihnen angedachten Favoritentolle gerecht zu werden. Zweimal, sowohl am Samstag, wie auch einen Tag später gab es eine 0:5 Niederlage, wobei die Jungadler vor insgesamt 341 Zuschauern ihre wahre Stärke zeigten. von Werner Mayr

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