Riessersee zieht den Jokern den Zahn – Donnerstag kommen Frankfurter Löwen

Harte Landung für die Joker

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Zufrieden sieht anders aus: „In Zukunft muss weiterhin hart gearbeitet werden“, zieht ESVK-Coach Uli Egen nach dem Spiel gegen Riesersee Bilanz.

Kaufbeuren – Auf den Boden der Realität zurückgekehrt sind die Spieler des ESVK. Zuerst gab es am Freitagabend in Bad Nauheim eine knappe 4:2-Niederlage, dann folgte am Sonntagabend zuhause der Einbruch gegen den SC Riessersee.

Mit 1:6 ging das bayerische Derby für die Joker verloren. Damit ist der ESVK mit zwölf Punkten aus sechs Spielen auf den Tabellenrang Fünf abgerutscht. 

Debakel im zweiten Drittel 

Dass es so eine hohe Heimniederlage gegen den SC Riesersee zustande kam, lag an dem total verkorksten zweiten Drittel. Denn bis dahin war es in den ersten 20 Minuten ein ausgeglichenes Spiel vor 2048 Zuschauern mit Torchancen auf beiden Seiten. Den Führungstreffer hatte Max Schmidle schon in den ersten Minuten nach einem Traumpass von Stürmerkollege Menge auf dem Schläger, doch er scheiterte allein von Gästekeeper Vollmer. Zum Vergessen, zumindest für die Kaufbeurer Fans, war das zweite Drittel. Immer wieder führten Fehler, beziehungsweise Strafzeiten zu Gelegenheiten der Garmischer. Diese ließen sich nicht lange bitten und stellten mit 6:1 Toren allein in diesem Abschnitt den ihrerseits hochverdienten Auswärtssieg sicher. Den Ehrentreffer für den ESVK schoss Verteidiger Martin Heider nach 25 Minuten. ESVK Trainer Egen musste in beiden Spielen auf die Straubinger Loibl und Wiederer verzichten. 

Niederlage in Nauheim 

Nichts wurde es mit dem Erhalt der weißen Weste. Obwohl die Joker 60 Minuten lang ordentlich dagegen hielten, verloren sie das Match am Ende mit 4:2 Toren. Lange mussten die 1953 Zuschauer in der Arena dort auf Tore ausharren. Erst nach 34 Minuten gingen die Roten Teufel in Führung. Die Joker hatten aber die passende Antwort parat und gingen ihrerseits durch Treffer von Matthias Müller und Michael Fröhlich bis zur 48. Minute in Führung. Doch ein Doppelschlag innerhalb von 157 Sekunden wendete das Match noch einmal. Der Versuch, mit einem sechsten Feldspieler eine Verlängerung zu erzwingen, ging nicht auf und die Nauheimer trafen noch zum 4:2-Endstand ins verwaiste Joker- gehäuse. 

Donnerstag kommt Frankfurt 

Durch den Feiertag am Freitag findet der nächste Spieltag bereits am Donnerstagabend, den 2. Oktober statt. Der ESVK empfängt um 19.30 Uhr die Frankfurter Löwen am Berliner Platz. Der Oberligaaufsteiger hat doch noch einige Anpassungsschwierigkeiten in der zweiten Liga, nur fünf Punkte nach sechs Spieltagen. Doch vom Kader her ist das Team von Trainer Tim Kehler gut besetzt und als Saisonziel ist klar die Play-Off-Teilnahme vorgegeben. Elf Neuzugänge sollen das Team konkurrenzfähig machen. Allen voran Toptorhüter Bryan Hogan aus Garmisch, dazu noch die Kanadier Stefan Chaput vom Ligakonkurrenten Ravensburg und neu Arturs Kruminsch aus der ECHL. 

DNL-Team mit sechs Punkten 

Zwei ganz wichtige Siege um den Einzug in die Meisterrunde landete das Kaufbeurer DNL-Team letztes Wochenende. Am Samstag gab es nach einem 1:4-Rückstand in Regensburg dann noch einen 5:4-Sieg der Kaufbeurer. Zwar konnte dort Phillip Messing nach sechs Minuten den 1:1-Ausgleichstreffer erzielen, doch dann waren die Gastgeber an der Reihe, denn nach 37 Minuten führten sie mit 4:1 Toren und steuerten einem Heimsieg entgegen. Doch die Jungs von Trainer Juha Nokelainen kamen mit viel Willen und Elan aus der zweiten Pause und drehten durch Treffer von Joris Weynen, Tim Wohlgemuth, Simon Weingärtner und Denis Pfaffengut vor 65 Zuschauern das hart geführte Match mit 24 Strafminuten gegen die Regensburger und deren 59 gegen den ESVK. Interessant auch, dass acht der insgesamt neun Toren in Überbeziehunsgweise Unterzahlsituationen fielen. 

Am vergangenen Sonntag legten die Kaufbeurer noch eins drauf. Mit 3:2 Toren behielten sie vor 126 Zuschauern in der Sparkassen Arena gegen den EV Landshut die Oberhand. Zweimal Denis Pfaffengut und einmal Wayne Lucas sorgten bis zur 33. Minute für einen wertvollen Vorsprung, der durch Strafzeiten fast noch in Gefahr geriet. Nach zehn Spielen stehen die Kaufbeurer Eishockeyspieler aber mit 17 Punkten auf Rang drei der Südgruppe, obwohl das ausgefallene Spiel in Landshut vor drei Wochen nun mit 5:0 Toren für den EVL am grünen Tisch gewertet wurde. von Werner Mayr

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