Fahrt nach Kassel nimmt kein gutes Ende für den ESVK: Niederlage mit 3:2

Wille war da, aber die Kraft fehlte…

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„Im zweiten Durchgang die Orientierung verloren“ hatten die Joker nach Ansicht von Trainer Uli Egen beim Spiel gegen die Huskies – der ESVK hatte eigentlich als Favorit gegolten.

Kaufbeuren – Am Freitag erlebten die Jungs vom ESVK eine böse Überraschugn: Sie reisten als Favorit nach Kassel, verloren dort aber mit 3:2. Ein Trost war dann am Sonntag das Spiel gegen Crimmitschau: Mit 5:3 bezwangen die Joker den Tabellenletzten.

Einen durchwachsenen Start legten die Kaufbeurer Joker zu Beginn der Qualifikationsrunde zur DEL 2 hin. Im Auftaktmatch am Freitagabend verloren die Jungs von Trainer Uli Egen beim Drittligisten Kassel Huskies mit 3:2 Toren in regulärer Spielzeit. Wenigstens hatten die Kaufbeurer dann am Sonntagabend im Heimspiel gegen die Eispiraten aus Crimmitschau ihre Hausaufgaben gemacht und den Tabellenletzten der zweiten Liga mit 5:3 Toren bezwungen. In der nun neu geschaffenen Tabelle der sechs teilnehmenden Klubs dieser Qualifikationsrunde steht der ESVK mit 3 Punkten und 7:6 Toren auf Rang 3. Am Ende müssten die Joker auf jeden Fall mindestens den vierten Rang erreicht haben, wollen sie nicht den bitteren Gang in die Oberliga in Kauf nehmen. 

Kassel überrascht mit 3:2-Sieg 

Als klarer Favorit reisten die Kaufbeurer am Freitag nach Kassel. Die eigentlich schon in Insolvenz befindlichen Huskies hatten die sportliche Teilnahme an der Aufstiegsrunde nur durch einen glücklichen „Last-Minute-Ausgleich“ im den letzten Spiel gegen Duisburger geschafft. Vor für Kasseler Verhältnisse schwachem Zuschauerzuspruch von nur 3882 Zahlenden übernahm erwartungsgemäß der Zweitligist das sportliche Geschehen auf dem Eis. Anhand eines Konters von Verteidiger Maury Edwards kamen die Joker in der achten Minute zur verdienten Führung. Trotz zahlreicher Chancen blieb die Torausbeute Fehlanzeige. Die gastgebenden Huskies kamen mit wesentlich mehr Elan aus der ersten Pause und kämpften bis zum Umfallen. Dadurch bekamen sie mehr Spielanteile und selbst der zweite Kaufbeurer Treffer durch Verteidiger Jakub Körner in der 24. Minute brachte keine Entlastung. Die dauernden Angriffe der Gastgeber wurden dann Mitte des zweiten Drittels durch zwei Treffer zum Ausgleich belohnt. Das faire Match plätscherte im letzten Durchgang dahin, die Kräfte schienen zu schwinden und als sich beide Teams quasi schon auf eine Verlängerung einstellten, handelte sich Stephen Schultz zwei Minuten vor Ende eine unnötige Strafzeit wegen Behinderung ein. Diese Steilvorlage ließen sich die Huskies unter Coach Jürgen Rumrich nicht nehmen und trafen in Überzahl 13 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:2 Siegtreffer. Damit war die große Sensation gelungen und der favorisierte Zweitligist besiegt.

"Orientierungslosigkeit und Kräfteverschleiß"

In der anschließenden Pressekonferenz analysierte ESVK-Trainer Uli Egen, dass sein Team ein gutes erstes Drittel gespielt hatte, aber im zweiten Durchgang die Orientierung verloren und so den Huskies den Ausgleich ermöglicht habe. In der nachfolgenden Zeit habe sich der enorme Kräfteverschleiß seiner Spieler durch die lange Playdownserie gegen Heilbronn negativ bemerkbar gemacht. 

Heimsieg über Crimmitschau 

Wenigstens konnten die Joker am Sonntag im Heimspiel gegen den ETC Crimmitschau drei wichtige Punkte vor Ort gewinnen. Es war schon eine Energieleistung des ESVK, einen 1:3 Rückstand in einen 5:3 Sieg umzudrehen. Maury Edwards brachte die Joker nach vier Minuten in Front. Doch viele Fehler in der Defensive führten zu Gefahrensituationen und einige nutzten die Gäste auch aus. 1:2 stand es zur ersten Pause und kurz nach Wiederbeginn nutzten die Eispiraten den nächsten Fehler zum 1:3 aus. Die Hoffnungen der nur 1135 Zuschauer auf ein positives Ende näherten sich dem Nullpunkt. Doch rechtzeitig kamen die Joker über Kampf zum Spiel zurück und bauten Druck auf, welcher auf Gästeseite des Öfteren nur durch Foulspiel gebremst werden konnte. Das Powerplay war am Sonntag der Schlüssel zum Erfolg. Innerhalb acht Spielminuten trafen Näätänen, Schmidle und Ryhänen, jeweils in Überzahl. Dieser Zwischenstand von 4:3 hatte bis kurz vor Ende der Partie Bestand. Neun Sekunden vor Schluss das letzte Tor durch Markku Tähtinen ins leere Gästegehäuse zum 5:3 Arbeitssieg. 

Am Freitag kommt Freiburg 

Interessant wird es am kommenden Freitag, wenn ab 19.30 Uhr der EHC Freiburg in Kaufbeuren antritt. Die Gäste aus dem Breisgau haben schon in der Play-Off-Runde der Oberliga spannende Duelle mit dem EV Füssen ausgetragen, zuletzt gelang ihnen sogar ein überraschender 4:2 Erfolg über die seit stolzen 49 Spielen ungeschlagenen Frankfurter Löwen. Doch bis Freitag können auch die Joker wieder Kräfte sammeln, und wer weiß, was dann passiert… von Werner Mayr

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