ESVK: Hauptversammlung weist großen Zusammenhalt auf

ESV Kaufbeuren richtet Blick nach vorn

+
Auch wenn die Realität im Eisstadion derzeit ein ganz andere ist, bei der Mitgliederversammlung des ESVK hieß das Motto eher Aufbruch statt Abbruch.

Kaufbeuren – „Gemeinsam stark“, so lautet schon seit Jahren das tragende Motto des Eissportvereins Kaufbeuren. Doch gerade im letzten halben Jahr der Vereinsgeschichte mit der Stadionsperre und den daraus entstandenen gravierenden Folgen hat der Klub mit seinen Fans ein kaum zu überbietendes Zusammengehörigkeitsgefühl bewiesen.

Nur mit vereinten Kräften konnte die vergangene Saison einschließlich der dazu gehörenden Logistik mit allen Teams vom ESVK beendet werden. Diese Einheit demonstrierten auch die 231 Mitglieder und rund 40 Gäste bei der diesjährigen Hauptversammlung des Klubs am Montagabend in der Mehrzweckhalle in Pforzen. Oberbürgermeister Stefan Bosse stellte in seinen Ausführungen klar, dass mit den nun begonnenen Sanierungsarbeiten die Eishalle wahrscheinlich ab August beziehungsweise September wieder genutzt werden kann. Das Zuschauervolumen wird dann auf 2.600 Plätze begrenzt sein. 

„Mit dieser Lösung kann und muss der Verein leben. In der nun anstehenden Zeit bis zum 30. Juni 2017 können nun Pläne und Verwirklichung für ein neues Eisstadion reifen“, erklärte Bosse und fügt hinzu: „ESVK Vorstand Andreas Settele, der wie ein Löwe für seinen ESVK an allen Fronten gekämpft hat, kann nun mit Zuversicht für die neue Spielzeit 2013/14 planen“. Der überwältigende Applaus der Mitglieder galt den geschäftsführenden Vorständen Kurt Dollhofer, Karl-Heinz Kielhorn und allen voran Andreas Settele für die gesicherte Zukunft des ESVK. 

Schatzmeister Winfried Kucis offerierte die Bilanz des Klubs zum Stichtag 30. April 2013. Trotz den drei Monaten der „Auswärts-dahoim-Tour“, die ein großes Loch in der Kasse hinterlassen hatten, (cirka 60.000 Euro Mehrkosten plus cirka 80.000 Euro Mindereinnahmen) ergab die Gewinn-Verlustabrechnung ein Plus von 27.000 Euro. Unter Berücksichtigung des Kapitaldienstes steht damit eine Unterdeckung von nur noch 20.000 Euro zu Buche. Ein wesentlich verbessertes Resultat – fast wie zu früheren Zeiten. Der Sparkurs trägt somit erste Früchte und die Gesamtverschuldung ist von rund 1,3 auf 1,2 Millionen Euro gesunken. 

Neben den Zuschauereinnahmen in Höhe von 344.000 Euro stellt das Sponsoring mit 488.000 Euro einen unverzichtbaren Eckpfeiler in der Kalkulation dar. Karl-Heinz Kielhorn wies auch darauf hin, dass trotz der entgangenen Werbemaßnahmen hinsichtlich der Sparkassen-Arena die meisten der Sponsoren „eisern“ die Treue zum ESVK gehalten haben. 

Turnusmäßig erfolgten heuer auch die im Abstand von zwei Jahren notwendigen Neuwahlen der ESVK-Vorstandschaft. In offener Abstimmung konnte Wahlleiter Christian Demel die Wahl im Schnelldurchgang abhalten. Die geschäftsführenden Vorstände Kurt Dollhofer, Andreas Settele und Karl-Heinz Kielhorn wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Auch die vorgeschlagenen sieben Beisitzer wurden in einstimmigem Beschluss bestätigt. Nicht mehr im erweiterten Vorstand sind Christian Demel, Claus Tenambergen und Jürgen Burkhard, die aus beruflichen beziehungsweise persönlichen Gründen ausgeschieden waren. Neu im Amt sind Dr. Martin Nemec, Thomas Schmidt und Stefan Conrad. Die anderen vier Beisitzer Winfried Kucis, Christoph Dropman, Oliver Meyl und Andre Veil wurden in ihren Ämtern bestätigt. 

Kaderplanung geht weiter 

Nach der noch völlig unklaren Ligenstruktur laufen die Planungen des ESVK für die maximal sportlich höchst erreichbare Liga an. Der sportliche Leiter Dieter Hegen konnte schon die ersten offiziellen Neuzugänge und Weiterverpflichtungen bekannt geben. Er legt dabei verstärkt Wert auf Akteure aus und um Kaufbeuren. Ein Beispiel dafür ist der 28-jährige Max Schmidle, der nach acht Saisonen in der Fremde nun wieder bei seinem Heimatklub anheuert. Der zweite Neuzugang ist auch ein bekannter Name in Kaufbeuren. Nachdem das Thema bald 15 Jahre lang immer wieder in der alljährlichen Gerüchteküche aufgetaucht ist, ist es heuer nun Fakt: Michael Kreitl wechselt vom SC Rießersee zum ESVK. Der dritte Neuzugang ist der 33-jährige Finne Sami Ryhänen, ein europaweit erfahrener Center, der aus der englischen Liga an die Wertach wechselt. Mit einem Try-Out-Vertrag versehen ist der 24-jährige Deutschkanadier Ryan Cornforth. Er spielt Verteidiger und kommt aus einer amerikanischen Uni-Liga. Des Weiteren wurden die Verträge von Philipp de Paly, Maximilian Dropmann und Johannes Wiedemann verlängert. Aus dem DNL-Team rücken Lukas Gohlke, Maximilian Hadraschek und Philipp Geyerhos in die erste Mannschaft auf. 

Auch will die Vereinsführung in den kommenden Tagen die Trainerfrage klären. Im Gespräch für diesen Posten ist der amtierende sportliche Leiter Dieter Hegen. 

Ehrenmitgliedschaft für Dr. Gleichsner 

Anschließend gab es noch die Ehrungen langjähriger Mitglieder für 25 beziehungsweise 40-jährige Mitgliedschaft im Verein. Auf Antrag von Vorstand Settele wurde Vereinsarzt Dr. Peter Gleichsner unter tosendem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. 36 Jahre lang versorgte Dr. Gleichsner ärztlich die erste Mannschaft und die Nachwuchsteams, jetzt geht er in den wohlverdienten Ruhestand. von Werner Mayr

Meistgelesene Artikel

Weiterer Heimsieg für den ESVK

Kaufbeuren - Am Dienstag fand in der Sparkassen Arena bei eisigen Temperaturen ein vorgezogenes Spiel des 50. Spieltags zwischen dem ESV Kaufbeuren …
Weiterer Heimsieg für den ESVK

Bundesliga steht

Westendorf – Es ist eine erfreuliche Nachricht für alle Ringsportfans: Der TSV Westendorf geht ab September dieses Jahres in der Bundesliga auf …
Bundesliga steht

ESVK als Favorit

Kaufbeuren – Die beiden nächsten Spiele der Kaufbeurer Joker in der DEL2 gehen gegen Klubs, die hinter dem ESVK platziert sind. Trotzdem kann es …
ESVK als Favorit

Kommentare