ESVK siegt 2:0 gegen Kassel Huskies und in Bayreuth mit 2:1 nach Verlängerung

ESVK zwingt Meister in die Knie

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Der Druck des ESVK auf das Tor des amtierenden Meisters war groß.

Kaufbeuren – Immer die Gegentore in der letzten Spielminute! Schon in Weißwasser vergaben die Joker so einen Drei-Punkte-Erfolg, nun fast das Gleiche in Bayreuth. Einem 2:0-Heimsieg über den amtierenden Meister Kassel folgte ein 2:1 beim Aufsteiger EHC Bayreuth.

Dennoch sind die Kaufbeurer Joker Tabellenzweiter mit neun Punkten.

Heimsieg gegen den Meister

Mit den Kassel Huskies trat der amtierende Zweitligameister am Freitagabend in der SparkassenArena an. Enttäuschend dabei die geringe Zuschauerzahl von nur 1533 Fans. Beide Mannschaften setzten Anfangs auf eine sichere Defensive, deshalb blieben gefährliche Offensivaktionen selten, auch bei Überzahlspiel ergaben sich kaum Chancen. Die Gäste kamen mit mehr Biss aus der ersten Pause und wollten die Führung erzielen. Doch mit Jokertorhüter Stefan Vajs hatten sie einen harten Widersacher, auch Kassels Torsteher Markus Keller zeigte bei Jokerschüssen sein Können und ließ sich ebenfalls nicht überwinden. Immer wieder brachten die Kaufbeurer mittels Konter die Gäste aus ihrem Ansturm.

Eine gewonnenes Bully von Laaksonen, nutze Verteidiger Jannik Woidtke zum direkten Torschuss, der noch von Simon Olsson zum 1:0 für die Joker abgefälscht wurde.

Von dieser Führung aufgebaut, stürmten die Joker gleich zu Beginn des letzten Abschnitts weiter. Einen strammen Schuss von der Seite ließ der Gästetorhüter abprallen und diese Gelegenheit nutzte Joona Karevaara zum umjubelten zweiten Tor für den ESVK. Die Huskies wollten nun den Anschlusstreffer erzwingen, scheiterten ab an der gut stehenden Abwehr der Joker. Mit fortdauernder Spielzeit zeigten die Kassel auch Nerven und übertrieben ihren Einsatz. Eine gute Chance hatte noch Branden Gracel, doch er scheiterte mit seinem Konter.

Auch den letzten Ansturm der Gäste mit sechs Feldspielern hielt die Kaufbeurer Defensive auf. So konnten die Joker verdient einen 2:0-Erfolg über den Meister feiern. „Meine Jungs haben einen sehr guten Job gemacht. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt und dabei gegen eine sehr gute Mannschaft gewonnen“, freute sich Joker-Trainer Andreas Brockmann nach dem Spiel.

Erfolg in Bayreuth

Zum Aufsteiger ging es für die Joker dann nach Bayreuth, ohne den mit Verdacht auf Gehirnerschütterung fehlenden Daniel Oppolzer. Das Tor der Gastgeber hütete der frühere Joker Johannes Wiedemann. Im ersten Drittel kamen beide Teams zu wenig zwingenden Torchancen, die Bayreuther konnten noch einen Pfostenschuss verbuchen. Vor 1497 Besuchern konnten beide Teams in den zweiten zwanzig Minuten auch in Überzahl kaum gefährliche Situationen entfachen. Branden Gracel fuhr kurz vor der Pause noch einen Konter, doch sein Schuss ging daneben. So blieben Tore weiterhin Fehlanzeige.

Es dauerte bis zur 51 Minute, da fälschte in Überzahl Laaksonen einen Schuss von Verteidiger Pozivil zum 0:1 ab. Der Hauptschiedsrichter nutzte danach den neu eingeführten Videobeweis, um ein mögliches Torraumabseits zu überprüfen, gab dann aber eindeutig den Treffer. 56 Sekunden trennten die Joker vom Sieg, da traf der Ex-Kaufbeurer DNL-Spieler Kolupaylo zum Ausgleich. Simon Olsson sicherte in der Verlängerung noch den Zusatzpunkt.

Freitag kommt Riessersee

Eine gut gefüllte Halle am Berliner Platz dürfte dann bei diesem Derby sicher sein. Während der ESVK gut in die neue Spielzeit gestartet ist, können auch die Garmischer bislang sechs Punkte aufweisen. Trainer Tim Regan erhielt mit Andreas Driendl einen erfahrenen DEL-Akteur (422 Spiele) von Krefeld für den Angriff. Ansonsten wird auf das eingespielte Team gesetzt.

DNL-Team punktet in Berlin

Beide Spiele hatten die Kaufbeurer Youngster bei den Eisbären in Berlin zu bestreiten. Beim ersten Aufeinandertreffen im Wellblechpalast konnten die Kaufbeurer am Ende einen 2:0-Auswärtssieg feiern. Simon Weingartner im ersten Drittel und Michael Fichtl in der 56. Minute trafen für den ESVK.

Am Sonntag nahmen die Berliner aber Revanche und siegten mit 5:0 Toren. Schon nach 35 Spielminuten war dieser Spielstand erreicht.

Dank des besseren Torverhältnisses sind die Kaufbeurer nach acht Spieltagen weiterhin punktgleich Tabellenführer vor den Eisbären Berlin. Allerdings haben die Kölner Haie noch zwei Spiele weniger absolviert.

Von Werner Mayr

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