ESVK-Coach Dieter Hegen im Kreisboten-Interview zur aktuellen Situation

Krise und Pech beim ESVK

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ESVK Coach Dieter Hegen glaubt an den Erfolg seiner Mannschaft.

Es scheint, als befinde sich der ESVK in der Krise. Auch die Gerüchteküche brodelt: Kommt Ex-Coach Ken Latta zurück? Der Kreisbote sprach mit Coach Dieter Hegen über die aktuelle Situation. 

Der ESV Kaufbeuren hat die Rote Laterne in der DEL 2 eingenommen. Die Wertachstädter verloren nunmehr das sechste Spiel in Folge. Somit sind die Joker seit drei Spielwochenenden ohne ein Erfolgserlebnis. Dem deutlichen 3:6 im Heimspiel gegen Bietigheim, folgte am Sonntag eine knappe 3:5-Auswärtsniederlage in Dresden. Derweil wird in Fan- kreisen schon über eine Rückkehr des ehemaligen Cheftrainers Ken Latta spekuliert. Gegenüber dem Kreisbote wollte Latta das weder bestätigen, noch dementieren. Wir sprachen mit ESVK-Coach Dieter Hegen über die aktuelle Situation.

Herr Hegen, sprechen wir jetzt von einer Krise oder von ganz viel Pech?


Hegen:
„Es ist von beidem etwas. Jede Krise hat ihre Ursache. Wir haben auch viel Pech gehabt und zwar sehr viel. Aber: Wir versuchen das Beste aus der aktuellen Situation zu machen“.

Was sind denn die Ursachen, dass es momentan einfach nicht so läuft?

Hegen: „Wir haben zu viele Tore kassiert. Wir haben mit unseren Ausfällen der verletzten Cracks zu kämpfen. Leider geht dies auch von Woche zu Woche so. Dennoch hat die Mannschaft bewiesen – wenn wir den Kader haben – dass es auch funktioniert. Allerdings geht es derzeit mit dem kleinen Kader an die Substanz. Da ist es dann nicht mehr drin, dass wir 100 Prozent geben können“.

Bringt das 3:5 in Dresden dennoch ein wenig Hoffnung auf eine Wende?

Hegen: „Klar, es gibt Phasen, da sind wir optimistisch. Es war klasse, dass die Mannschaft nach dem 0:4 gegen Bietigheim wieder zurückgekommen ist. Wir hatten ja auch den Ausgleich auf dem Fuß. Jetzt in Dresden haben wir über 60 Minuten gut gespielt. Doch zwei Minuten vor Schluss kassierten wir ein Kontertor. Die Mannschaft wollte in dieser Phase wohl zu viel. Sie hätte lieber an dem Punkt festhalten sollen, um sich dann den Zusatzpunkt in der Verlängerung oder nach Penaltyschießen zu holen. Die Partie bei den Eislöwen stimmt mich aber dennoch positiv. Es wird wieder besser“.

Es sind noch vier Spiele bis Weihnachten. Kann sich der ESVK dennoch ein schönes Weihnachtsfest machen?

Hegen: „Das hoffen wir. Aller Voraussicht nach können wir am Wochenende wieder auf Christof Aßner zurückgreifen. Die Jungs arbeiten an ihren Stärken, um wieder Selbstvertrauen zu bekommen. Mit Bremerhaven und Rosenheim haben wir zwei schwere Spiele vor uns“.

Phasenweise stehen Sie regungslos an der Bande. Macht sich hier eine gewisse Ratlosigkeit oder Resignation bemerkbar?

Hegen: „Wenn ich resignieren würde, müsste ich mir einen neuen Job suchen. Ich bin der Meinung, dass ich in dieser jetzigen Phase keinen Hampelmann spielen muss. Das ist das verkehrte Signal. Ich bleibe lieber ruhig, um die Mannschaft nicht zu verunsichern“.

Wie verläuft die Suche nach einem Feldspieler?

Hegen: „Wir bemühen uns fieberhaft, einen neuen, passenden Spieler zu finden. In der jetzigen Phase ist es aber schwer, weil viele Cracks einen Vertrag haben. Das macht die Suche natürlich deutlich schwerer“.

Ist der achte Platz noch das gesteckte Ziel?

Hegen: „Es ist wichtig, dass man sich Ziele setzt. Doch uns ist auch wichtig, dass wir Konstanz hineinbringen. Dann kommen auch die Punkte und die Erfolge wieder. Davon bin ich überzeugt. Jetzt an irgendwelchen Zahlenspielchen zu arbeiten ist für mein Befinden nicht richtig. Der Erfolg wird sich wieder einstellen“.

Die Gerüchteküche brodelt und bringt den Ex-Coach Ken Latta wieder ins Gespräch. Stimmt es, dass Latta wieder zurück kommt?

Hegen: „Nein, nicht das ich wüsste. Mehr brauchen wir dazu nicht zu sagen“.

Von Stefan Günter

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