Vier-Punkte-Wochenende

8:3-Kantersieg in Rosenheim

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Die Kaufbeurer Joker holten am vergangenen Wochenende hoch verdiente vier Punkte und liegen damit auf Platz neun in der Tabelle.

Kaufbeuren – Zwei starke Spiele und hoch verdiente vier Punkte, so die Bilanz der letzten zwei Spieltage für die Kaufbeurer Joker in der DEL 2. In einer ebenbürtig geführten Partie brachten die Joker am Freitag den Tabellenführer aus Bremerhaven an den Rand einer Niederlage und mussten sich erst in der Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben.

In Rosenheim folgte am Sonntag ein grandioser 8:3-Sieg beim bis dahin stärksten Heimteam der Liga. Dabei steuerte der Kanadier Chris St. Jacques vor 2528 Zuschauern fünf Punkte (drei Tore und zwei Assists) zum Erfolg bei. Mittlerweile sind die Joker bei 30 Punkten angelangt, (letzte Saison erst 30 Punkte am Ende der Hauptrunde), damit Rang neun vor Rosenheim und dicht hinter Nauheim. 

Tabellenführer voll gefordert 

An den Rand einer Niederlage brachten die Kaufbeurer Joker am Freitagabend den Tabellenersten der DEL 2. Die Gäste aus dem hohen Norden ließen dabei ihren Spielwitz und ihr Leistungspotenzial in gewohnter Weise aufblitzen. Doch sie trafen an diesem Abend auf einen voll motivierten und taktisch gut eingestellten ESVK, der bis in die Verlängerung hinein ebenbürtig auftrat und leider wieder einmal das Nachsehen bei der 2:3-Niederlage hatte. Die nur 1387 Zuschauer sahen eines der besten Spiele des ESVK in dieser Saison. Dabei mussten die Joker verletzungsbedingt auf Torhüter Stefan Vajs und die Stürmer Max Schmidle und Michael Baindl verzichten. 

Von Anfang an machten die Kaufbeurer mächtig Druck auf die Bremerhavener. Doch die wenigen echten Chancen wurden vergeben, aber auch die Gäste brachten im ersten Drittel keine große Gefahr auf das von Marc-Michael Henne gehütete Gehäuse. Ein Traumpass von Verteidiger Simon Schütz nahm Florian Thomas an der blauen Linie auf und vollendete gekonnt zur Führung. Kurz darauf folgte aus dem Nichts der Ausgleich durch die Pinguins. 

Ein Überzahlspiel im der sonst sehr fairen Partie bescherte dem ESVK die erneute Führung durch Verteidiger Martin Heider. Ärgerlich war der 2:2-Ausgleich sechs Sekunden vor der zweiten Pause. 

Im letzten Durchgang wollten beide Mannschaften unbedingt den Sieg. Es wechselten sich Torgelegenheiten auf beiden Seiten fast im Minutentakt ab, aber es blieb beim 2:2. In der nun folgenden Verlängerung hatten zuerst die Joker durch Kooperations-Akteur Marc Schmidpeter die Chance auf den Zusatzpunkt, doch er hatte Pech. Fast im Gegenzug dann der Siegtreffer der Bremerhavener. 

Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, ein schnelles und gutes Eishockeyspiel gesehen zu haben. ESVK-Coach Mike Muller sprach von einer guten Reaktion der Mannschaft auf das letzte verloren gegangene Heimspiel, trotz der vielen Ausfälle. 

Überraschung in Rosenheim 

In sieben der acht bisherigen Heimspiele gingen die heimstarken Starbulls als Sieger vom Eis. Doch die Kaufbeurer Joker entführten dank einer bravourösen Leistung erstmals alle drei Punkte aus dem Kathrein Stadion. Ausgeglichen mit 1:1 endete das erste Drittel, wobei Daniel Menge für den Ausgleich verantwortlich war. 

Dem Führungstreffer der Starbulls folgte nun eine Torflut der Joker. Chris St. Jacques mit drei Treffern und Jonas Lautenbacher erhöhten bis zur zweiten Pause auf 5:2 Tore. Lukes, Burnell und Schmidpeter vollendeten den 8:3-Sieg. 

ESVK gegen die Roten Teufel 

Am Freitagabend, 27. November, folgt das nächste Heimspiel der Joker. Sie erwarten die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Spielbeginn in der Sparkassen Arena ist um 19.30 Uhr. Die Gäste aus Hessen sind auch ein direkter Kontrahent um den Einzug in die Endrunde. Gerade mal einen Punkt besser als der ESVK rangieren sie auf Rang acht der DEL 2. 

Bereits Mitte Oktober trafen beide Teams am Berliner Platz aufeinander, dabei gewannen die Joker mit 3:2 Toren in der Verlängerung, der einzige bisherige Erfolg in Overtime in dieser Spielzeit. 

DNL-Team verbucht vier Punkte 

Nach dem erfolglosen Berlin-Wochenende nehmen die Kaufbeurer Youngster wieder Fahrt auf. Im Samstagsmatch beim EV Landshut fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung. Der ESVK lag zweimal durch Treffer von Maximilian Gerbold und Philipp Keil in Führung. Drei Minuten vor Ende glückte den Landshutern der Ausgleich. In der anschließenden hitzigen Verlängerung vor 142 Zuschauern trafen die Gastgeber in Überzahl zum 3:2-Endstand. Vier Strafzeiten gab es gegen Landshut und gegen den ESVK deren 48. Dabei bekam auch noch ESVK-Coach Juha Nokelainen eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen „unsportlichen Verhaltens“ aufgebrummt. 

Erfolgreich verlief dagegen das Match am Sonntagmorgen am Berliner Platz gegen die Young Freezers aus Hamburg. Mit 6:2 Toren (für den ESVK: Thomas Heger, Joris Weynen, Markus Lillich, Jonas Wolter, Tim Wohlgemuth und Maximilian Mewes) behielten die Kaufbeurer vor 147 Zuschauern gegen den Tabellenletzten der DNL klar die Oberhand und festigten damit ihrerseits den dritten Tabellenplatz in Deutschlands höchster Nachwuchsliga.

von Werner Mayr

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