Leistungen nicht abgerufen

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Kaufbeuren – Nichts war es mit einem Sieg! Obwohl zweimal mit Heimvorteil ausgestattet, ließen sich die Joker in beiden Spielen fünf Punkte abnehmen. Bot der ESVK bei der knappen 2:3-Niederlage nach Verlängerung am Freitag eine ansprechende kämpferische Leistung und war fast nahe an einem doppelten Punktgewinn, so enttäuschten die Cracks von Trainer Mike Muller am Sonntagabend bei der blamablen 4:7-Schlappe gegen den SC Riessersee auf der ganzen Linie.

Durch die neuerlichen Niederlagen rutschten die Joker auf Rang elf ab, punktgleich mit dem Tabellenvorletzten ERC Freiburg. Nur die Heilbronner Falken haben mit insgesamt nur zwei Punkten, aus ihren Sieg gegen den ESVK, momentan weniger Punkte. 

Meister Bietigheim gefordert 

Trotz der 2:3-Niederlage mussten die Schwaben ganz schön ackern, um siegreich das Kaufbeurer Eis verlassen zu können. Den 1416 Zuschauern wurde ein schnelles, technisch ansprechendes Match geboten. Zwar führten die Gäste aus Bietigheim früh mit 2:0, doch Daniel Oppolzer, der diesmal in der ersten Reihe mit Burnell und St. Jacques agierte, gelang kurz vor der ersten Pause noch der wichtige 1:2-Anschlusstreffer. 

Im zweiten Durchgang gelang endlich im Überzahlspiel ein Erfolg. Jannik Woidtke traf zum viel umjubelten Ausgleich. Nach einem torlosen letzten Drittel mit Chancen auf beiden Seiten musste in die Verlängerung gegangen werden. Dort glückte den Gästen in der vierten Minute der Siegtreffer. 

ESVK-Coach Mike Muller nach dem Spiel: „Wir haben heute gut gespielt, bis zum Schluss gefightet und genau das gemacht, was ich von den Jungs verlange. Wir spielen eigentlich gutes Eishockey, aber dass wir am Ende wieder nicht gewinnen konnten ist schon etwas frustrierend“. 

Pleite gegen Riessersee 

Nach 30 Minuten sah es nach einer Parallele zum letztjährigen Heimdebakel gegen Frankfurt aus. Denn nach knapp 24 Minuten führten die Garmischer schon mit 6:0 Toren auf Kaufbeurer Eis. Die Joker hatten völlig den Draht zum Spiel verloren und die Gäste kamen immer wieder freistehend vor Stefan Vajs zum Torschuss. 

Die Kaufbeurer Fans unter den 1656 Besuchern konnten das lasche Auftreten ihrer Joker nicht begreifen. Zum Glück schalteten die Garmischer zwei Gänge zurück und so stand nach 60 Minuten eine „vertretbare“ 4:7-Heimniederlage. Für Vajs kam im zweiten Drittel Marc-Michael Henne ins Tor und konnte sich des Öfteren noch auszeichnen. Im letzten Drittel lebten die Joker wieder auf. 

Coach Muller ließ zum Schluss die erste Reihe mit den Kanadiern sitzen und brachte mit der vierten jungen Formation wieder Leben ins Angriffsspiel. Dabei zeichnete sich der junge Max Lukes aus, zu Recht wurde er auch als Kaufbeurer „Spieler des Tages“ gekürt. Die Tore erzielten Baldwin, Schmidle, Menge und Stein. 

Freitag wieder Heimspiel 

Das vierte Heimspiel in Folge steht für die Kaufbeurer bereits am Freitag, 2. Oktober, an. Dann erwarten sie die Eispiraten aus Crimmitschau. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Die Gäste aus Westsachsen haben einen schlechten Start erwischt. Nach sechs Spieltagen haben sie ebenfalls erst sechs Punkte erkämpft. Aufhorchen ließ zuletzt der Heimsieg über den amtierenden Meister aus Bietigheim am letzten Sonntag. 

Als Saisonziel gilt es, mindestens Rang zehn und damit die Pre-Playoffs zu erreichen. Die Eispiraten haben schon früh in dieser Saison mit Verletzungspech zu kämpfen. Gerade im Defensivbereich fehlen mitunter die Spieler. Try-Out-Spieler Richard Jares brach nach nur einem einzigen Spiel seine Zelte in Crimmitschau kurzfristig ab. 

Mittlerweile testen sie den früheren deutschen Nationalspieler John Tripp. Auf seiner Position wurde dagegen der Probevertrag mit Jaroslav Kristek aufgelöst. Zuletzt fiel der Name T-J. Fast, der letzte Saison noch in Heilbronn unter Vertrag stand. 

Leicht hat es derzeit Coach Chris Lee also nicht, eine eingespielte Mannschaft auf das Eis schicken zu können. Deshalb sollten die Joker mit einer engagierten Leistung am Freitag einen Heimsieg anvisieren. 

DNL-Team mit erster Niederlage 

Sieben Spiele in Folge blieb die Kaufbeurer DNL-Mannschaft unbesiegt. Im achten Spiel dann am letzten Sonntag erwischte es auch die Kaufbeurer Jungs. Im Sonntagsmatch gegen den EC Bad Tölz gab es nach enttäuschender Leistung mit 1:2 die knappe Heimniederlage. 

Einen Tag zuvor fegte das Team von Trainer Juha Nokelainen die Alterskollegen der Starbulls Rosenheim mit 9:4 vom Kaufbeurer Eis. Schon nach der Hälfte der Spielzeit waren die Kaufbeurer mit 7:2 uneinholbar in Front und ließen es dann etwas ruhiger angehen.

Mit nun insgesamt 18 Punkten liegen die Kaufbeurer drei Punkte hinter den verlustpunktlosen Mannheimern auf Rang Zwei punktgleich mit Köln.

von Werner Mayr

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