Der BSK und seine Wohlfühloase

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Coach Uwe Zenkner (links) und sein Co-Trainer Jürgen Benfeldt mitten in ihrem „Wohnzimmer”, der BSK-Kabine.

Kaufbeuren-Neugablonz – Es sind schon beinahe profihafte Bedingungen, nur dass der BSK Olympia Neugablonz eben in der Fußball-Bezirksliga-Süd als Amateurmannschaft kickt und nicht in der Bundesliga. Unter den Katakomben im Waldstadion haben die Spieler selbst den Kabinentrakt neu errichtet.

In unzähligen Arbeitsstunden bekamen die fünf Kabinen – jeweils zwei für Heim- und Gästeteams sowie ein Raum für die Schiedsrichter – ein neues Erscheinungsbild. Auch die Installationsarbeiten in den Duschräumen wurden eigenständig vorgenommen. 

„Die Initialzündung für den Umbau kam von den Gebrüdern Waldemar und Dennis Staroweit“, erzählt Co-Trainer Jürgen Benfeldt stolz. Zusammen mit weiteren handwerklich geschickten BSK’lern ließen sie ihre Kabine zu einem wahren Schmuckstück werden. „Sechs bis acht Wochen hat es in etwa gedauert, bis der Raum der ersten Mannschaft fertig war“. Die Zweite zog dann ein dreiviertel Jahr später nach. 

Neugablonz lebt als ein Amateurverein seinen eigenen Traum. Es ist eine richtige Wohlfühloase entstanden. Ein Regenerationsbecken, eine super ausgestattete Kabine mit Fächern für jeden Spieler. „Zu meiner damaligen Zeit als Spieler in den 1970er und 1980er Jahren gab es nur einfache Bänke und einen Haken an der Wand für die Klamotten. Dann mussten wir noch hoffen, dass der Raum groß genug für uns alle war und dass nach Spielende warmes Wasser zur Verfügung stand“, schwärmt selbst Benfeldt von den neuen Begebenheiten im Waldstadion.

 „Die Fächer wie bei den Profis, das macht schon was her“, zeigt er spontan auf den Platz von Alexander Weber. Nicht nur bei ihm, sondern bei allen Kickern stehen Schneekugeln mit dem jeweiligen Bild des Spielers drin. 

In den Fächern sind persönliche Sachen aufgestellt. Selbst Wimpel und Schals gehören in der Kabine der Ersten mit dazu. Auf einer Leinwand, die extra angebracht wurde, können Videoanalysen vorgenommen werden. „Es ist alles da, was das Trainerherz begehrt“, ist selbst für Coach Uwe Zenkner der Kabinentrakt ein echter Hingucker. „Ich habe in meiner langen Karriere schon viel gesehen. Aber ich kann mich nicht entsinnen, schon einmal in der Regionalliga so eine tolle Kabine vorgefunden zu haben.“ 

Mit der Um- beziehungsweise Neugestaltung der Kabine sieht der Übungsleiter auch ein positives Signal für das gemeinsame Miteinander im Verein und im Team: „Wenn du dich wohlfühlst, dann hältst du dich automatisch auch länger in der Kabine auf“. 

Jürgen Benfeldt drückt es so aus: „ Boris Becker hatte sein Wohnzimmer in Wimbledon, der BSK hat sein Wohnzimmer in der Kabine“. Selbst bei den Heimspielen wird nichts dem Zufall überlassen. Betreuer Peter Selmke legt jedem Spieler seinen ganz persönlichen Trikotsatz, bestehend aus Leibchen, Hose und Stutzen frisch gewaschen hin.

von Stefan Günter

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