Favorit setzt sich durch

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Freude beim BSK nach dem Finale.

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat seine Titelambitionen in der Halle mit dem Gewinn der Vorrunde zur Schwäbischen Futsalmeisterschaft in eigener Wirkungsstätte untermauert. Die Schmuckstädter gewannen das Finale gegen Stadtrivale SpVgg Kaufbeuren mit 2:0 und qualifizierten sich wie schon im Vorjahr für die Endrunde in Günzburg.

Neugablonz geht als Titelverteidiger am Samstag, 9. Januar aufs Parkett. „Wir haben nicht mit der besten Leistung überzeugt, aber letztendlich gewonnen“. Bei Alexander Günter vom BSK Olympia Neugablonz fiel nach dem Turniersieg eine große Last herab. „Die Erwartungen waren im Vorfeld doch enorm. Wir haben hart trainiert und wollten uns selbst belohnen“, so der 28-Jährige. 

Selbst Coach Uwe Zenkner war die Erleichterung nach Turnierende anzumerken. „Sie haben sich den Druck selbst auferlegt. Die Spieler wollten die Spiele nicht nur gewinnen, sondern auch überzeugend auf dem Parkett brillieren“, resümierte der Übungsleiter. „Wenn du schlecht startest, wird es zäh. Du musst erst einmal die Gruppenphase überstehen“. 

Der Start in das Turnier begann ziemlich holprig. Gegen den SVO Germaringen erkämpfte sich das Team von Uwe Zenkner nur ein 2:2-Unentschieden. Mit dem knappen und glücklichen 2:1-Sieg über den SV Eggenthal zog Neugablonz als Gruppenerster ins Halbfinale ein. Parallel erkämpfte sich die SpVgg Kaufbeuren Siege über den FC Thalhofen (2:1) und TSV Mindelheim (2:0) und zog somit als Erster ins Semifinale ein. 

Im Halbfinale konnten sich die Favoriten dann jeweils mit 2:1 durchsetzen. „Die Jungs haben sich im weiteren Turnierverlauf dann gesteigert. Sie wollten unbedingt nach Günzburg“, freute sich BSK-Boss Peter Seidel nach dem Finalsieg über die SVK. 

Dagegen ist die Erleichterung bei Norbert Schmidbauer groß, nicht nach Günzburg fahren zu müssen. „Die Enttäuschung war gleich nach dem Finale vorüber. Sicherlich willst du ein Finale gewinnen. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, so die Erkenntnisse des Kaufbeurer Trainers. Kleinigkeiten seien für den 58-jährigen Übungsleiter ausschlaggebend für die knappe Niederlage gewesen. „Wenn du gewinnen willst, musst du bereits im Vorfeld von so einem Turnier mehr tun“. 

Finale ruft 

Während der Landesligist vor seinem Trainingsauftakt Ende Januar eine Pause einlegt, geht es für den BSK Olympia Neugablonz mit dem Finale auf schwäbischer Ebene weiter. Mit Türksport Kempten, TSV Rain/Lech, DJK Memmingen Ost, Türkspor Augsburg, SC Bubesheim, TSV Friedberg und dem TSV Nördlingen wartet ein äußerst schweres Teilnehmerfeld auf die Schmuckstädter. 

Gegen wen der BSK im Viertelfinale spielt, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Doch laut Vorstand Peter Seidel müsse sich die Mannschaft natürlich steigern. Besonders die türkischen Teams spielen einen technisch sehr guten Futsal, so seine Einschätzung. „Uns wird alles abverlangt“, erwartet er keinen Selbstläufer. 

Dagegen wollen Alexander Günter und seine Mitspieler in Günzburg wieder Gas geben. „Beim Vorrundenturnier waren wir defensiv zu anfällig. Auch in der Offensive müssen wir nun mehr tun“. 

Für Coach Uwe Zenkner ist der Druck erst einmal raus: „Wir haben in Neugablonz die wohl schwierigste Hürde überwunden. Jetzt können wir nur noch überraschen“. Auf die Frage, welche Rolle seine Mannschaft spielen werde, antwortete er: „Wenn wir unsere beste Form abrufen, können wir auch wieder etwas reißen“.

von Stefan Günter

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