Bundesliga-Tagung des DRB in Darmstadt

Steiner im BL-Ausschuss

+
Die bayerischen Vertreter aus der zweiten Bundesliga-Süd in Darmstadt: (v.l.n.r.) Georg Hogger (SC Anger), Helen Gröninger (ASC Bindlach), Daniel Endres (SV Johannis Nürnberg), Thomas Stechele (TSV Westendorf), Jürgen Löblein (SV Wacker Burghausen) und Michael Prill (SV Siegfried Hallbergmoos).

Westendorf/Darmstadt – Nach etwa 90 Minuten war die Sitzung im Sportzentrum Arheilgen in Darmstadt vorbei: Sie gilt wohl als einer der schnellsten Bundesliga-Tagungen, die es je gab. Selbst die sechs angereisten bayerischen Vereine rieben sich wohl verwundert die Augen, dass das Ende so zeitnah war.

Mit Georg Steiner (Westendorf) hat es dann doch ein bayerischer Funktionär in den Bundesligaausschuss des DRB geschafft. Vor zwei Jahren trat er schon einmal diesem Gremium bei. Das Quartett komplettieren Thomas Limper (Witten), Hilmar Rehlinger (Köllerbach) und Martina Göhringer (Aalen). Den DRB vertreten Präsident Manfred Werner, Vizepräsident/Sport Günter Maienschein, Hardy Stüber und Karl Rothmer. Geleitet wird der Ausschuss von DRB-Vizepräsident für Bundesligaangelegenheiten, Ralf Diener. 

Georg Steiner, der die Verstanstaltung aufgrund eines anderen Termins nicht wahrnehmen konnte, freut sich über das Ergebnis: „Einige Vereine aus dem Süden haben mich angerufen und gebeten, dass ich mich aufstellen soll.“ Für ihn sei die Wahl in den Ausschuss eine Art „Ehre“. Steiner wisse um die Wichtigkeit dieses zusätzlichen Amtes, dass er nun inne habe. „Das Hauptanliegen der Zweitliga-Vereine ist die Nicht-Aufstiegspflicht. Das wollen wir verhindern. Fast alle Vereine können sich diesen Schritt einfach nicht leisten“, betont der Vereinschef des TSV Westendorf. 

Darüber hinaus geht es ihm auch darum, den Ringkampfsport auch weiter in den Medien präsenter zu machen. Beim Halbfinale in Mainz und bei der Finalbegegnung in Weingarten gegen Nendingen wurden die Kämpfe erstmals per Livestream im Internet übertragen. „Das war eine super Sache“, so Georg Steiner. 

Insgesamt haben rund 65.000 Zuschauer die Kämpfe in den beiden höchsten Kampfklassen besucht. Allein 22.620 Fans strömten zu den Endrundenbegegnungen. Geehrt wurden auch die drei Zweitliga-Meister KSV Ispringen, SV Johannis Nürnberg und RV Lübtheen. In seinen Ausführungen appellierte DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis an die Bundesligisten die Nachwuchsgewinnung zu verstärken, um den Kaderkreis für die Zukunft des jeweiligen Bundesligavereins, aber auch für die Auswahlteams des DRB entsprechend groß zu halten. 

Auf etwaige Regeländerungen müssen sich wohl wieder Ringer, Trainer und insbesondere die Fans einstellen, heißt es von Seiten des Weltringerverbandes (UWW). Unter anderem soll es keine Wertung mehr für offensichtliches Schieben geben. Die Trennung der Passivität und Verwarnung steht auch auf der Agenda. 

Dass der Bodenkampf im griechisch-römischen Stil abgeschafft werden soll, kann DRB-Kampf- richterreferent Antonio Silvestri nicht ganz nachvollziehen: „Diese Stilart lebt doch von einem Mix aus Boden und Stand.“ Schwere Wochen hatte auch Präsident Manfred Werner, der sich vor der Wahl des Bundesligaausschusses an die Vereinsvertreter wandte: „Es gab zu viel indirekte Kommunikation, die für Missstimmung sorgte.“ Deutschlands Ringerchef hofft, dass sich mit der Bildung des Ausschusses nun das Klima verbessert. 

Derweil steht auch schon die Terminplanung für die zweite Bundesliga fest: Die Südstaffel beginnt ihre neue Wettkampfzeit 2015/2016 am 5. September. Insgesamt sind 18 Kampftage veranschlagt. Dazu kommen noch zwei Doppelwettkampftage am 17./18. Oktober und am 7./8. November. Der letzte Kampftag ist der 19. Dezember. 

Wie schon in der vergangenen Saison bleibt die Südstaffel erneut in bayerischer Hand. Sechs Mannschaften aus dem Freistaat stehen drei Teams aus dem badischen Raum gegenüber. Neben Meister Johannis Nürnberg, SV Wacker Burghausen, SC Anger, ASC Bindlach, TSV Westendorf, Aufsteiger SV Siegfried Hallbergmoos gesellen sich noch RKG Freiburg 2000, ASV Urloffen und Bundesliga-Absteiger SV Triberg dazu. von Stefan Günter

Meistgelesene Artikel

Nervenstärke des Favoriten

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat sich zum dritten Mal in Folge für die Endrunde zur Schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft qualifiziert. …
Nervenstärke des Favoriten

Gas geben

Marktoberdorf – Wenn am kommenden Samstag die vierwöchige Pause für die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen-Marktoberdorf vorbei ist, will …
Gas geben

Zweimal erfolgreich

Der Neugablonzer Alexander Günter hat mit der Bayernauswahl den Titel beim DFB-Länderpokal in Duisburg nur knapp verpasst.
Zweimal erfolgreich

Kommentare