Dieter Hegen als neue Cheftrainer des ESVK im Kreisboten-Interview

"Das ist schon eine besondere Ehre"

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Bald sollen die Joker (hier ein Spiel gegen die Lausitzer Füchse im Februar 2013) wieder auf eigenem Eis Erfolge einfahren - Dieter "Didi" Hegen ist als Trainer live dabei.

Kaufbeuren – Er ist eine Ikone im deutschen Eishockey und mehrfacher Deutscher Meister. Seit 2012 ist Dieter Hegen beim ESV Kaufbeuren als Sportlicher Leiter tätig und jetzt steht er in einer Doppelfunktion. Der 51-Jährige ist Nachfolger von Ken Latta, den es zu den Heilbronner Falken zog. Der Kreisbote sprach mit dem neuen Cheftrainer der Joker.

Herr Hegen, wie intensiv und arbeitsreich wird die Doppelbelastung für sie als Trainer und Sportlicher Leiter? 

Hegen: „Natürlich kommt auf mich jetzt jede Menge Arbeit zu. Oberste Priorität ist es, ein Team zusammenzustellen. Hier bemühen wir uns sehr. Und dann hoffen wir, dass bald das Eistraining los geht“. 

Also sind die Kaderplanungen noch nicht abgeschlossen? 

Hegen: „Nein. Wir müssen ja erst einmal wissen, in welcher Liga wir künftig spielen werden. Es gibt ja einen Unterschied: in der Oberliga dürfen wir nur zwei Ausländer, in der 2. Bundesliga fünf Ausländer einsetzen“. 

Sie können also aus der Situation nur das Beste machen. Was meinen Sie persönlich, in welcher Liga spielt der ESVK nun in der kommenden Saison? 

Hegen: „Ich gehe davon aus, dass wir in der 2. Bundesliga spielen werden. So planen wir erst einmal. Ich bemühe mich, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Falls es anders kommen sollte, sind wir aber auch für die Oberliga gut besetzt“. 

Klären Sie die Spieler bei den Vertragsverhandlungen über die aktuelle Situation auf? 

Hegen: „Das müssen wir. Viele Spieler wissen, in welcher Situation wir uns befinden. Sie kennen es aus der vergangenen Saison. Es wollen alle Klarheit haben. Wir hoffen natürlich, dass wir zum ersten Punktspiel wieder im Stadion sind“. 

Wie groß ist momentan der Kader? 

Hegen: „Wir haben derzeit schon 13, 14 Spieler unter Vertrag“. 

Steht schon das eine oder andere Testspiel fest? 

Hegen: „Durchaus. Ende August spielen wir in Riessersee. Wir haben uns mit Bad Tölz darauf geeinigt, dass wir ein Hin- und ein Rückspiel machen. Auch gegen den EV Füssen werden wir wieder einen Test absolvieren. Wir müssen jetzt noch zwei bis drei Wochen abwarten, ob und wann wir in der Vorbereitungsphase eventuell auch ein Heimspiel austragen können. Wir haben jetzt sieben Freundschaftsspiele. Ich hätte natürlich gerne mehr in eigener Halle, wenn es aber nicht geht, müssen wir halt ausweichen“. 

Sie haben in Kaufbeuren ihre Karriere begonnen, jetzt sind sie Trainer beim ESVK. Wie fühlen Sie sich? 

Hegen: „Das ist schon eine besondere Ehre, das steht außer Frage. Als Trainer bin ich aber für die sportliche Seite verantwortlich. Ich habe mein Ziele. Und ich erwarte natürlich auch von meinen Spielern den nötigen Aufwand. Ich werde auch meinem Stil treu bleiben. An erster Stelle stehen hier Disziplin und Ordnung“. 

Sind sie eigentlich ein strenger Trainer? 

Hegen: „Ich weiß es nicht. Das müssen sie die Spieler fragen. Es wird von den Cracks einiges erwartet, das ist jedenfalls klar“.

Wir danken für das Gespräch! 

Das Interview führte Stefan Günter

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