Ken Latta zieht ernüchternde Bilanz – Entscheidung über Verbleib noch offen

"Wir waren auf einem guten Weg"

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ESVK-Coach Kenn Latta wurde in dieser Saison hart geprüft: Mit der Stadionschließung durchlebten er und seine Mannschaft eine sportliche Talfahrt.

Kaufbeuren – Die Schließung des Stadions war ein herber Schlag für den ESVK zum Ende des Jahres 2012. Doch nun zeigt sich Licht am Ende des Tunnels: Es sieht so aus als ob die Joker ab August erstmal weiter spielen können. Der Kreisbote sprach mit Trainer Ken Latta über eine turbulente Saison.

Die Saison für den ESV Kaufbeuren ist beendet. Unterm Strich bleibt für alle Beteiligten eine aufregende und turbulente Spielzeit 2012/2013. Die Joker wurden am Ende Vorletzter. Als Tabellenzwölfter lag der ESVK nunmehr 25 Punkte hinter dem Achten aus Weißwasser. Jetzt wo Gewissheit besteht, dass das Stadion saniert wird, kann sich das Präsidium und die sportliche Leitung voll auf die Planung der neuen Saison konzentrieren. Der Kreisbote sprach mit Headcoach Ken Latta. 

Wie lautet ihre Bilanz aus der abgelaufenen Saison? 

Latta: „Positiv ist, dass sich die Mannschaft wieder für die 2. Liga qualifiziert hat. Einige Spieler werden natürlich bleiben, andere wiederum nicht. Für manche Akteure ist der Schritt noch zu weit entfernt. Doch gibt es viele Cracks, die sich gut bis sehr gut entwickelt haben und noch viel dazulernen müssen. Wenn man die Partien verfolgt hat, konnte man sehen, dass wir sportlich immer nah dran waren, uns aber im Endeffekt zum Teil die Cleverness gefehlt hat. Das stimmt mich natürlich positiv. Wir müssen hier nichts beschönigen, dass das Team als Vorletzter sportlich weit weg war vom achten Platz. Darüber bin ich natürlich enttäuscht, dass wir die Play-Offs nicht erreicht haben“. 

War die Stadion-Situation ausschlaggebend für die sportliche Talfahrt? 

Latta: „Definitiv! Wir waren vor der Schließung unseres Stadions auf einem guten Weg. Ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft bis zum Schluss um die Play-Off-Plätze mitgespielt hätte. Doch wir haben nur dreimal die Woche in Buchloe trainiert. Sonst trainieren wir ja bis zu sechs Mal die Woche. Mit dem Wegbrechen der Eiszeiten ging auch die Tendenz nach unten. Die Schließung des Stadions hat uns allen sehr weh getan“. 

Heißt das im Umkehrschluss, dass es für alle Beteiligten eine zusätzliche Mehrbelastung war? 

Latta: „Mental auf jeden Fall. Es kommt ja noch hinzu, dass wir keinen Fitnessraum und keinen Videoraum für unsere Analyse zur Verfügung hatten. Das war ja immer selbstverständlich für mich. Da brach ein Baustein weg. Im physikalischen Bereich haben wir zu wenig trainiert, wie ich bereits sagte, was die Folge war, dass wir einfach nicht mehr auf der Höhe waren. Sprich: Wir waren zu weit von einem Play-Off-Platz entfernt“. 

Es sind schon richtungweisende Personalentscheidungen getroffen worden. Ist das nicht ein Novum, dass Goalie Stefan Vajs für sieben Jahre lang unterschrieben hat? 

Latta: „Das ist sehr erfreulich und positiv. Ich war zu ihm immer fair und wusste wann er schlecht oder gut drauf war. Mit seiner Verlängerung gibt er auch zum Ausdruck, dass er sich in Kaufbeuren und im Verein wohlfühlt. Vorstandschaft, Trainer und Betreuer tun stets ihr Bestes“. 

Zur ihrer Person: bleibt Ken Latta Headcoach beim ESV Kaufbeuren? 

Latta: „Mit der Renovierung des Stadions hat die Stadt ein positives Signal gesetzt. Ich muss Oberbürgermeister Stefan Bosse und den Stadtrat loben, dass sie sich für den Verein eingesetzt haben. Sie alle haben sich zum Wohle des Eishockeysports zusammengerauft. Es hätte auch anders ausgehen können. Meine Zukunft beim ESV Kaufbeuren wird momentan geklärt. Ich warte auf ein Angebot und werde mich dann so schnell wie möglich entscheiden“. 

Vielen Dank für das Gespräch!

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