SVK-Frauen starten in die Vorbereitung – der Kreisbote sprach mit Trainer Prediger

"Alle Tugenden sind wichtig"

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SVK-Frauencheftrainer Martin Prediger will das Maximum aus seiner Mannschaft herausholen.

Kaufbeuren – Zum Start der Vorbereitungsphase spricht SVK-Trainer Martin Prediger über das Fehlen eines breit aufgestellten Kaders, die Erfahrung gerade der jungen Spielerinnen und die Favoriten der kommenden Spiele.

Kaufbeurens Landesliga-Herren starten am Wochenende in ihre neue Spielzeit 2013/2014, das Frauenteam dagegen beginnt erst mit ihrer Vorbereitungsphase. In den kommenden Wochen bereiten sich die Spielerinnen wieder intensiv auf eine weitere Bayernliga-Saison vor. Auch die Zweite Mannschaft greift parallel mit ihrem Coach Tibor Mesaros ein. Die SVK II spielt in dieser Saison wieder in der Kreisliga-Süd, da trotz des Abstieges der Kaufbeurerinnen keine Mannschaft aus der Kreisklasse aufrücken wollte. Somit blieb das Team in der Klasse. Bayernliga-Coach Martin Prediger stand vor dem Trainingsauftakt Rede und Antwort. 

Mit Peggy Essenwanger, Kathrina Endhart, Patrizia Trippensee und Bettina Endres haben vier Leistungsträgerinnen den Verein wegen beruflicher und privater Gründe verlassen. 

Prediger: „Das ist schon schmerzvoll. Mir wird eine Option geraubt, einen großen Kader zu haben. Zudem fehlt die Breite eines Kaders, den du während einer langen Saison schon brauchst. Allerdings waren die Abgänge irgendwie auch vorhersehbar. Es war ein schleichender Prozess. Die jungen Spielerinnen können dies erst einmal nicht auffangen“. 

Anna Gebler, Silvia Fleschutz und Kristina Weißenbach rücken von den U17-Juniorinnen in den Seniorenbereich. Was ist von ihnen zu erwarten? 

Prediger: „Silvia und Kristina haben das eine oder andere Spiel schon für die Zweite Frauenmannschaft in der Kreisliga-Süd absolviert. Ich sehe ein ganz anderes Problem: sie haben lange gespielt, hatten also nur etwa 14 Tage Pause vom Fußball. Alle drei Spielerinnen werden es nicht schwer haben, sich menschlich und charakterlich zu integrieren. Auf sie wartet die Umstellung auf das hohe Niveau und die ganzen Facetten, was eben die Bayernliga bietet. Zudem müssen sie eine höhere Trainingsbereitschaft an den Tag legen und damit klarkommen, Studium und Arbeit mit ihrem Hobby Fußball im Einklang zu bringen“. 

Sie sind jetzt seit Januar 2011 Trainer der SVK-Frauen. Muss oder kann sich denn der Anspruch nur auf den Klassenerhalt beschränken? 

Prediger: „Ich habe den Anspruch das Maximale aus den Spielerinnen herauszuholen. Für die Mittel, die wir zur Verfügung haben, ist es natürlich ein Erfolg, wenn wir schon vorzeitig die Klasse halten. Trotzdem haben viele Spielerinnen, und das trotz ihres jungen Alters schon eine gewisse Erfahrung vorzuweisen. Sie wissen wie es in der Liga läuft. Für mich bedeutet das, aus einem hungrigen Team eine konstante Mannschaft zu machen. Ich will sie in diesem Jahr fordern“. 

Steht wieder eine gemeinsame Vorbereitungsphase mit der Zweiten Mannschaft auf dem Programm? 

Prediger: „Ich habe mit Trainer Tibor Mesaros gesprochen. Er erwägt auch die Viererkette als festes Spielsystem zu haben. Natürlich werden wir geschlossen arbeiten. Wir planen Teamabende mit beiden Teams, allerdings werden wir schon auf dem Platz getrennt trainieren. Was sich ändern wird, dass ich nach Absprache mit Tibor Mesaros Spielerinnen von der Kreisliga holen werde, um meinen Kader aufzufüllen, falls die eine oder andere Spielerin verletzungsbedingt fehlen sollte. Ich möchte immer 14 bis 16 Spielerinnen haben“.

Auf welches Hauptaugenmerk legen Sie die Vorbereitungsphase? 

Prediger: „Alle Tugenden sind wichtig. Ich finde, jede Spielerin muss und kann besser werden. Die Vorbereitung ist sehr gespickt mit jeder Menge Teamarbeit. Wir werden in den Trimm-dich-Pfad oder auch auf die Tartanbahn gehen, um auch ohne Ball unsere Einheiten zu machen. Auf die Spielerinnen wartet eine sehr abwechslungsreiche Vorbereitung, das ist sicher“. 

Bleiben die Ergebnisse aus den Testspielen weiterhin zweitrangig? 

Prediger: „Als erstes bedeutet eine Vorbereitung, dass man auch einige gewisse Wiederholungen praktiziert. Wir werden in den Testspielen auch unser taktisches und spielerisches System weiter entwickeln. Auch an der Viererkette werden wir weiterhin feilen. Die Resulate spielen zwar nicht so eine wichtige Rolle, dennoch bringt es nichts, wenn du ständig 0:3 oder 0:4 verlierst. Wir geben uns die Zeit, um dann zum Saisonstart die Leistung bringen zu können“. 

Für die kommende Saison gibt es nur drei Aufsteiger, keinen Absteiger aus der Regionalliga-Süd, das hat die Konstellation so ergeben. Neu sind die SpVgg Greuther Fürth, SV Thenried und die Sp.Vgg Eicha, die wieder zurückgekehrt ist. Was wissen Sie über diese drei Teams genau? 

Prediger: „Thenried hat sich in einem wahren Aufstiegskrimi gegen Moosburg erst im entscheidenden Elfmeterduell durchgesetzt. Thenried hat sich seinen Namen gemacht und akribisch gearbeitet. Für mich zählen sie zu den Überraschungsteams. Für uns wird es spannend, weil wir das erste Punktspiel auswärts dort haben werden. Eicha wurde souverän Meister in der Landesliga-Nord und die SpVgg Greuther Fürth könnte eine ähnliche Rolle spielen wie der FC Ingolstadt in der Vorsaison. Die Liga wird wieder ausgeglichen und spannend werden“. von kb

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