Rückschlag im Kampf um Platz 10

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Die Kräfte der Kaufbeurer Stürmer schwanden im letzten Drittel gegen Freiburg.

Kaufbeuren – Durch den 4:3-Erfolg am Freitagabend schafften die Kaufbeurer Joker sich selbst eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel gegen die Freiburger Wölfe. Doch dieser Steilpass wurde leichtfertig vergeben und so verloren die Joker in einem auf schwachem Niveau stehenden Zweitligamatch nach einer Führung noch mit 1:2 Toren.

Lediglich ein Punkt statt der drei anvisierten, um Platz 10 in der DEL zurückzuerobern, blieb hier vor Ort. 

Damit bleiben die Joker einerseits nun zwei Punkte hinter den Eispiraten Crimmitschau, andererseits aber nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den momentanen Zwölften, den Lausitzer Füchsen. Gegen beide Teams spielt der ESVK aber noch und hat so die Chancen selbst in der Hand. 

4:3-Auswärtscoup in Bad Nauheim 

Endlich wieder einmal eine positive Überraschung! Mit einer defensiven Taktik gingen die Joker die Aufgabe in Bad Nauheim an. Die spielerische Überlegenheit der Gastgeber fand spätestens in Jokertorhüter Stefan Vajs sein Ende. Mit mehreren Glanzparaden hielt er nicht nur die Joker im Spiel, sondern brachte die Roten Teufel schier zur Verzweiflung. Josh Burnell traf mit der ersten Torchance gleich zum 0:1. Eine doppelte Überzahl der Nauheimer blieb schadlos, im Gegenteil, Max Schmidle nutzte noch vor der ersten Pause eine Gelegenheit zum 0:2. 

Der Druck der Gastgeber erhöhte sich zu Beginn des zweiten Drittels, der Ausgleich durch zwei Treffer war die Folge. Die Kaufbeu­rer ließen sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Daniel Menge und erneut Josh Burnell stellten den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Außer dem 3:4 glückte den Roten Teufel nichts mehr und die Joker nahmen vor 2119 Zuschauern drei Punkte mit ins Allgäu.

 ESVK-Coach Mike Muller: „Im ersten Drittel waren wir ziemlich unter Druck, da hat uns der Torhüter und das Penalty-Killing im Spiel gehalten. Zwei glückliche, aber hart erarbeitete Treffer brachten uns auf die Siegerstraße.“ 

Enttäuschung gegen Freiburg 

Mit viel Optimismus passierten 1624 Zuschauer die Drehkreuze am Berliner Platz. In einem überwiegend vom Kampf bestimmten Match blieben Tore Mangelware. Trotz optischer Überlegenheit gelang dem ESVK nur ein Treffer. Diesen erzielte nach längerer Abstinenz Stürmer Max Hadraschek nach einer Energieleistung in der 26. Minute. Glück für die Kaufbeurer, dass kurz darauf ein Treffer für die Freiburger nicht gegeben wurde. 

Obwohl die Spielerbank der Joker voll besetzt war, agierte Trainer Mike Muller nur mit drei Reihen. Im letzten Drittel schwanden demzufolge die Kräfte und die Gäste bauten immer mehr Druck auf. Der Ausgleich zum 1:1 kurz vor dem Ende war die logische Konsequenz. Nach einer torlosen Verlängerung siegten die Freiburger im Penalty-Schießen gegen kraftlose Joker-Stürmer, allen voran Chris St. Jacques. Coach Mike Muller: „Wir hatten viele Chancen, die wir nicht nutzten. Beide Torhüter waren heute sehr stark“. 

Freitag Heimspiel gegen Frankfurt 

Der nächste Gegner der Kaufbeurer Joker ist eine momentan schwer einzuschätzende Mannschaft. Zwischenzeitlich im oberen Tabellenfeld ist das Team der Frankfurter Löwen nun auf Rang Sechs der DEL2 abgerutscht. Am Freitag kamen die Hessen gar mit 8:2 Toren beim SC Riessersee unter die Räder und zuletzt verloren sie zuhause gegen die Dresdner Eislöwen. 

Gegen den ESVK siegten die Hessen aber in allen bisherigen drei Punktspielen und erzielten dabei eine Torausbeute von 21 zu neun Toren. Für das Team von ESVK-Coach Mike Muller geht es am Freitag ab 19.30 Uhr in der SparkassenArena darum, gegen die Löwen unbedingt Punkte im Kampf um Platz 10 zu erkämpfen. 

DNL-Team ohne Chance 

Zweimal hatten die Kaufbeu­rer am Wochenende Heimrecht, doch beide Male gab es ernüchternde Niederlagen. Gegen das U19-Team des EV Landshut sahen die fast 300 Zuschauer ein strafzeitenreiches Match. Hier hatten die Gäste ihre Chance, die sie mit daraus resultierenden drei Toren in Überzahl gekonnt ausnutzten. Den einzigen ESVK-Treffer erzielte Thomas Heger mittels eines Penaltys. 

Am Sonntag verloren die Kaufbeurer Youngster vor 153 Zuschauern mit 1:5 gegen den Tabellenvorletzten aus Augsburg. Den Ehrentreffer schoss Simon Weingärtner zum 1:2 noch im ersten Drittel. Nun ist das Kaufbeurer DNL-Team auf den sechsten Rang abgerutscht.

von Werner Mayr

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