Kaufbeuren schlägt Heilbronn mit 5:4 – erneuter Ausgleich in der Serie

Richter erlöst den ESVK in der Verlängerung

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Jokerstürmer Tim Richter traf am Mittwoch zum entscheidenden Ausgleich in der Serie.

Kaufbeuren – Wohl noch nie in der Vergangenheit mussten die Anhänger des ESV Kaufbeuren solange einem Eishockeymatch am Berliner Platz zuschauen wie am letzten Mittwochabend. Denn es dauerte bis in die dritte 20-minütige Verlängerung.

Um 23.45 Uhr, als 108 Minuten der regulären Zeitnahme verstrichen waren, überwand Jokerstürmer Tim Richter den Heilbronner Torhüter Proske mit einem Schuss ins kurze Eck zum 5:4-Sieg. Damit war der Ausgleich der Playdown-Serie wiederhergestellt und es bleiben noch maximal drei Spiele um mit insgesamt vier Siegen den Klassenerhalt sicherzustellen. 

Denn bis zum Mittwoch waren bereits drei Spiele der Serie gespielt. Zwar konnten die Kaufbeurer am Samstagabend vor 2192 Zuschauern mit 6:4 gewinnen (Treffer durch Lunden, Fröhlich, Knackstedt, Schmidle, Oppolzer und Bergmann), doch gingen beide Auswärtspartien in Heilbronn verloren. Mit 1:4 und 0:4 Toren zeigten sich die Kaufbeurer Joker in Heilbronn viel zu harmlos und brachten die Gastgeber in keinerlei Schwierigkeiten. Während die beiden ersten Spiele Stefan Vajs das Kaufbeurer Gehäuse hütete, durfte im dritten Match Goalie Pasi Häkkinen ran. Trotz guter Leistung konnte er nur eine noch höhere Niederlage am Ostermontag verhindern. 

Heimsieg bringt Ausgleich der Serie 

Noch ist aber nicht aller Tage Abend. Das erfuhren auch die 1799 Besucher in der Sparkassen Arena am Mittwochabend beim zweiten Heimspiel der Joker. Mit dem Willen zum Sieg gingen sie in die Partie, andererseits wollten auch die Falken mit einem Auswärtssieg die Serie beschleunigen. Gleich die erste Überzahlgelegenheit nutzten die Gäste zur Führung, doch nur drei Minuten später konnte Josh Lunden den Ausgleich erzielen. 

Wer von den Kaufbeurer Fans wieder ein zweites, schwaches Drittel erwartete, wurde positiv überrascht, denn der zweite Durchgang war der beste der Kaufbeurer. Viel Druck wurde auf das Gästetor aufgebaut und Daniel Oppolzer und Rob Kwiet schraubten den Vorsprung auf 3:1 hoch. Sekunden vor dem Treffer von Kwiet traf Michael Kreitl mit einem satten Schuss nur den Pfosten. 

Ärgerlich dann der Anschlusstreffer der Gäste quasi aus dem Nichts heraus. Die erste Überzahlsituation im letzten Drittel nutzte Michael Kreitl nach 44 Minuten zur 4:2-Führung. Die Zuversicht der Zuschauer wuchs, doch zwei Gegentore innerhalb vier Minuten brachten den unerwarteten Ausgleich. 

Beide Teams wollten in den Schlussminuten noch die Entscheidung herbeiführen, aber die Torsteher, Florian Proske auf Heilbronner Seite und Stefan Vajs auf Kaufbeurer Seite, ließen sich nicht mehr überwinden. Es folgte eine 20-minütige torlose Verlängerung. Nach der zwischenzeitlichen Eisbereitung gab es weitere 20 Minuten Overtime, auch diese verstrich torlos. Zwar trafen die Joker ins gegnerische Tor, doch der Treffer wurde wegen hohen Stocks nicht gegeben. 

Die ersten Zuschauer machten sich zu später Stunde schon auf den Heimweg, als die dritte Verlängerung angepfiffen wurde. In dieser Zusatzschicht erlöste Tim Richter die Kaufbeurer Fans mit einem Schuss, den der offensichtlich überraschte Gästetorhüter passieren ließ. Damit war der Ausgleich der Serie mit je zwei Niederlagen und zwei Siegen wieder hergestellt. 

Gästetrainer Gerd Wittmann sprach von einem einzigartigen Spiel, in dem seine Jungs ganz nahe am ersehnten Auswärtssieg waren. Jokertrainer Juha Nokelainen zeigte sich erleichtert, richtete aber seinen Fokus schon auf das fünfte Match am Freitagabend in Heilbronn. 

Sonntag wieder Heimspiel 

Egal wie das Match am Freitagabend in Heilbronn endet – die Kaufbeurer Joker erwarten die Heilbronner Falken zum sechsten Duell in der Playdown-Serie am Sonntagabend, 12. April, ab 18.30 Uhr in der Sparkassen Arena Kaufbeuren.

von Werner Mayr

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