ESVK bezwingt direkte Konkurrenten

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Chris St. Jacques war am Sonntag mit zwei Treffern Spieler des Abends. Auch am Donnerstag trug der Stürmer mit einem Treffer zum Sieg bei.

Kaufbeuren – Zwei ganz wichtige Siege konnten die Kaufbeurer Joker an den beiden letzten Spieltagen erringen. Sowohl Freiburg als auch Crimmitschau kämpfen ebenfalls um den Einzug in die Pre-Play-Offs, welche zwar noch in weiter Ferne liegen, doch jeder Punktgewinn erhöht die Chancen.

In Freiburg gab es letztendlich noch ein Happyend, denn mit einem 4:3-Erfolg kehrten die Joker aus dem Breisgau zurück. Spannend, aber hochverdient, war auch der 2:0 Erfolg im Heimspiel am Sonntag gegen die Eispiraten aus Crimmitschau. Durch dieses „Sechs-Punkte-Wochenende“ hielten sich die Joker nun mit 23 Punkten auf Rang Zehn, denn die davor platzierten Klubs, wie Bad Nauheim, Rosenheim und Riessersee punkteten ebenfalls, bleiben aber in Reichweite des ESVK. 

Auswärtserfolg in Freiburg 

Am Ende stand ein knapper 4:3-Auswärtssieg des ESVK. Dass es allerdings zum Ende der Partie noch einmal spannend wurde, war eigentlich unnötig. Von Beginn an dominierten die Kaufbeurer, leider konnten sie daraus im ersten Drittel kein Kapital in Form von Toren erzielen. 

Im zweiten Durchgang kamen die Gastgeber besser ins Spiel und drückten auf das Kaufbeurer Gehäuse. Dies eröffnete für die Joker nun auch Konterchancen. Eine der Ersten nutzte Josh Burnell zum 0:1. Nun erhöhten die Freiburger Wölfe den Druck nochmals, aber ein Fehler an der blauen Linie gab den Jokern die Chance zu einem weiteren Break, das Michael Baindl zum 0:2 abschloss. 

Der erstmals für Freiburg das Tor hütende Jonathan Boutin hatte danach beim abgefälschten Schuss von Max Lukes keine Chance beim dritten Gegentreffer. Eine Überzahlsituation der Wölfe brachte vor 1831 Zuschauern den Anschlusstreffer noch vor der zweiten Pause. 

Eigentlich bedeutete das 1:4 durch Chris St. Jacques kurz nach Wiederbeginn schon eine kleine Vorentscheidung, wenn dann in der Folge nicht noch Treffer Nummer Zwei und Drei für die Wölfe gefallen wären. Doch mit Glück und Geschick und dank eines starken Stefan Vajs im Tor gelang dem ESVK somit der erste Auswärtssieg in dieser Saison. 

Arbeitssieg über Crimmitschau 

Einen spielerisch blendend aufgelegten ESVK sahen am Sonntagabend 1902 Zuschauer in der Sparkassen Arena. Dass trotz der konstanten Dominanz der Joker nur zwei Treffer dabei herauskamen, lag einerseits am überragenden Gästetorhüter Ryan Nie und anderseits am Liegenlassen unsäglich vieler Chancen der Joker. 

Leicht hätte es dank der Anzahl der vielen Torchancen auch zu einem zweistelligen Erfolg ausarten können, doch die Joker machten sich das Leben selbst schwer oder Gästetorhüter Nie hatte einen absoluten Sahnetag. Doch Jokertorjäger Chris St. Jacques war mit seinen zwei Treffern nicht nur „Spieler des Abends“ sondern auch für den hochverdienten 2:0-Heimsieg verantwortlich. 

ESVK-Trainer Mike Muller zum Spiel: „30 Schüsse aufs Tor und dann null Treffer, das kann richtig bitter sein. Es freute mich, dass heute 1902 Zuschauer ein gutes Spiel gesehen haben. Das war heute ein Mannschaftssieg, weil alle an einem Strang gezogen haben“. Nun haben die Cracks knapp zwei Wochen Pause, ehe es nach der Länderspielpause am Freitag, den 13. November, zum Auswärtsmatch nach Weißwasser geht. 

DNL-Team schwächelt 

Keinen Sieg konnten die Kaufbeurer Youngsters leider am Wochenende ihrem Trainer Juha Nokelainen zu dessen 40. Geburtstag schenken. Zu dessen rundem Geburtstag überreichte das Team ihm eine große Torte mit Mannschaftsfoto. Der Wunsch des Coaches war im Vorfeld natürlich ein erfolgreiches Wochenende in den beiden Heimspielen seiner Jungs. 

Doch am Samstag lief schon gar nichts zusammen und deshalb mussten die Kaufbeurer sich mit 0:4 Toren den Tölzer Löwen unterwerfen. Bereits nach 30 Sekunden waren die Kaufbeurer mit 0:2 Toren hinten. Dieser frühe Rückstand schockte die Mannschaft, die dann vor 124 Zuschauern während des ganzen Spieles nicht mehr ihre sonstige Spielstärke abzurufen vermochte. 

Am Sonntag hatten sich die Kaufbeurer für das zweite Heimmatch deshalb viel vorgenommen. Beinahe hätte es auch zu einem Erfolg gereicht, doch im Penalty-Schießen hatte der Gast aus Landshut mehr Glück und konnte so vor 143 Zuschauern das Match mit 4:3 Toren siegreich beenden. Der ESVK führte schon im letzten Drittel nach Toren von Edwin Gutar, Tim Wohlgemut und John Boger mit 3:1 Toren, musste aber dann noch zwei Gegentreffer hinnehmen. 

Trotz des einzigen Punkts am Wochenende ist das DNL-Team des ESVK mit 40 Punkten aus 18 Spielen immer noch auf Rang Drei der DNL platziert. Nächstes Wochenende ist wegen des Deutschland-Cups spielfrei.

von Werner Mayr

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